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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Rekorde neben Desinteresse: Nicht alles wollte in den Auktionen bei Grisebach mit Kunst des 20. Jahrhunderts weg. Doch der Nachverkauf hat die Sache wieder ins Positive gerückt

Der stille Charme des Orients



Der Orient hat seine eigene Grazie. Im 19. Jahrhundert begeisterte er die Orientalisten, im 20. Jahrhundert fand Yves Saint Laurent in Marokko einen Ort der steten Inspiration. Und auch im Auktionshaus Grisebach entflammte eine stille Schönheit aus dem Morgenland die Kunden. Max Beckmann schuf 1942 im holländischen Exil das Bildnis einer Ägypterin mit ausdrucksstarken Mandelaugen und bezeichnete es als „Weiblichen Kopf in Blau und Grau“. Mit ihrem Haarband, den Ohrgehängen, der Halskette, dem rot geschminkten Mund und den dunklen geheimnisvollen Augen verführte sie mehrere Sammler. Auch die Provenienz trug zum ertragreichen Verkauf bei. Denn der Kunsthistoriker Erhard Göpel, ein enger Freund des Künstlers und Herausgeber seines Werkverzeichnisses, hatte das Ölgemälde direkt von Beckmann in Amsterdam gekauft. Seither blieb es im Besitz seiner Familie und trat bei Grisebach nun erstmals auf dem Kunstmarkt an. Nach langem Bietgefecht ist es anstelle von 1,5 Millionen Euro für mächtige 4,7 Millionen Euro in eine Schweizer Sammlung gewandert. Das ist der höchste Zuschlag, der je für ein Kunstwerk in deutschen Auktionen aufgestellt wurde.


Nach diesem dramatisch-aufregenden Auftritt verharrte Gabriele Münters sommerlich bunte „Kohlgruberstraße“ in Murnau von 1908 mit guten 460.000 Euro im sechsstelligen Bereich und ging in eine bayerische Sammlung (Taxe 350.000 bis 450.000 EUR). In enger Anlehnung an den Schätzwert bewegte sich Karl Hofers schlichte „Putzmacherin“ von 1922 mit senfgelbem Schal, die gerade nachdenklich einen Strohhut begutachtet, bei 280.000 Euro an der unteren Grenze. Neben diesen drei Spitzenpreisen musste Grisebach bei der Versteigerung „Ausgewählte Werke“ vom 31. Mai in Berlin auch einige Ausfälle hinnehmen. So gingen von den 39 Losen zunächst nur 19 sicher weg. Erst im Nachverkauf verabschiedeten sich noch neun weitere Arbeiten, so dass die Zuschlagsquote nun bei gewohnt hohen 71,8 Prozent liegt. Zu haben sind aber immer noch Paula Modersohn-Beckers erdfarbenes „Mädchen in Dämmerung mit karierter Bluse“ aus der Zeit um 1904 (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR), das abstrakte Formenspiel in Georg Muches Ölbild von etwa 1916 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), Marc Chagalls fröhliche Gouache „La joie“ von 1955/57 (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR) oder Gert Heinrich Wollheims markantes „Porträt Heinrich George“ von 1928 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Ausgewählte Werke

Das melancholische „Selbstbildnis mit geschlossenen Augen, nach hinten geneigt“, das Käthe Kollwitz 1909 mit Kreide von sich anfertigte, ließ den Hammer bei 80.000 Euro am unteren Taxrand fallen. Emil Noldes leuchtend farbige „Dahlien und Rudbeckien“ von etwa 1930 bezauberten die Anwesenden, so dass ihr Preis von 50.000 Euro auf 80.000 Euro anwuchs. Den größten Erfolg in finanzieller Hinsicht feierte Nolde mit seiner dunstigen Meerlandschaft „Große dunkle Wolke“ um 1935 im Kolorit der Primärfarben bei beeindruckenden 180.000 Euro (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). 40.000 Euro mehr konnte Oskar Schlemmer mit seinen forsch voranschreitenden „Drei Mädchen, schwarz-rot-blau“ einspielen, die er 1932 in üblicher vereinfachter Formensprache aquarellierte (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Fernand Légers späte Gouache „Les constructeurs (marine)“ von 1953 aus miteinander verwobenen Formen und Figuren hielt deutlich unter Wert bei 254.000 Euro inne (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR).

Scheuer und begehrter Liebermann

Für erhoffte 100.000 Euro wanderte Lyonel Feiningers zackige „Kleine Försterei“ von 1920 ins neue Heim. Finanzieller Erfolg krönte Feiningers bewegte Tuschezeichnung „Strasse in Paris“ von 1909. Die Häuserzeile mit ihren karikaturhaft überzogenen Gestalten führte zu einem Schlagabtausch der Bieter, der erst bei 160.000 Euro und damit beim Doppelten des angesetzten Werts ein Ende fand. Deutlich tiefer musste Max Liebermanns Pastell mit Blick aus dem Wohnzimmer des Malers auf ein winterliches Berlin stapeln, das erst im Nachverkauf bei 65.000 Euro von dannen zog (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Begeisterung für den deutschen Impressionisten aber entfachte sein Gemälde „Wannseegarten“ um 1925, das dicke, bewegte und vibrierende Grüntönte zu einer bewaldeten Parkansicht mit Gärtnerin verdichtet. Das Werk forderte von seinem neuen Eigentümer stattliche 250.000 Euro (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Paul Cézannes luftiges Aquarell „L’Allée des marroniers au Jas de Bouffan“ aus den Jahren 1890/95 konnte dann wieder keine Rechte Euphorie erzeugen und verließ Grisebach nach der Auktion bei 160.000 Euro (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR).

Unter dem Schätzwert blieb zudem Edouard Vuillards Ölskizze von 1922 zu „La Salle du Moyen Âge au Musée des Arts décoratifs“, das bei 145.000 Euro verharrte (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Wohl erzogen orientierten sich Lovis Corinths formaufgelöste „Astern im Kelchglas“ von 1924 mit 250.000 Euro am unteren Schätzwert, ebenso Fernando Boteros Großmutter „La Abuelita“, die er 1969 mit ihrer knuddeligen schwarzen Katze liebevoll verewigte, mit 200.000 Euro. Die vieldeutige Welt der Abstraktion präsentierte sich unter anderem in Emil Schumachers effektvollem „Pagan“. Die pastose schrundige Arbeit in dominierendem Rot von 1977/78 platzierte sich taxgerecht bei 75.000 Euro. Eine durchschlagende Wirkung hatte Ewald Matarés in sich ruhende „Grasende Kuh“ aus Bronze von 1930, die gelassen dem Wechsel der Gebote von 40.000 Euro auf 90.000 Euro zusah. Eine gute Figur machte auch die zartgliedrige stählerne „Raumplastik“ von 1958 aus der Hand Norbert Krickes bei 180.000 Euro (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR).

Moderne Kunst

Mit der modernen Kunst verzeichnete Grisebach am 1. Juni eine gute Zuschlagsquote von knapp 77 Prozent. Die teuerste Arbeit dieses Abschnitts war überraschenderweise Conrad Felixmüllers farbintensives „Bildnis Frau Dr. Stegmann“ von 1934. Die Dresdner Ärztin und Psychoanalytikerin, die eine kleine Sammlung moderner Kunst besaß und freundschaftlich unter anderem mit Paul Klee und Emil Nolde verbunden war, eroberte die Bieterherzen mit stattlichen 115.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Erfolgreich waren gleichfalls Felixmüllers mürrischer „Fischer von Helgoland“ aus dem Jahr 1924 bei 42.000 Euro (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR) und der dazugehörige seitenverkehrte Holzschnitt bei 10.000 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Mit halb geschlossenen Augen blickt der von Otto Dix portraitierte Dichter Ivar von Lücken seit 1932 aus einer Silberstiftzeichnung. Das feine Blatt mit energischen Strichen schildert detailreich die charakterstarken Gesichtszüge des Poeten, was wohl ein Grund für die finalen 36.000 Euro war (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). In den Zirkus ging es mit zwei zart kolorierten Tuscheblättern von George Grosz. Seine „Tierbändigerin, Odaliske und Fantasie“ von 1912 freuten sich über 12.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), seine „Akrobaten“ um 1916 über 21.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Traurig hingegen musste sich Lotte Lasersteins „Dame mit roter Baskenmütze“ um 1931 bei 50.000 bis 70.000 Euro wieder ins alte Heim begeben. Dafür hatte die elegante „Dame mit Sonnenschirm am Ufer der Loire“ von Lesser Ury aus dem Jahr 1882 bei 70.000 Euro gut lachen (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Diesen Preis gab es ebenfalls für Hans Purrmanns südlich heiteren „Blick über Florenz“ von 1935, der damit aber die untere Taxgrenze respektierte.

