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Bildhauer Anatol gestorben

Anatol Herzfeld gestorben

Anatol Herzfeld ist tot. Der Bildhauer und Aktionskünstler starb am vergangenen Freitag nach kurzer Krankheit. Er wurde 88 Jahre alt. Das gab heute die Stiftung Museumsinsel Hombroich in Neuss bekannt. „Mit Anatol Herzfeld ist der letzte Künstler aus der Gründungsriege Hombroichs um Karl-Heinrich Müller gestorben. Nicht nur seine Skulpturen aus Holz, Stein und Eisen haben seit Jahrzehnten das Gesicht Hombroichs mitgeprägt, sondern auch der Bildhauer selbst, der mit seiner eigenwilligen und wuchtigen, aber offenherzigen Art immer den Austausch mit Künstlerkollegen, Freunden und Besuchern suchte“, sagt Frank Boehm, Geschäftsführer der Stiftung Insel Hombroich.

Anatol wurde am 21. Januar 1931 als Karl-Heinz Herzfeld in Insterburg in Ostpreußen geboren. Nach der Vertreibung zog er ins Rheinland und lernte Kunstschmied. Später ging er in den Polizeidienst, wo er sich als Puppenspieler in der Verkehrserziehung einen Namen machte. Seine Begegnung mit Joseph Beuys veränderte sein Leben. Von 1964 bis 1972 studierte Herzfeld Bildhauerei in dessen Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf und legte sich den Künstlernamen „Anatol“ zu. Legendär ist seine Fluxus-Aktion „Heimholung des Joseph Beuys“, mit der Anatol gegen den Rausschmiss seines Lehrers von der Akademie protestierte. Dafür holte er am 20. Oktober 1973 mit dem Einbaum „Das Blaue Wunder“, einem 30 Meter langen, selbst bearbeiteten Pappelstamm, Joseph Beuys symbolisch über den Rhein zurück in den Kreis der Studierenden.

Mit seinen archaisch wirkenden Skulpturen, wie dem Segelboot „Traumschiff Tante Olga“, war Anatol Herzfeld 1972, 1977 und 1982 auf der Documenta in Kassel vertreten. Mit dem Gefährt aus Polyester, Holz und Draht, das einem gefalteten Papierschiffchen gleicht, war Anatol von Dangast an der Nordsee über Weser und Fulda zur Eröffnung der Documenta 6 geschippert. Zudem wurde sein Werk in wichtigen deutschen Museen präsentiert, darunter dem Museum Bochum, der Nationalgalerie in Berlin oder dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. 1991 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, ein Jahr später den Lovis Corinth-Preis.

Politik und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen waren Anatol Herzfeld immer wichtig. Dies zeigen auch seine Skulpturen im Museum Insel Hombroich, wie zum Beispiel „Das Parlament“ von 1991, ein Kreis aus stilisierten Eisenstühlen mit hohen Lehnen um einen Baum, oder der ebenfalls im Freien angeordnete Steinkreis „Arbeitszeit Kirche“ von 1988. Die Insel Hombroich, wo er in seinem Atelier über 30 Jahre lang den Großteil seiner Arbeiten schuf, wird sein Werk erhalten. Laut Testament hat Anatol festgelegt, dass die Stiftung an seinem Areal aus der Insel nichts verändern darf.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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