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Zwei Kunstwerke für die Ostdeutsche Galerie

Milada Marešová, Wohltätigkeitsbasar, 1927

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg kann nun mit einer Fotografie Katharina Sieverdings und einem Gemälde Milada Marešovás aufwarten. Das großformatige Lichtbild „Deutschland wird deutscher“ von 1992 und das 1927 entstandene Bild „Wohltätigkeitsbasar“ der tschechischen Malerin erwarb das Deutsche Historische Museum Berlin und stellt sie dem Regensburger Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Den Erwerb ermöglichten Sondermittel des Deutschen Bundestages und die Unterstützung der Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Marešovás neusachliche Gesellschaftsstudie konnte im Herbst 2017 als temporäre Leihgabe aus tschechischem Privatbesitz für die neu konzipierte Schausammlung der Ostdeutschen Galerie gesichert werden. Auch Katharina Sieverdings Fotoarbeit war bereits als Leihgabe der Künstlerin Gast im Regensburger Museum. Die zwei Werke verdeutlichen die die Spannbreite der Sammlung, das sich der Kunst mit historischen, biografischen und inhaltlichen Zusammenhängen zu den ehemals deutsch geprägten Gebieten im östlichen Europa zuwendet.

Milada Marešovás „Wohltätigkeitsbasar“ bildet ein tschechisches Pendant der 1920er Jahre zur deutschen Strömung der Neuen Sachlichkeit. Im Rahmen der Schau „Messerscharf und detailverliebt“ wurde die Malerin 2015 erstmals in Regensburg vorgestellt. Umgeben von Werken deutscher Kollegen wie Otto Dix, Paul Kleinschmidt und Erich Drechsler präsentiert das Gemälde der 1901 in Prag geborenen Tschechin eine vielfigurige Szene einer eleganten Gesellschaft bei einem Wohltätigkeitsball. Diesen besuchte Marešová während ihres Aufenthaltes in Paris dank eines Stipendiums. In ihrem Bild fängt sie mit Detailreichtum und Ironie die teils extravagant gekleideten und teils gelangweilten Herrschaften ein, die vor allem für das Sehen und Gesehen werden kamen. „Stilistisch und motivisch sind Einflüsse von Otto Dix offensichtlich, dennoch entwickelte Marešová eine individuelle und unverwechselbare Handschrift“, so die Mitteilung des Museums. Derzeit ist die Ostdeutsche Galerie das einzige Museum in Deutschland, in dem die Künstlerin dauerhaft vertreten ist.

Milada Marešová war eine der ersten Frauen, die zum Studium an der Prager Akademie zugelassen wurde. 1922 führte sie eine Deutschlandexkursion nach Dresden und Berlin, wo sie unter anderem die Arbeiten von Max Beckmann, Otto Dix und Käthe Kollwitz sah. Die Künstlerin setzt sich mit der modernen Frau auseinander, ihrer Rolle in der Gesellschaft und sozialen Themen. Aufgrund ihres Einsatzes gegen die NS-Herrschaft wurde sie 1940 von der Gestapo verhaftet und 1942 zu zwölf Jahren Haft in Sachsen verurteilt. Nach Kriegsende entlassen, wirkte sie vor allem als Kinderbuchillustratorin. Anfang der 1960er Jahre kehrte sie zur Malerei zurück und starb 1987 in Prag.

Katharina Sieverding, 1944 in Prag geboren, war 1996 die erste Frau, die den Lovis Corinth-Preis erhielt. Ihre Fotografie „Deutschland wird immer deutscher“ von 1992 ist eine Antwort auf rechtsradikale Vorfälle nach dem Mauerfall 1989. Der Bildtitel bezieht sich auf einen Bericht zu diesen Ausschreitungen. Zudem nutzte die Künstlerin dieses Motto 1993 für eine Plakataktion in Berlin mit der Unterstützung von dem heutigen New Yorker Museumschef Klaus Biesenbach, der Museen in Berlin und der Hochschule für Bildende Kunst. Thema ist die Identitätsfindung einer wiedervereinigten Nation. Als Motiv nutzte Sieverding wie in vielen ihren Arbeiten sich selbst. Das Portrait fotografierte ihr Ehemann Klaus Mettig 1974 bei einer Messerwurfperformance.


02.08.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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