Landschaften waren zudem mit Theo von Brockhusens sommerlicher Strandszene „Aus Nieuport“ von 1910 mit aufgereihten Segelbotten bei 28.000 Euro (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR) und mit der verhaltenen Stimmung bei Otto Modersohns „Frühjahrsabendsonne in der Bredenau“ um 1920 bei 32.000 Euro gefragt. Sein Worpsweder Kollege Heinrich Vogeler hatte ein „Blumenstillleben mit Rhododendron“ von 1918 in Violetttönen für 30.000 Euro zu bieten (Taxe je 18.000 bis 24.000 EUR). Bei Hermann Max Pechstein konzentrierte sich die Nachfrage auf seine 1924 aquarellierte blaue „Italienische Dorfstraße“ mit 32.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR) und auf seine „Roten Häuser“ von 1922 mit 30.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Reüssieren konnten zudem Albert Birkles Kohlezeichnung einer dicht mit Menschen und Pferden bevölkerten „Nächtlichen Straße“ von 1921 bei 52.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR) und Hans Baluscheks Gouache „Regen“ von 1917, der auf Passanten in Berlin zu später Stunde niederprasselt, bei 17.000 Euro (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Die unverputzten „Granithäuser“ im Tessiner Dörfchen Arcegno interessierten Christian Rohlfs 1927, der daraus ein Gemälde mit strukturierendem schwarzem Lineament und einem Netz kurzer farbiger Strichlagen schuf und dafür nun 30.000 Euro einnahm (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Französische Tierwelt

Nach Frankreich ging es dann mit Henri Matisse und seiner umrissbetonten Tuschefederzeichnung eines Interieurs von 1941, die mit 75.000 Euro unterhalb der Erwartung von 80.000 bis 120.000 Euro verweilte. Pablo Picasso gesellte sich mit seinem schwarz-weißen Tonkrug samt ungestümen „Taureau“ von 1955 bei 68.000 Euro dazu (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR), Georges Braque mit seiner Gouache „L’oiseau fond rouge“ von 1961 zu den anvisierten 20.000 Euro, während seine 22teilige Grafikkassette „Lettera Amorosa“ von 1958/62 liegenblieb (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Gewinnbringend zeigte sich Wols informelle grau-weiße Mondlandschaft in Aquarell und Deckweiß aus dem Jahr 1946/47, die mit 56.000 Euro beinahe das Dreifache ihrer Bewertung erzielte (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Bei den gestisch arbeitenden Künstlern war zudem Walter Stöhrer auf der Überholspur und gab seine farbintensive Arbeit „Bild 1“ von 1963 erst bei 38.000 Euro ab (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Hans Steinbrenner schichtete 1974 unterschiedlich große Kuben aus rotem Sandstein zu einer konstruktiven Skulptur aufeinander und verbuchte damit 17.000 Euro (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Zu den Preisvorstellungen kamen Gudrun Brünes erschreckend direktes Ölgemälde „Krieg und Spiel“ von 1992 bei 5.000 Euro, Johannes Heisigs vieldeutiges und rätselhaftes „Reich der Zeichen“ von 1990/2004 bei 6.000 Euro und Horst Janssens eigentümliche, erotisch morbide Farbstiftarbeit „Abeneffi“ von 1969, in der eine Skeletthand eine Art Operation ausführt, bei 13.000 Euro ans Ziel. Die Lust am Absurden durchströmt auch Friedrich Schröder-Sonnensterns Blatt „Das mondmoralische Schicksalsduplikat oder der Wettlauf zwischen Tod und Leben“ von 1956, dessen Wert auf 12.000 Euro stieg (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Kontemplativ wirkt Herbert Kitzels sitzender „Alter Artist“ von 1955, dessen Weg ins neue Heim 4.000 Euro kostete (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Ebenso nachdenklich gab sich Horst Antes’ „Grauer Kopf vor Grün“ von 1978/79, der sich bei 75.000 Euro gut behauptete (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Zeitgenössische Kunst

Die Versteigerung der zeitgenössischen Kunst konnte mit knapp 80 Prozent die höchste Zuschlagsquote einfahren und wartete nochmal mit einigen Preisen im sechsstelligen Bereich auf, so mit Anselm Kiefers materialreichem braunem Meeresbild „für Velimir Chlebnikow“ von 2004/05 mit bleiernem U-Boot bei 700.000 Euro (Taxe 700.000 bis 1 Million EUR). Günther Ueckers große und mit Nägeln genau austarierte „Interferenz“ von 1985 wurde mit 610.000 Euro belohnt (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR). Schon der Beginn dieses Auktionsteils am 1. Juni sah einige eindrückliche Preisentwicklungen, etwa Markus Lüpertz’ farblich kontrastreichen, 1966/67 vereinfacht gemalten „Baumstamm, dithyrambisch“ von 50.000 Euro auf 160.000 Euro oder Arnulf Rainers schwarze Farbmasse, die seit 1959 das darunter liegende Braun verschlingt, von 20.000 Euro auf 87.000 Euro.

