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George Grosz in Berlin

George Grosz, Brillantenschieber (Tatlinischer Planriss: Brillantenschieber im Café Kaiserhof), 1920

Das Berliner Bröhan-Museum zeigt ab heute die Schau „George Grosz in Berlin“. Rund 25 Jahre nach der letzten Retrospektive dieses Künstlers in der deutschen Hauptstadt bietet die jetzige Ausstellung mit über 200 Werken die Möglichkeit, Grosz’ künstlerische Entwicklung in seiner inhaltlichen wie stilistischen Vielfalt nachzuvollziehen. Außerdem ist sie Teil des Themenwinters „100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19“ und geht deshalb auch gezielt Fragen wie „Was darf Kunst bzw. Satire?“, „Was ist politische Kunst?“ oder „Ist Grosz zeitlebens ein politischer Künstler?“ nach.

Der 1893 geborene Maler und Grafiker Grosz gilt als einer der bedeutenden politisch-satirischen Künstler der Weimarer Republik, nicht zuletzt weil er insgesamt dreimal wegen Beleidigung der Reichswehr, Angriffs auf die öffentliche Moral und Gotteslästerung angeklagt wurde. Seine in den 1920er Jahren in Berlin entstandenen Arbeiten sind ein Spiegel der politischen und gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Häufiges Motiv ist die Großstadt, vor allem auch ihre dunklen und gewalttätigen Seiten. Ein weiteres Sujet bilden Klassengegensätze, die gerne in kritischen Äußerungen über Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus münden. Zentrales Thema ist außerdem der Krieg und seine zerstörerischen Auswirkungen auf den Einzelnen wie auch die Gesellschaft. Unter anderem in den 17 Lithografien der Mappe „Hintergrund“, veröffentlicht 1928, kulminieren all diese Themen zu einer umfassenden Anklage an den Staat und die Nation.

1933 siedelte George Grosz in die Vereinigten Staaten über. Auch dort ließen ihn die politischen Ereignisse, die von Berlin unter nationalsozialistischer Herrschaft ausgingen, nicht los. Auch wenn er nach wie vor als Zeichner und Illustrator für Zeitschriften wie die Vanity Fair arbeitete, finden diese Geschehnisse in Europa nun vermehrt Eingang in düstere, apokalyptisch anmutende Ölgemälde wie etwa „Cain or Hitler in Hell“ von 1944. Die Kuratoren Tobias Hoffmann, Inga Remmers und Ralph Jentsch ergänzen diese Eindrücke aus dem amerikanischen Exil mit selten gezeigten Fotografien Grosz’ und erweitern so den bisher bekannten Blick auf das Spätwerk des Künstlers.

Die Ausstellung „George Grosz in Berlin“ läuft vom 18. Oktober bis zum 6. Januar 2019. Das Bröhan-Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; jeden ersten Mittwoch im Monat ist er frei. Der begleitende Katalog ist für 22 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Bröhan-Museum
Schlossstraße 1a
D-14059 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 326 906 00
Telefax: +49 (0)30 – 326 906 26

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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18.10.2018, George Grosz in Berlin

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Bröhan-Museum

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George Grosz,
 Brillantenschieber (Tatlinischer Planriss: Brillantenschieber im Café Kaiserhof), 1920
George Grosz, Brillantenschieber (Tatlinischer Planriss: Brillantenschieber im Café Kaiserhof), 1920

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George Grosz, Illustrierter Brief an Peter und Martin, 1933
George Grosz, Illustrierter Brief an Peter und Martin, 1933

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George Grosz, Blatt 2 der Mappe „Hintergrund“, 1927/28
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George Grosz, Cain or Hitler in Hell, 1944
George Grosz, Cain or Hitler in Hell, 1944

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George Grosz, Myself and New York, 1957
George Grosz, Myself and New York, 1957

Variabilder:

George Grosz auf dem Kurfürstendamm in Berlin, wenige Wochen vor
 seinem Tod, 1959
George Grosz auf dem Kurfürstendamm in Berlin, wenige Wochen vor seinem Tod, 1959

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George Grosz








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