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Schnell nach Chemnitz

David Schnell, Splitter, 2018

Dem Maler David Schnell widmen die Kunstsammlungen Chemnitz derzeit eine Einzelausstellung unter dem Titel „Splitter“. Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl an Gemälden und Grafiken, die zum Teil eigens für die Schau geschaffen wurden und daher großteils erst aus jüngster Zeit stammen. Dazu gehört auch das titelgebende Glasfenster „Splitter“, das mit Mitteln der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen sowie mit Unterstützung durch den Freundeskreis der Kunstsammlungen Chemnitz, des Künstlers und der Galerie Eigen + Art für das Museum erworben wurde. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Architektur- und Innenraumdarstellungen, die Schnell seit seinem Aufenthalt als Stipendiat der Villa Massimo 2013 in Rom schuf. Frühere Arbeiten wie die mit jeweils mehr als viereinhalb Metern Breite monumentalen Leinwände „Eingang“ von 2007 oder „Blau“ von 2010 zeichnen wichtige Stationen seines bisherigen künstlerischen Werdeganges nach. Charakteristisch für Schnell ist eine prismatische Brechung und Zersplitterung der imaginierten Räume, die an den Kubismus erinnern, sich jedoch nicht zuletzt durch ihre eisig-stählerne Glätte von Werken dieser klassischen Kunstepoche unterscheiden.

David Schnell, der 1971 in Bergisch Gladbach geboren wurde, gehört zur sogenannten „Neuen Leipziger Schule“. 1995 bis 2000 studierte er Malerei an der schon zu DDR-Zeiten führenden Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und schloss sein zweijähriges Studium 2002 als Meisterschüler bei Arno Rink ab. Bis heute unterhält er in der sächsischen Großstadt ein Atelier, seit jüngster Zeit im Kunstquartier Alte Handelsschule. Nach einem zum Teil internationalen Boom der „Neuen Leipziger Schüler“ um Matthias Weischer, Tilo Baumgärtel, Tim Eitel, Christoph Ruckhäberle und Schnell bis vor etwa zehn Jahren war es um die Gruppe eher still geworden. Schnell fand jedoch wie einige Kollegen unter anderem im kirchlichen Bereich weiterhin Aufträge und gestaltete beispielsweise 2008/09 das Friedensfenster in der Leipziger Thomaskirche sowie 2014 die Fenster in der Johanneskapelle auf dem Naumburger Domfriedhof. 2016 gewann er den Gestaltungswettbewerb für die Fenster der Christuskirche in Köln. Seine erste große Einzelausstellung in einem deutschen Museum hatte David Schnell vor zwei Jahren im Museum Küppersmühle in Duisburg.

Die Ausstellung „Splitter. David Schnell“ läuft bis zum 12. Mai. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Donnerstag bis Sonntag sowie Feiertag von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch von 14 bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro bzw. 3 Euro. Für Kinder unter 18 Jahren ist er kostenlos. Der Katalog kostet 27 Euro.

Kunstsammlungen Chemnitz
Theaterplatz 1
D-09111 Chemnitz

Telefon: +49 (0)371 – 488 44 24
Telefax: +49 (0)371 – 488 44 99


05.02.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


03.02.2019, Splitter. David Schnell

Bei:


Kunstsammlungen Chemnitz

Variabilder:

David Schnell, Splitter, 2018
David Schnell, Splitter, 2018

Künstler:

David Schnell








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