Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 01.12.2018 Kunstauktion Dezember 2018

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Wilhelm Laage in Reutlingen

Wilhelm Laage, Sommers Abschied von der Heide, 1908

Das Spendhaus in Reutlingen hat den 150. Geburtstag von Wilhelm Laage zum Anlass für seine aktuelle Ausstellung genommen. In der Retrospektive „… seine Zeit wird kommen“ sind der umfangreiche Sammlungsbestand des Hauses sowie zahlreiche Leihgaben des an 16. Mai 1868 geborenen Malers und Holzschneiders zu sehen. Laage ist besonders bekannt für seine zwischen den 1890er und 1920er Jahren geschaffenen, expressionistischen Holzschnitte. Er gilt als einer der ersten deutschen Künstler, der das Hochdruckverfahren nicht als bloßes Reproduktionsmittel angesehen, sondern dessen künstlerischen Wert wiederbelebt hat.

Ab 1898 kreierte Laage parallel zu Edvard Munch ausdrucksstarke kraftvolle Werke, wobei der Druckträger Holz sich als ideal herausstellte. Die Holzmaserung der Platte und aufgerissenen, rauen Strukturen verliehen der Darstellung zusätzliche Spannung. Diese Technik eigneten sich später auch die Künstler der Brücke an. „Der Dorfbrand“ ist beispielhaft für die symbolisch aufgeladenen Szenen in Laages Frühwerk. Der 1898 entstandene Holzschnitt zeigt wirbelnde Fratzen mit aufgerissenen Augen und spitzen Zähnen. Aufgebauscht schweben sie in der Luft und spucken ihre Feuerstrahlen auf die Bevölkerung nieder. Abgeschuftet und geplagt kämpfen die Arbeiter gegen die lodernden Flammen an, um das kaum mehr sichtbare Dorf vom Brand zu retten. Die Personifizierung der Flammen, die alles verschlingen, vermittelt dem Betrachter ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Wilhelm Laage experimentierte auch mit anderen Darstellungsformen. Sein „Steg am Meer“ von 1901 erinnert an einen japanischen Holzschnitt. Im Querformat und in Farbe ausgeführt, stehen auf einer Brücke oberhalb des Meeres kleine Figürchen. Ihre Angelleinen halten sie ins Wasser, über ihnen fliegen zwei Möwen. Während Laage das Meer im Vordergrund plastisch und detailliert ausgearbeitet hat, verschmilzt es im Hintergrund mit dem Himmel zu einer einheitlichen blauen Fläche, was typisch für den japanischen Holzschnitt ist. Nur durch ein Schiff, das sich vom Steg entfernt, kann man den Horizont erahnen.

Wilhelm Laage, geboren in Stellingen bei Hamburg als Sohn eines Friedhofgärtners, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Beharrlichkeit und Förderer ermöglichten den Besuch der Gewerbeschule in Hamburg während der frühen 1890er Jahre. Anschließend studierte er von 1893 bis 1899 an der Kunstakademie in Karlsruhe unter anderem bei Leopold von Kalckreuth, danach in Stuttgart an der Königlichen Kunsthochschule. 1900 lebte Laage für ein Jahr in Paris, wo ihn die Werke Vincent van Goghs prägten, die er in einer Ausstellung in der Galerie Bernheim sah. Nach seiner Rückkehr heiratete er seine Kommilitonin, die Reutlinger Fabrikantentochter Hedwig Kurtz. 1907 zog das Paar zog nach Betzingen bei Reutlingen. Wilhelm Laage stellte gemeinsam mit Wassily Kandinsky in der ersten Grafik-Ausstellung der Künstlergruppe Brücke 1906 in Dresden aus. 1914 erhielt er den Villa Romana-Preis und die Staatsmedaille auf der Internationalen Graphik-Ausstellung in Leipzig. Ab 1924 fokussierte er sich aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nur noch auf die Malerei. Sechs Jahre später starb Laage bei den Vorbereitungen einer Ausstellung in Ulm.

Die Ausstellung „… seine Zeit wird kommen – Wilhelm Laage. Retrospektive“ läuft bis zum 6. Januar 2019. Das Spendhaus hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr sowie sonn- und feiertags bis 18 Uhr geöffnet. An Heiligabend und Silvester bleibt das Haus geschlossen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 200 Farbabbildungen für 28 Euro.

Kunstmuseum Reutlingen – Spendhaus
Spendhausstraße 4
D-72764 Reutlingen

Telefon: +49 (0)7121 – 303 23 22
Telefax: +49 (0)7121 – 303 27 06


29.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


27.10.2018, „ … seine Zeit wird kommen“ - Wilhelm Laage zum 150. Geburtstag

Bei:


Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen

Variabilder:

Wilhelm Laage, Sommers Abschied von der Heide, 1908
Wilhelm Laage, Sommers Abschied von der Heide, 1908

Variabilder:

Wilhelm Laage, Dorfbrand, 1898
Wilhelm Laage, Dorfbrand, 1898

Variabilder:

Wilhelm Laage, Steg am Meer, 1901
Wilhelm Laage, Steg am Meer, 1901

Künstler:

Wilhelm Laage








News vom 14.11.2018

Nicole Eisenman in Baden-Baden

Nicole Eisenman in Baden-Baden

Zweifache Würdigung für Aachener Ludwig Forum

Zweifache Würdigung für Aachener Ludwig Forum

Dänischer Silberschmuck in Berlin

Dänischer Silberschmuck in Berlin

Gerhard-Altenbourg-Preis für Herman de Vries

Gerhard-Altenbourg-Preis für Herman de Vries

News vom 13.11.2018

Paul Citroen in Bad Frankenhausen

Paul Citroen in Bad Frankenhausen

Das Chambre Privée eines Sammlers in Aachen

Das Chambre Privée eines Sammlers in Aachen

Der Schrank von Ramon Haze in Mönchengladbach

Der Schrank von Ramon Haze in Mönchengladbach

Platschek-Preis für Monica Bonvicini

Platschek-Preis für Monica Bonvicini

Emil Noldes Begonien wieder in Erfurt

Emil Noldes Begonien wieder in Erfurt

News vom 12.11.2018

Lindenau-Museum Altenburg: Sanierung kann kommen

Lindenau-Museum Altenburg: Sanierung kann kommen

Sondra Perry gewinnt Nam June Paik Award

Sondra Perry gewinnt Nam June Paik Award

200.000 neue Objekte für Archiv der Avantgarden

200.000 neue Objekte für Archiv der Avantgarden

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthaus Lempertz - Ein Paar bedeutender belgischer Renaissance-Kirchenfenster mit dem Hl. Sulpicius und dem Hl. Dionysius

Exzellente Offerte von der Gotik bis ins 20. Jahrhundert
Kunsthaus Lempertz

Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co. - Unser Katalog zur 78. Auktion

78. Auktion - Kunst & Antiquitäten
Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co.

Auktion "Kunst und Antiquitäten" am 1. Dezember 2018
Auktionshaus Stahl

Van Ham Kunstauktionen - Clemens Dahmen, Peridot-Collier, um 1830/40

Hochkarätiger Herbst
Van Ham Kunstauktionen

Kunsthaus Lempertz - Meister des Siefersheimer Altars Umkreis, Sechs Apostel, um 1400

Hochwertige Offerte
Kunsthaus Lempertz

Kunsthaus Lempertz - William Fowle, Charles II-Tazza, 1671

Schätze aus einer niedersächsischen Privatsammlung
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce