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Zukunftsvisionen in Dresden

in der Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft oder von der Suche nach dem guten Leben“

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zeigen ab heute im Japanischen Palais die Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft oder von der Suche nach dem guten Leben“. Kuratorin Noura Dirani hat das Projekt bereits im vergangen Herbst gestartet: Wie wollen wir leben und was macht ein gutes Leben aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer von den SKD durchgeführten Umfrage unter den 15- bis 35jährigen in Sachsen. Die Ergebnisse bilden den Ausgangspunkt für die jetzige Schau, die mittels ausgewählter Objekte Antworten auf aktuelle Herausforderungen unserer Zeit sucht. Darüber hinaus liefern zeitgenössische Künstler praktische Handlungsansätze für die Zukunft. So werden in der Ausstellung wichtige gesellschaftliche Fragestellungen thematisiert: Reichen die Ressourcen der Erde für uns alle und wie lange noch? Wie können wir unsere Umwelt und Natur schützen und welche Rolle spielt der gesellschaftliche Zusammenhalt?

Noura Dirani bringt in mehreren Themenräumen etwa 130 Objekte aus allen Sammlungen der SKD zusammen. Sie eröffnen verschiedene kulturelle und historische Perspektiven, unter anderem auf Ressourcenknappheit, Krieg und Vorstellungen von der Zeit beziehungsweise auf die Zukunft. In den sogenannten Möglichkeitsräumen im unteren Stockwerk sind die Besucher dann eingeladen, angesichts der aktuellen Herausforderungen und Fragen selbst aktiv zu werden. So hat die Berliner Projektgruppe Reinigungsgesellschaft aus alten Labormöbeln des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik eine Rauminstallation geschaffen, die zusammen mit jungen Menschen in Workshops zum Think Tank umgewandelt wird. Darüber hinaus können sich die Besucher täglich am Gärtnern in dem eigens angepflanzten „Essbaren Museum“ beteiligen, einem Garten im Innenhof des Japanischen Palais, installiert von UFER-Projekte Dresden e.V. In der Installation „Wilde Flora – ein Null-Müll-Versuch“ wird das Geerntete zu Brotaufstrichen oder Limonade verarbeitet. Wegwerf-Servietten oder Strohhalme aus Plastik wird man hier vergebens suchen.

Die Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft oder von der Suche nach dem guten Leben“ läuft vom 10. Mai bis zum 3. November. Das Japanische Palais hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Japanisches Palais
Palaisplatz 11
D-01097 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 49 14 2000
Telefax: +49 (0)351 – 49 14 2001

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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