Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 08.12.2018 58. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jh.

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Mel Ramos gestorben

Mel Ramos in seinem Studio in San Francisco

Mel Ramos ist tot. Der US-amerikanische Künstler, der zu den Pionieren der Pop Art zählt, starb am vergangenen Sonntag in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Er wurde 83 Jahre alt. Bekannt ist er für seine Beautyqueens, die sich auf seinen Gemälden, Grafiken und Skulpturen zusammen mit Dingen des Alltags oder Tieren räkeln. Ramos kam am 24. Juli 1935 im kalifornischen Sacramento als Sohn portugiesischer Einwanderer zur Welt. Dort und in San Jose besuchte er ab Mitte der 1950er Jahre das College, studierte Kunst etwa bei Wayne Thiebaud und setzte sich schon früh vom vorherrschenden Abstrakten Expressionismus ab.

Ähnlich wie sein New Yorker Kollege Andy Warhol begann Ramos seine Karriere zum Beginn der 1960er Jahre zunächst als Gebrauchsgrafiker. Hier beschäftigte er sich mit den Alltagsmythen seiner Zeit – mit Figuren aus Comic-Strips und den synthetischen Träumen der Werbewelt. Seit 1963 entwickelte er eine Vorliebe für die gängigen erotischen Fantasien über Frauen, angefangen bei Cartoon-Superheldinnen, über Dominas bis zu Pin-up Girls. Dafür griff Ramos auf das populäre Bildmaterial der Comics, der Werbespots und der Sexmagazine zurück. Mit diesen Werken nahm er schon 1963 an der wichtigen Ausstellung „Pop! Goes the Easel“ im Contemporary Art Museum in Houston teil. 1966 folgte dann die Schau „11 Pop Artists“, die durch die USA tourte, ein Jahr später eine Personale im San Francisco Museum of Art.

In Ramos’ Konsumgüterbildern in knalligen Farben posieren die nackten Schönheiten mit bekannten Markenartikeln. Die Frau wird zur Ware oder Warendekoration degradiert und ist zum genauso schnellen Verzehr gedacht, wie Ketchup, Coca-Cola oder eine Zigarre. Mel Ramos drapierte seine Pin-up Girls in vulgär-vitaler Pose auf gemalten Warenartikeln und parodierte damit die Werbemasche, die die Kauflust mit sexuellen Signalen nach dem Motto „Sex Sells“ schürt. Daneben schuf er Bilder von verherrlichten Comic-Helden oder von nackten Frauen, die sexuell doppeldeutig mit Tieren interagieren.

Kritik für seine expliziten Frauendarstellungen erhielt Mel Ramos schon in den 1960er Jahren von konservativer, später auch von feministischer Seite, die darin nur die Fantasie von Männern sahen. Dabei „verarbeitete“ Mel Ramos seine Frauengestalten in so unmöglichen Posen, etwa liegend in einem Martini-Glas oder reitend auf einer überdimensionalen Zigarre, dass der ironische Kommentar auf Waren- und Werbewelt nicht zu übersehen ist. In den 1980er und 1990er Jahren kamen seine Weibsbilder etwas in die Jahre; Mel Ramos wiederholte sich, fand keine neuen Inhalte, und die Kunstwelt verabschiedete sich von ihm. Erst in den letzten zehn Jahren entdeckten die Museen seine Kunst wieder und präsentierten ihn etwa in der Kunsthalle Tübingen, in der Albertina in Wien oder dem Ludwig Museum in Koblenz.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Variabilder:

Mel Ramos in seinem Studio in San Francisco
Mel Ramos in seinem Studio in San Francisco

Variabilder:

Mel
 Ramos, Chiquita, 2007
Mel Ramos, Chiquita, 2007

Künstler:


Mel Ramos








News von heute

Bilder von hinten in Berlin

Bilder von hinten in Berlin

Münter-Gemälde für das Museum Ludwig

Münter-Gemälde für das Museum Ludwig

Modersohn-Becker Preis für Nezaket Ekici

Modersohn-Becker Preis für Nezaket Ekici

News vom 20.11.2018

Henri Edmond Cross: Farbe und Licht im Barberini

Henri Edmond Cross: Farbe und Licht im Barberini

Küppersmühle würdigt Emil Schumacher

Küppersmühle würdigt Emil Schumacher

News vom 19.11.2018

Rückgabe von Stern-Beutekunst

Rückgabe von Stern-Beutekunst

Ökonomie und Kunst in Mannheim

Ökonomie und Kunst in Mannheim

Otto Mauer-Preis für Anna Witt

Otto Mauer-Preis für Anna Witt

Delia Jürgens in Hannover

Delia Jürgens in Hannover

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Van Ham Kunstauktionen - Rudolf Hentschel, 88 Teile aus dem „Flügelmuster-Service“, Meissen 1901

Meissen muss es sein
Van Ham Kunstauktionen

Van Ham Kunstauktionen - Cartier, Diamant-Smaragd-Armspange

Im Bann des Panthers
Van Ham Kunstauktionen

Kunsthaus Lempertz - Bedeutende Vase mit der Schlacht von Vitoria, Berlin KPM, um 1817

Twinight Collection I erzielt sensationelles Ergebnis
Kunsthaus Lempertz

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf - BEDEUTENDE MONUMENTALE, SIGNIERTE UND DATIERTE IKONE MIT DER GOTTESMUTTER VON WLADIMIR (WLADIMIRSKAJA)

Nachbericht: 89. Auktion - GRIECHISCH-RUSSISCHER TRIUMPH
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Galerie Frank Fluegel - XOOOOX | Skimmer Edition

XOOOOX - neue Edition Skimmer erschienen.
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - Horst Antes Figur 1000

Horst Antes - Figur 1000
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash - Banksy Thrower.

neue Mr. Brainwsh Arbeiten eingetroffen. Unikate direkt aus den USA,
Galerie Frank Fluegel

Alex Katz im Museum Brandhorst | GALERIE FRANK FLUEGEL
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce