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Eine alte neue Facette bei Herbert Ploberger

Herbert Ploberger, Selbstporträt (Der Maler im Atelier), wohl 1926/27

Die Landesgalerie in Linz widmet sich in ihrer aktuellen Schau dem Schaffen Herbert Plobergers. Dabei stellt Kuratorin Ingrid Radauer-Helm den österreichischen Vertreter der Neuen Sachlichkeit wird nicht nur als Maler, sondern auch als Gestalter in der angewandten Kunst vor. Die Präsentation versammelt zudem eine Auswahl seiner fast unbekannten Bühnen- und Kostümbilder. Hinzu kommen die Berliner Antikriegsbilder des 1902 in Wels geborenen Oberösterreichers, die den Blick auf das Gesamtwerk abrunden.

Herbert Ploberger studierte ab 1920 zunächst Philosophie, Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Wien. 1922 wechselte er dann an die Kunstgewerbeschule und war Schüler bei Adolf Boehm, Erich Mallina und Franz Cizek. 1927 zog Ploberger nach Berlin und assistierte bis 1932 Ernst Stern, dem Ausstattungschef Erik Charells im Großen Schauspielhaus, bei Revuen, Stumm- sowie Musikfilmen. Ab 1933 war er selbständig und entwarf Kostüme für Inszenierungen des Wiener Burgtheaters und der Staatoper ebenso wie für Max Reinhardts berühmten „Faust“ bei den Salzburger Festspielen. Von 1934 bis 1945 schuf Ploberger, beginnend mit Luis Trenkers Film „Der verlorene Sohn“, zahlreiche Kostümbilder für UFA-, Terra- und Tobis-Produktionen.

Herbert Ploberger ist vor allem für seine Stillleben und Portraits bekannt, die zwischen 1925 und 1929 in Paris, Berlin und Wien entstanden. Doch das malerische Werk verbrannte größtenteils 1943 im Berliner Atelier bei einem Bombenangriff. Ploberger verarbeitete seine alptraumhaften Eindrücke der kriegszerstörten Hauptstadt und der Opfer in mehr als 60 Gemälden. Mit dem Ende des Krieges zog es ihn wieder ans Theater. Seine Bühnenbilder und Ausstattungen für das Wiener Theater in der Josefstadt feierten Erfolge. Laut Radauer-Helm war Herbert Ploberger an circa hundertsiebzig Theater-, Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Zu den Schauspielern, für die er Kostüme entwarf, gehören etwa Hans Albers, Helmuth Lohner, Maria Andergast, Juliette Gréco und Hildegard Knef. 1950 zog es Herbert Ploberger nach München, wo er bis 1972 als freiberuflicher Kostüm- und Bühnenbildner tätig war und bis zu seinem Tod im Jahr 1977 lebte.

Die Ausstellung „Herbert Ploberger. Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst“ läuft bis zum 26. Mai. Die Landesgalerie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt jeweils 6,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Die begleitende Publikation kostet im Museum 24 Euro.

Landesgalerie Linz
Museumstraße 14
A-4010 Linz

Telefon: +43 (0)732 – 7720 522 00

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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07.02.2019, Herbert Ploberger. Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst

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Oberösterreichisches Landesmuseum

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Herbert Ploberger, Selbstporträt (Der Maler im Atelier), wohl 1926/27
Herbert Ploberger, Selbstporträt (Der Maler im Atelier), wohl 1926/27

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Herbert Ploberger, Auslage, 1928
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in die
 Ausstellung „Herbert Ploberger. Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst“
in die Ausstellung „Herbert Ploberger. Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst“

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Herbert
 Ploberger, Zwei Ballette – Bühnenbildentwurf für einen Ballettabend, Landestheater Linz, 1946
Herbert Ploberger, Zwei Ballette – Bühnenbildentwurf für einen Ballettabend, Landestheater Linz, 1946

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Herbert Ploberger, Stillleben, 1925
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Künstler:

Herbert Ploberger








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