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Küppersmühle würdigt Emil Schumacher

Emil Schumacher war ein explosiver Maler. Mit seinem Anspruch, den Mief der Vergangenheit freizuschlagen, hat er den heutigen Begriff der Freiheit von Kunst und Wissenschaft mitgestaltet. Deswegen ist Schumacher immer wieder aktuell, in Zeiten fortschreitender Korrosion der Demokratie mehr denn je.“ Gemäß dieser Einschätzung seines Direktors Walter Smerling zeigt nun das Duisburger Museum Küppersmühle eine Retrospektive dieses wichtigen Künstlers deutscher Nachkriegsabstraktion unter dem Titel „Emil Schumacher. Inspiration und Widerstand“.

Die von Eva Müller-Remmert kuratierte Schau versammelt 82 Werke aus fünf Schaffensjahrzehnten. Die beiden ältesten Gemälde, der „Küchenherd“ und das „Strandbild“, datieren ins Jahr 1950 und sind nicht ohne soziologische und sinnliche Aufladungen noch figurativ ausgerichtet. Die zeitlich sowie zugleich thematisch angelegte Abfolge der Bilder verdeutlicht im weiteren Verlauf der Ausstellung, wie rasch Schumacher in die Ungegenständlichkeit wechselte. Das jüngste Bild „Tampon“ stammt aus seinem Todesjahr 1999. Im selben Jahr schuf er eine Gemäldeserie für einen Sitzungssaal im neu gestalteten Berliner Reichstagsgebäude, die der 1912 in Hagen geborene Künstler noch kurz vor seinem Tod am 4. Oktober auf Ibiza enthüllen konnte.

Die umfangreiche Duisburger Präsentation gliedert sich in acht Abschnitte. Nach frühen Bildern und Tastobjekten schlägt Müller-Remmert den Bogen zu großformatigen Linien und Krümmungen in den 1960er Jahren und dann zu den Documenta-Bildern. Nach den Hammer- und Stein-Bildern aus den 1970er Jahren und von ausgeprägter Oberflächenhaptik geprägten Werken aus dem Folgejahrzehnt mündet die Zusammenstellung in die Metallbilder und ausgewählte Gouachen. Als kontinuierliche Charakteristika durchziehen große Formate mit pastosem Farbauftrag die Serien. Hinzu kommt die Verwendung von Fundgegenständen wie Holz, Steinen, Nägeln, Asphalt oder Sisal. Diese Materialien erweitern den assoziativen Zugang und verleihen den Gemälden eine besondere physische Präsenz.

Emil Schumacher löst Farben und Formen vom Motiv. Mit Schrunden und Verletzungen des Grundes betont er das Vordringen der Malerei in die dritte Dimension. Der Bildträger ist für Schumacher keine Kompositionsfläche mehr, sondern ein Aktionsraum, den der teilweise mit Werkzeugen zerfurcht. Daher rührt die urwüchsige, an archaische Naturlandschaften und -gewalten erinnernde Ausstrahlung vieler Werke. Schumacher verstand die wuchtige Präsenz seiner Arbeiten als Ergebnis eines Kräftemessens mit dem Material. Für den Betrachter bleibt somit der aus dem Künstlerwesen und dem materiellen Widerstand erwachsene Entstehungsprozess nachvollziehbar.

Die Ausstellung „Emil Schumacher. Inspiration und Widerstand“ ist bis zum 10. März 2019 zu sehen. Das Museum Küppersmühle hat mittwochs von 14 bis 18 Uhr, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet an der Museumskasse für 25 Euro.

Museum Küppersmühle
Philosophenweg 55
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203 – 30 19 48 11
Telefax: +49 (0)203 – 30 19 48 21

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Emil Schumacher








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