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Fünf Bauhaus-Schüler bei Döbele in Dresden

Otto Hofmann, Ruhend-aktiv, 1986

Zum 100. Jubiläum des Bauhauses präsentiert die Galerie Döbele in Dresden Arbeiten von fünf Bauhaus-Schülern: Eugen Batz, Albert Flocon, Otto Hofmann, Jean Leppien und Jean Weinfeld. Das Quintett war mit den Galeriebesitzern Johann und Hedwig Döbele befreundet, die ihnen in der Vergangenheit schon Ausstellungen in Ravensburg und Stuttgart widmeten. Die Exponate in Dresden stammen aus dem Spätwerk der Künstler und zeigen den Einfluss des Bauhauses. Die Bauhäusler, die nicht in die USA emigrierten, wurden durch den Krieg geprägt. Schlossen die Nationalsozialisten 1933 die Schule, so wurde das Gedankengut durch Schüler wie auch Lehrer andernorts beibehalten. Eugen Batz musste sein künstlerisches Schaffen unterbrechen und half im väterlichen Betrieb aus. Albert Flocon, Otto Hofmann, Jean Leppien und Jean Weinfeld flüchteten nach Paris. Erst mit Kriegsende konnte die fünf ihre künstlerische Karriere fortführen.

Otto Hofmann (1907-1996) ging zunächst nach Bern zu Paul Klee, dann nach Paris. 1935 kehrte er nach Deutschland zurück und zog zwei Jahre später nach Thüringen. Er erhielt ein Ausstellungsverbot, seine Arbeiten wurden beschlagnahmt. 1939 wurde er zum Wehrdienst eingezogen, überlebte die sowjetische Gefangenschaft, kam nach Thüringen und zog 1950 nach West-Berlin. Später wechselte er nach Paris und lebte ab 1976 in Pompeiana an der ligurischen Küste. Seine abstrakten Arbeiten kennzeichnet die Vorliebe für bunte geometrische Formen, die einer eigenen Rhythmik folgend im Bildraum schweben, wie bei dem Siebdruck „Ruhend-aktiv“ von 1986 aus der „Pompejana-Serie“.

Wenig ist über den polnisch-französischer Maler und Instrumentenbauer Jean Weinfeld (1905-1992) bekannt. 1933 emigrierte er nach Paris und verwandelte Musikinstrumente in ungewöhnliche Skulpturen mit geometrischen Anklängen, wie die Arbeit „Flèch“ von 1982, ein Zupfinstrument mit vier Saiten. Jean Leppien (1910-1991) verweilte ebenso ab 1933 in Paris, wo er 1944 deportiert wurde. In Frankreich sollte er zu einem wichtigen Vertreter der geometrischen Abstraktion werden. Vor farbigen Grund setzt er in seinen Gemälden Liniengefüge auf, wie in „6/88 XXXVII“ von 1988, oder kombiniert sie zu abstrakten Gerüsten, etwa in „5/6 88 XXIII“ aus dem selben Jahr.

Albert Flocon (1909-1994) war ein deutsch-französischer Grafiker. Um 1939 einer Abschiebung nach Deutschland zu entkommen, verpflichtete sich Flocon bei der Fremdenlegion, die ihn in Nordafrika einsetzte. In seinen Gouachen von 1948 geht es ihm um einen gestischen Farbauftrag. In Farbe oder in Schwarz-Weiß formen sich abstrakte Gebilde. Der Maler und Fotograf Eugen Batz (1905-1986) widmete sich in den 1950er Jahren dem Informel und wechselte in den 1970er Jahren zu konstruktiv gestalteten Räumen. Seine „Komposition in Blau und Schwarz“ von 1959 präsentiert unterschiedlich große Farbwolken auf Papier. Die 1977 geschaffene Arbeit einer Figurengruppe in Tunesien erstrahlt in weißem Licht, das die Gestalten und die Landschaft ineinander verschmelzen lässt. 1984 malt er die bunte und mit schwarzen Linien definierte „Geometrisierende Konstruktion“ auf eine Leinwand.

Die Ausstellung „Schüler am Bauhaus: Eugen Batz, Albert Flocon, Otto Hofmann, Jean Leppien, Jean Weinfeld“ ist bis zum 19. April zu sehen. Die Galerie Döbele hat regulär mittwochs, donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am 15. März findet um 19 Uhr ein Midissage-Abend zu Bauhaus-Themen statt. Preislich liegen die Arbeiten zwischen 320 Euro für die Siebdrucke Otto Hofmanns bis zu 20.000 Euro für die Gemälde von Eugen Batz.

Galerie Döbele
Pohlandstraße 19
D-01309 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 318 290
Telefax: +49 (0)351 – 318 298


14.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Otto Hofmann, Ruhend-aktiv, 1986
Otto Hofmann, Ruhend-aktiv, 1986

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