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Großzügige Schenkung an das Brücke Museum

Das Brücke Museum in Berlin darf sich über eine Schenkung von 19 Gemälde des Malers und Grafikers Max Kaus freuen. Sigrid Kaus, Witwe des 1977 verstorbenen Künstlers, übergab die Werke dem Museum sowie sieben weitere Arbeiten auf Papier, darunter zwei Aquarelle und zwei Lithografien von Karl Schmidt-Rottluff und ein Holzschnitt von Erich Heckel, aus dem Nachlass von Kaus. Die drei Künstler waren freundschaftlich miteinander verbunden, wie es die Widmungen auf den Arbeiten deutlich machen. Lisa Marei Schmidt, Leiterin des Brücke Museums, freute sich über die großzügige Zuwendung wichtiger Werke von Max Kaus. Die Witwe des Malers erklärte, dass ihr Mann auch mit Leopold Reidemeister, dem Gründungsdirektor des Brücke Museum, eng befreundet war.

Werke von Max Kaus gelangten bereits 1966 durch Erich Heckel in die Sammlung des Brücke Museums, das nach Wünschen Heckels auch befreundete Künstler einbeziehen sollte. Die neu hinzugekommenen Arbeiten umspannen alle Schaffensphasen des 1891 in Berlin geborenen Malers. Neben dem bekannten Porträt „Turu“ von 1911 bereichern auch das „Selbstbildnis I“ von 1919 und das „Selbstbildnis mit S.“ von 1968 nun das Museum. Die frühen Arbeiten kennzeichnet die Nähe zu den Expressionisten. Seine künstlerische Entwicklung führte Max Kaus sukzessive immer mehr in die Abstraktion, wie es in der farblich ausdrucksstarken Landschaft „Wattenmeer“ von 1952 deutlich wird. Zum Dank und zur Ehrung von Sigrid Kaus plant das Brücke Museum, im Jahr 2020 diese Kunstwerke vorzustellen.

Max Kaus besuchte nach einer Malerlehre ab 1908 die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg und reiste 1914 nach Paris. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrte der Künstler nach Deutschland zurück und meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst. Als Sanitäter lernte er 1916 einige Künstler kennen, darunter Erich Heckel, Anton Kerschbaumer und Otto Herbig. Nach dem Krieg traf Kaus in Berlin Karl Schmidt-Rottluff. 1926 lehrte er Landschaftmalerei, Akt- und Tierzeichnen an der Meisterschule für das Kunsthandwerk in Berlin, im Folgejahr wurde er mit dem Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg geehrt. 1929 erhielt er den Villa Romana-Preis. Seit 1935 unterrichtete Kaus figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin. Die Beschäftigung musste er 1938 auf Druck der Nationalsozialisten aufgeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er einer Lehrtätigkeit an der Hochschule für bildende Künste in Berlin nach und wurde 1953 ihr stellvertretender Direktor.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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