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Oorebeek, Tuerlinckx und Zobernig in Düren

Mit dem Trio Willem Oorebeek, Joëlle Tuerlinckx und Heimo Zobernig beginnt Anja Dorn, die neue Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums in Düren, ihre dortige Ausstellungstätigkeit. Sie hat die drei zwischen 1953 und 1958 geborenen, etwa gleichaltrigen Künstler unter dem Aspekt des Mediums Papier ausgewählt. In ihrem jeweiligen Werk nehmen Grafiken und Zeichnungen breiten Raum ein, und trotz unterschiedlicher künstlerischer Werdegänge lassen sich in ihrer Herangehensweise manche Parallelen erkennen. So sind allen drei die Infragestellung von Repräsentationssystemen und die Negation des Bildes gemeinsam. Oorebeek, der 1953 im niederländischen Pernis geboren wurde, an der Kunstakademie in Rotterdam studiert hat und heute überwiegend in Brüssel lebt, hat sich mit Ausschwärzungen von Bildern in Printmedien einen Namen gemacht. Auf diese Weise thematisiert er mediale Darstellungsformen ebenso wie die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Betrachters.

Im Werk der 1958 in Brüssel geborenen Video- und Objektkünstlerin Joëlle Tuerlinckx spielt Zeit eine große Rolle. Ihre im Alltag genutzten „Listes barrées“ wirken wie To-Do-Listen, die sowohl eine persönliche Chronik enthalten als auch eine absolute Dimension aufweisen, die dem außenstehenden Betrachter wie konkrete Poesie erscheint. Der ebenfalls 1958 geborene Österreicher Heimo Zobernig wurde unter anderem durch eine Kunstaktion 1999 bekannt, als er zusammen mit Ernst Strouhal die durch ein digitales System ersetzten Zettelkästen der Österreichischen Nationalbibliothek als Kunstwerke ausstellte und dazu das Buch „Der Katalog. Ein historisches System geistiger Ordnung“ veröffentlichte. Dieses Projekt wird nun in Düren in Erinnerung gerufen. Die Schau gehört zu der im vergangenen Jahr anlässlich der Wiedereröffnung des benachbarten Papiermuseum ins Leben gerufenen Ausstellungsreihe „Apropos Papier“.

Die Ausstellung „Apropos Papier: Willem Oorebeek, Joëlle Tuerlinckx, Heimo Zobernig“ läuft vom 7. April bis zum 7. Juli. Das Leopold-Hoesch-Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
D-52349 Düren

Telefon: +49 (0)2421 – 25 25 61
Telefax: +49 (0)2421 – 25 180 25 60


04.04.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


07.04.2019, Apropos Papier: Willem Oorebeek, Joëlle Tuerlinckx, Heimo Zobernig

Bei:


Leopold-Hoesch-Museum

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Künstler:

Willem Oorebeek

Künstler:

Joëlle Tuerlinckx

Künstler:

Heimo Zobernig








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