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Chinesische Kunst der Gegenwart in Wien

Das Museum für angewandte Kunst in Wien widmet sich in einer großen Schau in der zentralen Ausstellungshalle derzeit der aktuellen chinesischen Kunst. „Chinese Whispers“ verspricht ein „umfassendes Bild chinesischer Gegenwartskunst und ihrer ästhetischen sowie ikonografischen Bezüge“, so die Kuratoren. Allerdings ist die Auswahl insofern vorgeprägt, als es bei den rund hundert Leihgaben um Stücke aus der Sammlung des Schweizer Unternehmers Uli Sigg handelt. Die Arbeiten von teilweise international bekannten Künstlern wie Ai Weiwei, Cao Fei, Feng Mengbo, He Xiangyu, Liu Ding oder Song Dong werden mit Objekten aus der hauseigenen Sammlung konfrontiert. Die Ausstellung wurde unter dem gleichen Titel bereits 2016 zeitgleich im Kunstmuseum Bern und im Zentrum Paul Klee in Bern gezeigt und für die jetzige Präsentation in Wien zusammen mit Sigg weiterentwickelt.

Der 1946 geborene Uli Sigg interessiert sich seit den späten 1970er Jahren für zeitgenössische chinesische Kunst und trägt seit den 1990er Jahren eine umfangreiche Kollektion zusammen. Sie gilt heute als die repräsentativste Sammlung auf diesem Gebiet weltweit. Teile davon befinden sich im Schloss Mauensee auf der gleichnamigen Insel im Schweizer Kanton Luzern, die Sigg gehört. Den überwiegenden Teil – mehr als 1.500 Werke – überließ er allerdings im Juni 2012 weitgehend als Schenkung dem M+ Museum of Visual Culture in Hongkong. Die Eröffnung des M+, dessen Architektur von Herzog & de Meuron stammt, ist im heurigen Jahr vorgesehen.

Die Ausstellung „Chinese Whispers. Neue Kunst aus der Sigg Collection“ läuft bis zum 26. Mai. Das Museum für angewandte Kunst hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, dienstags bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro, mit Familienkarte 15 Euro sowie jeden Dienstag zwischen 18 und 22 Uhr 5 Euro. Den 2016 erschienenen Katalog gibt es an der Museumskasse für 44 Euro.

Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 711 360
Telefax: +43 (0)1 – 713 10 26

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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