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Spoerris Puppenkästen in der Konstanzer Galerie Geiger

Beschädigte, ausrangierte Puppenköpfchen und Fragmente von Porzellanfiguren können nun dank Daniel Spoerri in einem zweiten Leben ihr eigenes kleines Reich bevölkern. Vor bunten Stoffen arrangiert, überspielen die vom Künstler auf Flohmärkten herausgefischten Artefakte ihren fragilen Gesamtzustand. Doch Zangen, Plastikskelette, Knochen oder Totenschädel durchbrechen die Idylle herziger Puppenwelten als Verweis auf die Vergänglichkeit. Es stellt sich die Frage, was bleibt. Die Galerie Geiger in Konstanz präsentiert nun erstmals Spoerris kürzlich entstandene Werkgruppe der „Puppenkästen“ in Deutschland. Ausgezeichnet sind die heimelig-unheimlichen Welten mit je 8.500 Euro und bilden den unteren Einstiegspreis der bis auf 65.000 Euro ansteigenden Werteskala. Mit 34 Exponaten hat Stephan Geiger die bislang größte Galerieschau des in Wien lebenden Meisters der Objektkunst zusammengetragen.

Der 1930 in Rumänien geborene und in Zürich aufgewachsene Daniel Spoerri absolvierte eine Ausbildung als klassischer Tänzer und arbeitete danach zeitweise auch als Regisseur, bevor er 1959 in Paris erste Multiples schuf. Hier stieg er zum Pionier des Nouveau Réalisme auf, einer neuen Kunstrichtung, die unter Zuhilfenahme von Alltagsgegenständen die Realität in die Kunstwelt holte. Die aus banalen Gegenständen geformten Arbeiten Spoerris zogen neben Kritik, Spott und Häme auch Staunen und Interesse auf sich. Bis in die Gegenwart ist der Umgang mit vorgefundenen Situationen und Materialien zentrales Thema seines Schaffens. Spoerris „Einfrierungen des Augenblicks“ besitzen gerade heute als Reaktion auf eine ruhelose Dynamisierung des Alltags Relevanz.

Die Ausstellung zeigt zudem Stücke der Serie von Assemblagen aus Küchengeräten, die ab 2013 entstand. Unter dem Titel „Der Tod betrifft uns nicht“ nutzt Daniel Spoerri unter anderem ausrangierte Waschbretter als Bildträger, teils kombiniert mit Totenschädel und aus den Augenhöhlen herausragenden Phalli als bissigem Verweis auf das Mühsal der Waschweiber und als Kommentar zum alten Geschlechterverständnis. Die schnelllebig gewordene Konsumgesellschaft rückt Spoerri in seinen Assemblagen abgenutzter Teddybären in den Fokus, die keiner sammelwürdigen Markenproduktion entstammen. Im Gegensatz zur hochglänzenden Kunst werfen sie während ihres zweiten Lebens in der Kunstwelt die Frage auf: „Was bleibt?“. Schnörkellos direkt und klar verfolgt der Künstler seine spezifische Sprache der materiell verdichteten Anekdote und erzählt Geschichten, authentisch, assoziativ, augenzwinkernd, zugleich aber auch kritisch und bitterernst.

Die Ausstellung „Daniel Spoerri – every, day, life“ ist noch bis zum 13. Oktober zu sehen. Die Galerie Geiger hat dienstags bis freitags von 13:30 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der in der Galerie 20 Euro kostet.

Galerie Geiger
Fischmarkt 5a
D-78462 Konstanz

Telefon: + 49 (0)7531 – 917 531
Telefax: + 49 (0)7531 – 943 351

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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