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Gericht entscheidet über Immendorff-Affen

Das Landgericht Düsseldorf hat am Dienstag den Streit um den Besitz von 70 Affenskulpturen der ehemaligen Kunstberaterfirma Helge Achenbach entschieden. Der Insolvenzverwalter muss den Auktionserlös der Tierskulpturen des 2007 verstorbenen Jörg Immendorffs in Höhe von 1,6 Millionen Euro an die Züricher Galerie St. Gilles auszahlen. Die Kunstwerke waren zu Unrecht Teil der Insolvenzmasse Helge Achenbachs, die 2015 in Köln versteigert wurde. Laut Gericht gehörten die Bronzeskulpturen der Schweizer Galerie, Achenbach sollte sie auf Kommission verkaufen, war jedoch nicht der Eigentümer.

In der Begründung bezog sich das Gericht auf die Lizenz der Zürcher Galerie, die die Affenskulpturen im Auftrag Immendorffs gießen ließ. Die Schweizer konnten dies mit Verträgen der Jahre 2003 und 2007 nachweisen. Der Wuppertaler Insolvenzverwalter Marc d’Avoine, der sich bisher weigerte, die Galerie auszuzahlen, forderte einen Eigentumsnachweis. Zudem legte er Rechnungen vor, die aufzeigen sollten, dass Achenbach einige der Affen verkauft habe. Das Gericht erklärte, dass es sich dabei aber nur um Scheinrechnungen für das Finanzamt handelt, da sie in der Jahresbilanz der Kunstberatung Achenbach nie aufgenommen wurden.

Wegen Betrugs war Helge Achenbach 2015 vom Landgericht Essen zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Anfang Juni 2018 wurde er vorzeitig zur Bewährung aus der Haft entlassen. Infolge des Skandals gingen seine Firmen insolvent. Sein Bestand an Kunstobjekten wurde im Zuge des Insolvenzverfahrens bei dem Auktionshaus Van Ham in Köln für insgesamt 11,65 Millionen Euro versteigert – weit unter Wert, wie Achenbach meint.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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