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Archäologie und Migration in Berlin

Merowingerzeitliche Goldscheibenfibel, 7. Jahrhundert n. Chr.

Die Ausstellung „Bewegte Zeiten“ im Berliner Martin-Gropius-Bau setzt sich ab heute mit archäologischen Funden der letzten 20 Jahre in Deutschland auseinander und zeigt mit ihnen den kulturellen Transfer über Grenzen hinweg. Die mehr als 1.000 Exponate der Schau, die vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Verband der Landesarchäologen entwickelt wurde, stammen aus allen Bundesländern. Die Funde selbst ziehen sich mit über 200.000 Jahren von der Altsteinzeit bis in das 20. Jahrhundert. Die in die vier Abschnitte „Mobilität“, „Austausch“, „Konflikt“ und „Innovation“ gegliederte Ausstellung setzt sich mit der Bewegung von Menschen, Dingen und Ideen auseinander, die auf überregionaler Interaktion, auf persönlicher, wirtschaftlicher und kultureller Ebene erfahrbar werden. Damit bezieht sich die Schau auch auf das Motto „sharing heritage“ des Europäischen Kulturerbejahres 2018. Einen Höhepunkt der Exponate bildet ein Überrest der römischen Hafenmauer aus Köln mit einer 3,5 Meter hohen Spundwand aus etwa 2000 Jahre alten Eichenbohlen.

Eine Grundkonstante sind die ähnlichen Erfahrungen in der Lebenswelt der Menschen: Bewegung und Veränderung waren in unterschiedlicher Intensität zu allen Zeiten präsent und sind nicht einzig seit der Globalisierung zu beobachten. Der Mensch bewegte sich allein oder in großen Gruppen aus diversen Gründen. So formten etwa vier große Migrationsereignisse des Neolithikums den Genpool der Europäer. Der jungsteinzeitliche Ritualort im pfälzischen Herxheim zog zu Beginn des 5. Jahrtausends vor Christus Menschen aus bis zu 400 Kilometer Entfernung für ein rätselhaftes Opferritual an. Der Komplex der Konflikte und Kriege charakterisiert Europa bis in die Gegenwart. Die früheste belegbare Auseinandersetzung in der Geschichte Europas bildet die Schlacht an der Tollense um 1300 vor Christus. Auf geistiger Ebene zeigen sich Konflikte etwa im Sinne eines Bildersturmes mit der Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ von 1937. In Berlin wurden 16 Skulpturen gefunden, die Teil der Schau und in einer Wohnung eingelagert waren, die 1944 durch Bombardierung zerstört wurde.

Das Feld des Austausches dominieren Waren. Hier geht es sowohl um Rohstoffgewinnung, Distribution und Handel, wie auch um die daraus resultierenden gesellschaftlichen und städtebaulichen Veränderungen. Zu sehen ist etwa der Goldhort von Gessel mit 82 normierten Goldspiralen. Er verdeutlicht, dass bereits vor 4.000 Jahren überregionale Handelsgrößen existierten. In Lübeck entstanden im 12. Jahrhundert standardisierte und auf Kaufleute zugerichtete Häuser mit Holzkeller. Der letzte Teil widmet sich der Innovation im technischen wie auch geistig-ideellen Sinn. Neben figürlicher Kunst mit der ungefähr 35.000 Jahre alten Venus vom Hohle Fels ist unter anderem auch die weltweit älteste bekannte Darstellung des Kosmos mit der Himmelsscheibe von Nebra zu sehen. Hinzu kommen 3.000 Jahre alte Goldhüte aus Deutschland und Frankreich, die mit kalendarischen Symbolen verziert sind.

Die Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ läuft vom 21. September bis zum 6. Januar 2019. Der Martin-Gropius-Bau hat täglich außer dienstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend und zu Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro; bis 16 Jahre ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Gropiusbau 30 Euro.

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
D-10963 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 254 86 236
Telefax: +49 (0)30 – 254 86 235

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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