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Klaus Biesenbach geht nach Los Angeles

Klaus Biesenbach wird neuer Direktor des Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles. Der deutsche Kurator soll Nachfolger von Philippe Vergne werden, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Der Franzose verlässt im März 2019 das Museum. Das gab das MOCA bekannt. Damit wechselt Biesenbach von der Ost- an die Westküste der USA. In New York ist er seit 1996 als Kurator für das PS1 tätig, einer Kunsthalle in Stadtteil Queens, die 1999 an das Museum of Modern Art (MoMA) angegliedert wurde. Seit 2010 ist er Direktor des MoMA PS1 und Chief Curator at Large am Museum of Modern Art. Seine Karriere im Kunstbetrieb begann Biesenbach, der eigentlich Medizin studiert hat, in den frühen 1990er in Berlin, als er mit Kommilitonen die „Kunst-Werke“ gründete und rasch zu einem international beachteten Ausstellungshaus etablierte. 1996 rief er dann die Berlin Biennale ins Leben.

Der 1966 in Bergisch Gladbach geborene Biesenbach sei ein visionärer Museumslenker, teilte das MOCA mit. Er habe das MoMA PS1 in ein florierendes Ausstellungshaus verwandelt, sich für junge Künstler in New York und Umgebung stark gemacht und Programme entwickelt, die das PS1 zu einem Ort für zugkräftige, interdisziplinäre und aktuelle Kunstproduktion und -diskussion transformiert hätten. Damit habe er ein Publikum erreicht, das bisher nicht mit zeitgenössischer Kunst in Berührung gekommen war. Zudem konnte Biesenbach unter seiner Ägide das Budget für das MoMA PS1 verdoppeln.

Das Museum of Contemporary Art in Los Angeles wurde 1979 von Kunstsammlern gegründet und gehört seither zu den wichtigsten Institutionen für Gegenwartskunst in den USA. Seine mit rund 7.000 Objekten bestückte Sammlung konzentriert sich auf amerikanische und europäische Kunst seit den 1940er Jahren. Zudem pflegt das MOCA engen Kontakt zu Künstlern. So sitzen im Kuratorium des Museums viele Kunstschaffende, die auch an der Berufung Biesenbachs zum Direktor beteiligt waren, darunter Catherine Opie, Barbara Kruger, Mark Bradford oder Mark Grotjahn.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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