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Susan Hiller gestorben

Die US-amerikanische Künstlerin Susan Hiller ist tot. Sie starb am vergangenen Montag im Alter von 78 Jahren nach kurzer Krankheit, wie die Zeitung „The Guardian“ mit Bezug auf die Londoner Matt’s Gallery berichtete. Hiller, die 1940 in Tallahassee, Florida, geboren wurde, absolvierte ihr Studium am Smith College in Northampton, Massachusetts, und wechselte nach dem Bachelor 1961 für ein Jahr in die Fächer Film und Fotografie an der Cooper Union sowie Archäologie und Linguistik am Hunter College in New York. Ein Stipendium der National Science Foundation ermöglichte ihr anschließend einen Aufenthalt an der Tulane University in New Orleans, wo sie 1965 in Anthropologie zum Ph.D. promoviert wurde.

Der Wissenschaft kehrte sie jedoch bald darauf den Rücken und entschloss sich, selbst Künstlerin zu werden. Sie übersiedelte in die britische Hauptstadt und beteiligte sich seit den frühen 1970er Jahren zunächst mit Werken der klassischen Malerei an einer Reihe von Gruppen- und hatte seit 1974 auch mehrere Einzelausstellungen. Ihre eigentliche künstlerische Berufung fand sie erst in den 1980er Jahren. In Form experimenteller, multimedialer Audio- und Videoinstallationen erschloss sie neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Die zum Einsatz gekommenen Multiscreen-Techniken ihrer Werke gelten bis heute als bahnbrechend für die Szene und beeinflussten viele junge britische Künstler. In der Folge erhielt sie Einladungen renommierter Institutionen zu Einzelausstellungen, etwa 1985 in der Tate Gallery, 1986 im Institute of Contemporary Art ebenfalls in London oder 1988 im University Art Museum der California State University in Long Beach. 2011 fand eine große Retrospektive in der Tate Britain statt. Auch auf den beiden vergangenen Documenta-Schauen in Kassel war sie 2012 und 2017 vertreten.

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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