Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 21.06.2019 Auktion 126: Moderne und zeitgenössische Kunst - Moderne Photographie

© Jeschke, van Vliet Kunstauktionen

Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Lenbachhaus restituiert Zeichnungen von Alfred Kubin

Alfred Kubin, Die Todesstunde, 1900

Gestern hat das Lenbachhaus in München 16 Zeichnungen Alfred Kubins an die Erben von Maximilian und Hertha Morgenstern zurückgegeben. Bei der eigenen Provenienzforschung stellte sich heraus, dass die Blätter dem jüdischen, in Wien lebenden Ehepaar wegen der Verfolgung durch die Nazis entzogen worden waren. Maximilian Morgenstern war ein der wichtigsten Sammler von Alfred Kubin. Beide kannten sich seit circa 1911/14 und waren bis zu Morgensterns Tod 1946 freundschaftlich verbunden. Ins Lenbachhaus kamen die Blätter über den 1983 verstorbenen Hamburger Apotheker und Sammler Kurt Otte.

Im Juni 1938, drei Monate nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich, erklärte Hertha Morgenstern in ihrem Brief an Otte, dass sie Zeichnungen von Kubin verkaufen wolle. Ihr Mann war zu diesem Zeitpunkt nicht in Wien. Otte hatte früher bereits Interesse an den Blättern bekundet. Der Besitzerwechsel geschah nur wenige Wochen vor dem Inkrafttreten der zwangsweisen „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden“ und sollte wohl eine spätere Beschlagnahmung verhindern. Das Paar Morgenstern musste bereits die drückend hohe „Reichsfluchtsteuer“ zahlen, die den zur Emigration gezwungenen Personen auferlegt wurde.

Otte erhielt im Juni 44 Zeichnungen Kubins zur Ansicht per Post zugeschickt und wählte 20 davon aus. Der Apotheker bot Hertha Morgenstern 30 Reichsmark pro Blatt an. In Hertha Morgensterns „Vermögensanmeldung“ vom 14. Juli 1938 wurden andere, nicht näher bezeichnete Zeichnungen von Kubin allerdings mit je 75 Reichsmark bewertet. Generell erfolgte der Verkauf zu einem Zeitpunkt, als eine freie Verfügung über den Kaufpreis nahezu ausgeschlossen war. Wenige Wochen später schrieb Maximilian Morgenstern an Kurt Otte, dass er die Blätter gar nicht hatte veräußern wollen und dass er bedauere, dass seine Sammlung nun zerrissen sei. Unklar bleibt, was mit den restlichen 24 Zeichnungen geschah. Dem Ehepaar Morgenstern gelang 1939 die Flucht nach Großbritannien.

Von 1971 an hatte das Lenbachhaus Ottes Kubin-Archiv erworben. Kurt Otte hatte das Archiv seit den frühen 1920er Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler aufgebaut. Es enthält neben Arbeiten auf Papier auch Tagebücher, Briefe, Fotografien und Tonbänder von und über Alfred Kubin sowie Grafiken anderer Künstler. Teil dieser Sammlung waren auch die 16 restituierten Zeichnungen. Der Verbleib der vier weiteren von Kurt Otte aus der Sammlung Morgenstern ausgewählten Zeichnungen Kubins ist unbekannt. Sie wurden nicht an das Lenbachhaus weitergegeben. Insgesamt galt die Provenienz der Objekte des Kubin-Archivs zum Zeitpunkt des Erwerbs als unbedenklich. Mit den Nachkommen des Ehepaars Morgenstern konnte nun eine faire und gerechte Lösung im Sinne der Washingtoner Prinzipien gefunden und die 16 Kunstwerke restituiert werden.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Bei:


Lenbachhaus München

Variabilder:

Alfred Kubin, Die Todesstunde, 1900
Alfred Kubin, Die Todesstunde, 1900

Künstler:


Alfred Kubin








News vom 14.06.2019

Hauser & Wirth eröffnen eine Kunstinsel

Hauser & Wirth eröffnen eine Kunstinsel

Karin Ferraris Internetmystizismus in Innsbruck

Karin Ferraris Internetmystizismus in Innsbruck

Roswitha Haftmann-Preis für Valie Export

Roswitha Haftmann-Preis für Valie Export

Eröffnung des Humboldt-Forums verschoben

Eröffnung des Humboldt-Forums verschoben

News vom 13.06.2019

Düsseldorfer „Kunstpreis der Künstler“ für Boris Becker

Düsseldorfer „Kunstpreis der Künstler“ für Boris Becker

Rembrandt in Dresden

Rembrandt in Dresden

Lucas Arruda und Ron Nagle in Kassel

Lucas Arruda und Ron Nagle in Kassel

News vom 12.06.2019

Kunst zwischen 1933 und 1955 in Zürich

Kunst zwischen 1933 und 1955 in Zürich

Friedrich Meckseper ist tot

Friedrich Meckseper ist tot

Neo Rauch präsentiert in Aschersleben sein „Kollegium“

Neo Rauch präsentiert in Aschersleben sein „Kollegium“

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Ketterer Kunst Auktionen -  Robert Ketterer erzielt den neuen Rekord** von € 2,5 Millionen* für ein Werk W. Kandinskys.

Auktionsauftakt der Superlative im Jubiläumsjahr – KANDINSKY-REKORD
Ketterer Kunst Auktionen

Galerie Frank Fluegel - Katz - Homage to Monet

Sommeraccrochage - Kunstmarkt 2019 bei Galerie Frank Flügel
Galerie Frank Fluegel

Van Ham Kunstauktionen - David Schnell, Markt, 2010

Die Auktion der Auktionsrekorde
Van Ham Kunstauktionen





Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce