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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bei der Designauktion von Quittenbaum in München gaben die Kunden sich wählerisch: Vieles ließen sie links liegen, doch manchmal stritten sie sich um die Stücke

Funktional ist genial



Erich Dieckmann, Armlehnsessel „8239“, um 1931

Erich Dieckmann, Armlehnsessel „8239“, um 1931

Kommendes Jahr feiert das Bauhaus sein 100. Gründungsjubiläum. Dies mag einer der Gründe gewesen sein, weshalb das Interesse an Werken der Bauhaus-Epoche bei der vergangenen Designauktion von Quittenbaum in München so groß war. Den Auktionshöhepunkt in finanzieller Sicht markiert Erich Dieckmann mit seinem Armlehnsessel „8239“, den die Firma Cebaso in Ohrdruf bei Gotha etwa 1931 fertigte. Das zwar schon etwas lädierte, dafür aber originale Stahlrohrmöbel mit weit ausschwingenden Kufen und rostroter Eisengarnbespannung lenkte die Aufmerksamkeit eines deutschen Museums auf sich. Trotz regen Wettstreits konnte sich die öffentliche Einrichtung gegen weitere Bieter durchsetzen, musste aber mit einem Endpreis von 22.000 Euro mehr als das Dreifache der unteren Schätzung für den Sessel des Bauhaus-Schülers hinblättern.


6.000 Euro günstiger lag Eckart Muthesius’ kubusförmiger feuerroter Sessel. Der deutsche Architekt hatte ihn 1931 für den Palast des Maharadschas von Indore mit zwei Leuchten an den Ohrenbacken und eingebautem Aschenbecher samt Zigarettenfach in der Armlehne entworfen. Bei Quittenbaum stand er nur in einer auf 26 Exemplare limitierten Reedition der Vereinigten Werkstätten München von 1989 für 9.000 bis 14.000 Euro zum Verkauf. Aber nicht alles wollte am 26. und 27. Juni weg. Die Kunden zeigten ihre kalte Schulter etwa Wolfgang Tümpels dreiteiligem silbernem Kaffeeservice aus Kanne, Sahnegießer und Zuckerschale von 1927, das zwar prominent auf dem Katalogcover platziert, aber mit hohen 30.000 bis 40.000 Euro bewertet war, oder Ulrike Lienbachers schwarz-weißem Schminktisch „Psyche“ von 2010 aus geräuchertem Eichenholz und weißem Flechtmuster um den runden Spiegel (Taxe 15.000 bis 17.000 EUR). Die losbezogene Zuschlagsquote bewegte sich bei „Made in Germany“ um schlanke 41 Prozent und kletterte beim internationalen Designangebot auf durchschnittliche 50 Prozent.

Besteck, Nützliches und Dekoratives

Henry van de Veldes kontrolliert einfache Formensprache zeigt sich in den 21 Besteckteilen „Modell III“ von 1910/11. Graviert sind die sechs Kaffee-, Menü- sowie Sahnelöffel samt Dessertgabeln und Suppenkelle mit dem Besitzerwappen „HJ“. Bei 2.200 Euro verweilten sie innerhalb des Schätzpreises. Über ihren Rahmen von 1.000 bis 1.200 Euro hinaus sprang Peter Behrens’ einzelne Vorlagegabel für das „Haus Behrens“ von 1901 mit deutlich jugendstiligeren Anklängen bei 2.000 Euro. Beliebt waren die drei schlichten anthroposophischen Bilderrahmen der 1950er Jahre aus geschnitztem hellem Weichholz. Gemäß Rudolf Steiners Ideen meiden sie rechte Winkel. Hier engagierte sich Pariser Kunsthandel mit 2.100 Euro (Taxe 900 bis 1.200 EUR). Erfolg hatte zudem Steiners Lemniskatenkette von etwa 1927. Das siebenkantige silberne Amulett mit Amethyst hängt an einer Gliederkette in Schleifenform, häufig einer liegenden Acht. Die Ausführung von Bertha Meyer-Jacobs in Silber ging bei guten 3.600 Euro in eine öffentliche Sammlung (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR). Mit Gerhard Marcks trat dann wieder ein Bauhäusler an. Besitzerwünsche löste sein unglasierter Fayencekrug von 1923 aus. Der einzige Zierrat ist die braune stilisierte Malerei eines Vogels mit geöffneten Schwingen und die im selben Farbton gehaltene Umrandung des Henkels und der Öffnung. Der Krug wechselte für stattliche 5.200 Euro die Hände (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR).