Gegenstandlos

Nicht ganz das Doppelte lockte Gotthard Graubners stiller „Farbraumkörper“ in fein gesprenkeltem Graubeige von 1975 mit 130.000 Euro herbei (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Heinz Mack scheint das Licht in der Farbe bannen zu wollen. Mit Farbkreide zog er 1994 ein hochkant stehendes Rechteck, das von Nachtblau über Königsblau zu Türkis übergeht, um schließlich in ein zartes Jadegrün und leuchtendes Sonnengelb zu münden. Die hypnotisch farbprächtige Arbeit wollte bei 22.000 Euro so mancher sein Eigen nennen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Anklang fand auch Hanne Darbovens Konzeptkunst in ihren „Konstruktionen“ mit nummerierten Kästchen von 1968, die die obere Preisgrenze von 70.000 Euro um 5.000 überschritten.

Figurativ?

Mit seinem blau-grauen, 25 Mal aufgelegten Tintenstrahldruck „Vorhang“ bezog sich Gerhard Richter 2012 auf ein frühes Gemälde von 1965. Er begnügte sich mit 100.000 Euro (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Schwebend und mit Leichtigkeit eilte Konrad Klaphecks symbolgeladene Dingwelt im „Traum vom Fliegen“ aus dem Jahr 1988 ihren 180.000 Euro entgegen (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), die dazu passende Studie ihren 40.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). 170.000 Euro spielte sein Rollschuh unter dem Decknamen des „Müßiggangs“ von 1969 innerhalb der Preisgrenzen ein.

Antonio Calderaras „Spazio Luce“ wirkt wie eine frische Brise mit einem pastellfarbenen Türkis, das einzig eine Art vereinfachte Festungsstruktur mit Türmen schemenhaft bekrönt. Licht und Raum scheinen sich in diesem transparenten Gemälde von 1959 zu vereinen. Der Hammer fiel hier bei 75.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Der Antipode hierzu ist das ausdrucksstarke Feuerrot in Karl Horst Hödickes „Elvira auf der Couch“ von 1987. Die Schwarzhaarige liegt mit angezogenen Beinen und Armen auf dem Sofa. Der „Ziehvater“ des Neoexpressionismus machte seine effektvolle Aufwartung bei 22.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). 12.000 Euro blieben für Helmut Middendorfs „Berlin View“ von 1986 unter übermächtigem Farbhimmel übrig (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), 30.000 Euro für Bernd Zimmers korngelb leuchtende „Felder: Weizen II“ von 1981 (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR), 18.000 Euro für Rainer Fettings Frontalansicht von „Klaus“ aus dem Jahr 1983 (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR).

Gelungen zwischen Abstraktion und Pop-Kultur bewegte sich Michel Majerus mit seiner fünfteiligen titellosen Gemäldeserie von 1996/2000 und den eingespielten 115.000 Euro (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Norbert Schwontkowski ließ 2004 vier Gitarrenhälse aus einem nun 20.000 Euro teuren hellen Farbnichts aufragen (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Jorinde Voigt heimste mit ihrer vierteiligen großformatigen Zeichnungsarbeit „ReWrite“ von 2008, die wellige Pfeilstrukturen und Kreissegmente mathematisch-geometrisch verbindet, die untere Schätzung von 80.000 Euro ein. Wolfgang Tillmans’ „Freischwimmer 21“ von 2004 mit einem filigranen fadenartigen Konstrukt in Rosatönen kam bei der Fotokunst auf hohe 300.000 Euro (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR). Für Thomas Ruffs vom klassischen Fotogramm inspirierte Abstraktion „ch.phg.03“ von 2013 gab es 40.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Vanitas-Skulptur

Mit 99.000 Euro akzeptierte die 1990 entstandene trashige Pappmachéplastik mit Damenhandschuh von Franz West die Preisgrenzen von 90.000 bis 120.000 Euro. Die unteren angepeilten 30.000 Euro genügten Rainer Fettings bemalter Bronze des Altkanzlers „Willy Brandt“ von 1996. Einen menschlichen Schädel schlug Stephan Balkenhol im Jahr 2002 aus Wawa-Holz. Die Vanitas-Motivik mit kantigen Bearbeitungsspuren fasziniert durch ihre Einfachheit und entlockte den Kunden 18.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). 2010 baute Thomas Kiesewetter aus Metall eine mehransichtige „Barriere“ zusammen und bemalte sie mit roter Acrylfarbe. Die Skulptur, der etwas Wesenhaftes innewohnt, kletterte von 5.000 Euro auf ebenfalls 18.000 Euro.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Grisebach

Fasanenstraße 25

DE-10719 Berlin

Telefon:+49 (030) 885 91 50

Telefax:+49 (030) 882 41 45

E-Mail: auktionen@grisebach.com



05.07.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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