Abstrakte Spiralen, Dreiecke, Punkte und Wellenlinien in Schwarz vor weißem Grund definieren einen Wandteppich nach Alexander Calder aus den 1960er Jahren. Das kuschelig aussehende Werk der Baseler Galerie Beyeler akzeptierte die untere Schätzgrenze von 8.000 Euro. Schüchtern verhielt sich das graue Radio-Phonogerät „Studio 1“. Hans Gugelot, Herbert Lindinger und Wilhelm Wagenfeld erdachten sich 1957 den grauen Kunststoffkorpus mit weiß lackierten Schaltern, der sich bereits mit 2.500 Euro zufriedengab (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Eher ungewöhnlich in seiner freien Form, die die Radioteile auf einem Stahlstab aufhängt, ist Daniel Weils „Muralla China“ von 1982. Das ungewöhnliche Stück konnte den Preis beinahe vervierfachen, als der Hammer bei 1.100 Euro zugunsten eines Spaniers fiel. Er engagierte sich ebenfalls bei Weils ein Jahr jüngerer, schlanker, bunter Radioskulptur „Four Boxes and one Radio“ in abstrahierter Menschengestalt wiederum mit 1.100 Euro (Taxe 350 bis 400 EUR).

Mit diversen Blumenmotiven schlugen sich Piero Fornasettis acht Zierteller „Fiori“ der 1960er Jahre einträglich bei 1.200 Euro (Taxe 700 bis 900 EUR). Regen Anteil nahm das Publikum an den weiteren zahlreichen verspielten Objekten des Italieners, darunter an seinem Eiskübel „Tralcio di vite“ und den sechs Tellern „Arcimboldesca“ für jeweils 1.100 Euro (Taxe je 600 bis 800 EUR), dem Schirmständer „Ombrelli“ zum oberen Schätzwert von 1.400 Euro oder dem Beistelltisch mit zentraler „Sole“ für 1.800 Euro (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR). Barnaba Fornasetti führte die Ideen seines Vaters weiter, etwa in den zwei runden Tischleuchten „Tema e Variazioni – Mani“ um 1995 für 950 Euro (Taxe 800 bis 1.100 EUR) oder in dem beleuchteten Spiegel „Fondo Marino“ für taxgerechte 600 Euro. Gut getarnt waren zwei Aschenbecher Walter Bosses um 1965. Das Messingset ist als „Igel“ mit Gluttöter gearbeitet. Die niedlichen Stacheltiere kugelten auf 300 Euro (Taxe 300 bis 350 EUR). Weniger dekorativ waren dann zwei Rennräder. Davon fand nur Pietro del Pos Zürcher Sportrad der 1970/80er Jahre für 900 Euro einen Abnehmer (Taxe 900 bis 1.200 EUR).

Glas und Licht

Das schlichte Dekor einer Linie mit sporadisch gesetzten Kreisen verziert die 68 Teile umfassenden Trinkgläserserie „Oberweimar“ von Wilhelm Wagenfeld aus dem Jahr 1935. Die Wasser-, Wein-, Sekt- und Likörgläser überquerten die Zielgerade bei 1.200 Euro (Taxe 700 bis 900 EUR). Einzig mit geometrischer Würfel- und Kubusform bestachen auch die 14 Stücke seines Glasgeschirrs von 1938 das Publikum bei finalen 2.200 Euro. Unbeachtet blieb dagegen Wagenfelds Deckenlampe mit drei weiß gestreiften Einzelleuchten „Diana“ um 1954 (Taxe je 1.800 bis 2.000 EUR). Fernöstlich angehaucht war Isamu Noguchis Stehleuchte „Akari 10a“ von 1955 mit kugeligem Schirm aus Maulbeerpapier, die 1.300 Euro errang (Taxe 600 bis 800 EUR). Für die beiden runden Tischleuchten „Fun 1TM“, an die Verner Panton 1964 seine typischen Muschelplättchen hing, reichte es dann zur unteren Taxe von 1.000 Euro, ebenso für die eleganten sechs Wandleuchten in Edelstahl und opakweißem Glas von Andrée Putman aus den 1970er Jahren zu 1.800 Euro.

Inspiriert von der exotischen Blume, schuf Angelo Lelli um 1950 seine Stehleuchte „Calla“. Aus einer Messingblechvase erheben sich die sieben Pflanzen mit goldenem Stiel, an dessen Ende die weiße Blüte mit Glühbirne sitzt. Bei der floralen Lampe achtete ein bayrischer Kunde genau auf den unteren Schätzpreis von 2.800 Euro. Gino Sarfattis Deckenleuchtentrio „sp 16“ von 1962 bezauberte mit seinen Luftblaseneinschlüssen in den runden Kugeln aus Murano-Glas zu 3.000 Euro (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Etwas zögerlich zeigte sich Paolo Veninis Deckenleuchte „Poliedrica“ um 1958 mit zahlreichen hängenden Glasrauten, die nur 2.240 Euro erwirtschaftete (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Das Anglo Metalarte zugeschriebene Tischleuchtenpaar mutierte dann wieder zum Publikumsliebling. Die Kunden rangen um den Besitz der beiden neoklassizistischen Obelisken aus den 1970er Jahren und verhalfen ihnen zu 2.100 Euro (Taxe 900 bis 1.200 EUR). Auch Martine Bedins farbenfrohe und lustige Autolampe „Super“ von 1981 raste zur doppelten Erwartung bei 1.200 Euro davon.

Möbel

Stark war der Auftritt von Richard Riemerschmid zu Beginn der Auktion „Made in Germany“. Fast alle seiner neunzehn Objekte gingen weg, darunter der große eichene Eckschrank aus einem Herrenzimmer von etwa 1902/03 in stiller Jugendstil-Eleganz für 3.000 Euro (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Aus denselben Dresdner Werkstätten kamen auch der rechteckig kantige Kleiderschrank der „Einrichtung III“ mit drei Türen aus hellem Lärchenholz von 1905 sowie die sechs Stühle derselben Serie mit grünem Bezug und einem abgerundeten Herz als Aussparung in der Lehne. Der Schrank erzielte 1.100 Euro (Taxe 800 bis 900 EUR), die Sitzmöglichkeiten 3.000 Euro (Taxe 2.500 bis 3.200 EUR). Für eine kleine, wieder etwas dunklere Eichenholzkommode aus dieser Zeit waren dann 1.500 Euro fällig (Taxe 700 bis 800 EUR), für acht Stühle der „Einrichtung II“ um 1906/07 mit drei Längssprossen als Lehne gar 5.400 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Doch es ging bei Riemerschmid auch preisgünstiger zu, etwa bei seinem schlichten Lärchenholzbett mit 400 Euro (Taxe 250 bis 300 EUR) oder dem kugelrunden Bowlengefäß aus Steinzeug mit blauem, stilisiert quirligem Blumendekor für 500 Euro (Taxe 400 bis 600 EUR).

Dann kam das funktionale Design des Bauhauses mit dem Tisch „B 10“ von Marcel Breuer aus dem Jahr 1927 an die Reihe. Vier Stahlrohrbeine, die als gelängte Us diagonal zu den Tischecken stehen, tragen die dunkle Tischplatte. Das zeitlose Stück heilt sich mit 1.400 Euro an die untere Schätzgrenze. Etwas höher hinaus ging es bei Breuers gemütlichem Armlehnsessel „B 35“ um 1928/29 mit 2.100 Euro (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). Mit leicht geschwungenen Füßen präsentierten sich Ludwig Mies van der Rohes dunkelbrauner Ledersessel und Hocker „Barcelona“ von 1929 in einer Ausführung der 1960/70er Jahre, die mit 2.500 Euro etwas unter den Erwartungen von mindestens 3.000 Euro in ein neues Heim wanderten. Keinen Käufer fand dagegen sein Freischwinger „MR 10“, der berühmte Weißenhof-Sessel, aus den frühen Produktionsjahren um 1927/30; allerdings war er auch mit 12.000 bis 18.000 Euro hoch veranschlagt. Als wichtiger Vertreter des Neuen Bauens in der Schweiz gilt der Architekt Max Ernst Haefeli, der auch als Designer hervortrat, etwa 1926 mit zwei unprätentiösen Hockern aus dunkelbraun gebeiztem Buchenholz und Korbgeflecht, die nun bei 1.250 Euro gesucht waren (Taxe 500 bis 700 EUR).

Günter Beltzigs ausdrucksstarkes Unikat seines Stuhl „Floris“ gehört als Prototyp zu einer Versuchsreihe der Reedition der Galerie Wolfgang F. Maurer in München aus dem Jahr 1990. Aus weißem fiberglasverstärktem Polyester entwickelt sich die Sitzfläche über drei konkaven Füßen, die sich zur Rückenlehne in vegetabiler Blattgestalt hochschlängeln. Das Einzelstück, das ursprünglich aus dem Jahr 1967 stammt, landete bei 4.000 Euro in der Schweiz (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Aus einem verchromten Stahlrohrgestell und einem weißen Kugelsegment mit rot-weißen poppigen Polsterauflagen entwickelte Eugen Schmidt um 1966 die zwei Sessel „Joker“. Die Sitzgelegenheiten wurden in diesem Jahr auf der Kölner Möbelmesse erworben und zogen nun für 3.600 Euro nach London um (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Sinn für Humor bewies Hermann Waldenburg 1984/85 in seinem durch rechte Winkel definierten „Schleudersitz“. Der schwarze Kunstlederstuhl wird von Aluminiumblech in Zickzackform getragen, zwei Sprungfedern dienen effektvoll als Vorderfüße. Diese Arbeit der zweiten Serie existiert laut Waldenburg nur in fünf bis sechs Stücken und sprang mit Hilfe einer New Yorker Galerie auf erwünschte 3.500 Euro.

Internationale Gestalter

Gut das Doppelte seiner Erwartung konnte Jindrich Halabalas seltener geometrischer Servierwagen der 1930er Jahre aus verchromtem Stahlrohr und roten Abstellflächen mit 5.200 Euro einspielen (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Untertourig fuhren seine beiden etwa gleichaltrigen Armlehnsessel „H 269“ aus schwarz lackiertem Buchenbugholzgestell und dicker Polsterung mit erneuertem graublauem Textilbezug bei 2.500 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Die freundlich-bunten Dreiecke in Gerrit Rietvelds und Bertjan Pots gemütlichem Armlehnsessel „Utrecht chair C 90“ von 1936/37 begnügten sich mit 2.000 Euro, obwohl diese Sonderedition 2016 nur in einer Auflage von 90 Stück erschien (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Jean Prouvés schwarzer Lederarmsessel „Visiteur“ von 1948 mit Bandstahl und Rollen an den Vorderbeinen punktete bei 4.200 Euro (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Die geschwungene Gestalt einer Brezel inspirierte George Nelson 1952 zu seinem „Pretzel chair“. Die zwei Nussholzstühle aus einer Produktion von Vitra zum 100. Geburtstag des Designers im Jahr 2008 blieben mit 2.900 Euro deutlich unter ihrem Wunschwert von mindestens 3.800 Euro. Etwas geringer fiel der Abschlag bei Pierre Paulins eckigem Schreibtisch um 1950 aus schwarzem Vierkantmetallroh, Holzkasten mit Eschenfurnier und Resopalplatte bei 1.400 Euro aus (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR).

In das Jahr 1949 datiert Carlo Mollinos Schreibtisch „Cavour“. Die luftig leichte Konstruktion aus Eichenholz trägt eine lange Glasplatte als Schreibunterlage sowie einen Kasten mit zehn Schubladen. Hierfür wurden 2.000 Euro bewilligt (Taxe 2.800 bis 3.200 EUR). Zur Erleichterung der Ordnung stand Osvaldo Borsanis Regalsystem „E 22“ von 1957 zum Verkauf. An Aluminiumschienen hat der Italiener die vierteilige Holzkastenkonstruktion mit Nussfurnier aufgehängt, über denen sich noch zwei Regalreihen erheben. Hinzu kommt Arnaldo Pomodoros abstraktes Bronzerelief als Verzierung des oberen Kastens. Das dunkel gebeizte Möbel emigrierte für 9.500 Euro von Italien nach Paris (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR). Eine gute Figur machten gleichfalls die beiden dunkelbraunen Ledersessel und der Ottoman „FK 85“ von Preben Fabricius und Jørgen Kastholm aus der Zeit um 1968 mit 2.600 EUR (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR), während ihre beiden Bürostühle „FK 6725“ mit hoher Lehne von 1964 bei 3.000 bis 4.000 Euro liegenblieben, ebenso wie Pierre Vandels „Vertebrae chair“ aus wulstigen braunen Stoffelementen in Aluminiumhalterung von 1972 bei 7.000 bis 9.000 Euro.

Sinn für Humor und Extravaganz bewies Mark Brazier-Jones 1987 in seinem „Wingback Chair“. Der Stuhl nutzt eine Pfeilspitze und Klauenfüße als Standbeine und über dem rot bespannten Sitz einen bronzenen Flügel samt mittigem Auge als Lehne. Dieses siebte Exemplar aus einer 50er Auflage erwarb ein Münchner Sammler für 3.800 Euro (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Brazier-Jones entwarf 1989 die vier Stühle „Whaletail“ aus Aluminiumguss mit roter und blauer Sitzfläche. Für die ebenfalls auf drei Beinen stehenden Möbel erdachte er sich als Lehne eine stilisierte Walfischflosse. Die Stühle akzeptierten mit 2.800 Euro ihre Preisangaben. Markant waren auch zwei lederne Klappstühle der 1960er Jahre in braun geprägtem Leder mit aztekisch anmutenden Figuren. Ihr Schöpfer ist der Ecuadorianer Angel Pazmino, der mit ihnen bei den erwünschten 700 Euro avancierte. Hoffnung auf die Erfrischung des Meeres mag Fernando und Humberto Campanas amüsanter Sessel „Anemone“ von 2001 gemacht haben. Analog dem Meereslebewesen haben die Designerbrüder rosafarbene Schläuche in lockerem Geflecht um ein Stahlrohgestell gelegt. Die luftige Arbeit wechselte für taxkonforme 2.200 Euro den Besitzer.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



28.08.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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26.06.2018, Made in Germany - Design

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Quittenbaum Kunstauktionen

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Richard Riemerschmid, Kleiderschrank „Einrichtung III“, 1905
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Richard Riemerschmid, Kleiderschrank „Einrichtung III“, 1905

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Daniel Weil, Radioskulptur „Four Boxes and one Radio“, 1983

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Mark Brazier-Jones, Stuhl „Wingback Chair“, 1987

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Peter Behrens, Vorlagegabel „Haus Behrens“, 1901

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Taxe: 1.000 - 1.200 EURO

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Max Ernst Haefeli, Zwei Hocker „294“, 1926

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Jindrich Halabala, Servierwagen, 1930 Jahre

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