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Manifesta 4 in Frankfurt

Interaktiv und politisch



ROR-Revolutions on Request, Austellung “Utopia”, 2001

ROR-Revolutions on Request, Austellung “Utopia”, 2001

Die diesjährige vierte Biennale zeitgenössischer Kunst in Frankfurt, die Manifesta 4, konzentriert sich auf Interaktion. Diese soll stattfinden zwischen allen an dem Projekt Beteiligten, also den Kuratoren, Künstlern und den für die Projekte vorgesehenen Orten. Ebenso soll die Wechselwirkung zwischen kulturellen Praktiken und Kunst beleuchtet werden.


Topographisch verortet ist die Manifesta sowohl in den gegebenen institutionellen Strukturen als auch in selbstfinanzierten privaten Ausstellungsräumen. Institutionen, mit denen die Manifesta zusammenarbeitet, sind der Frankfurter Kunstverein, der Außenraum der gegenüberliegenden Schirn Kunsthalle, der Portikus und das Städel inklusive Städelschule. Die Manifesta wird auch städtische Räume wie U-Bahnstationen besetzen und über Rundfunk sowie das Fernsehen präsent sein. Themen der präsentierten Werke sind die urbanen Lebenssituationen, das Reisen, das Exil sowie Sprache, Gedächtnis und Übersetzung.

Frankensteiner Hof
Einer der zentralen Schauplätze der Veranstaltung ist das seit Jahren leerstehende Gebäude des Stadtentwässerungsamtes in der Goßen Rittergasse. Innerhalb der Gesamtschau wird der Ausstellungsmacher Jens Hofmann zusammen mit den Künstlern Natascha Sadr Haghighian und Tino Sehgal eine Ausstellung innerhalb der Ausstellung organisieren, die Methoden der Präsentation beleuchtet. Haghighian widmet sich dem Zurschaustellen im Frankfurter Zoo, den sie als Testgelände für die Suche nach Wirklichkeit versteht. Segal dagegen beschäftigt sich mit dem Verhältnis von künstlerischer und wirtschaftlicher Produktion.

Der Portugiese Sancho Silva hinterfragt mit seinen Arbeiten die Diskrepanz zwischen Intelligiblem und Visuellem. Zeichen und deren Erkennung sollen anhand von umgekehrten Räumen oder Sackgassen erfahrbar gemacht werden.

Der in Österreich aufgewachsene Chinese June Yang untersucht die alltäglichen Lebensstrukturen anhand seiner eigenen Identität, geprägt durch zwei Kulturen. So lud der Künstler den Betrachter mit seiner Videorbeit „coming home – daily structures of life“ ein teilzuhaben an privaten Bildern, welche er mit Textsequenzen aus Filmen, die das Klischee von Chinatown zeigen, mischte. „...anstatt Muscheln mit Pommes frites "moules frites" zu essen, wuchs ich auf mit Wiener Schnitzel... „.

Alban Hajdinaj aus Tirana schafft Bilder aus dem häuslichen Leben. Banale, kitschige Fotografien oder Gemälde konterkarieren die schmerzhaften Lebensumstände des Künstlers. Ebenfalls sozialer Bedingungen nimmt sich Marc Bijl an: er interveniert Regeln und Symbole, welche die aktuelle Wahrnehmung der Umgebung ausmachen, indem er deren Erscheinungsbild verändert und damit stört.

Die von Martin Brandt, Florian Haas, Claudia Hummel, Martin Schmidl und Andreas Wolf initiierte Produktionsgemeinschaft „finger“ bringt die gleichnamige Zeitschrift seit 1998 heraus. Diese setzt sich mit Gestaltungsmomenten und Zusammenhängen alltäglicher Situationen und der daraus ableitbaren gesellschaftlichen Entwicklung auseinander. Präsentiert wird das Projekt im Treppenhaus des Frankensteiner Hofes.

Frankfurter Kunstverein
In dem 1829 gegründeten Kunstverein werden dem Besucher neben Arbeiten auch die Recherchematerialien der Kuratorinnen präsentiert, wobei dem Besucher auch Einblick in ungefähr 700 Künstlerdossiers gewährt wird.

Der Künstler Johannes Dahlberg wurde zuletzt auch in Karlsruhe in der Ausstellung CTRL SPACE gezeigt. Der Künstler zeigt in Filmen endlose Raumfolgen. Bei den Räumen handelt es sich um ein abgefilmtes Modell. Mit dieser Arbeit soll die (Un)möglickeit künstlerischer Kontrolle fokussiert werden.

Das Künstlerduo Bleda y Rosa schlägt vor, sich mit der kulturellen Historie von Orten auseinanderzusetzen. Sie folgen Spuren phönizischer, griechischer und römischer Stadtgründungen und bewohnen diese Orte. Dabei sollen die ursprünglichen Strukturen ins Augenmerk gerückt werden.

Christoph Keller betreibt seit 1999 den Verlag Revolver-Archiv für aktuelle Kunst. Dieser rief das Projekt „KIOSK (Modes of Multiplikation)“ ins Leben, welches die Multiplikation und Distribution künstlerischer Arbeitsweisen zeigt. Präsentiert werden rund 60 Verlage, Zeitschriften, Video- und Audioprojekte.

Die New Yorker Künstlerin Sal Randolph hat sich die Teilnahme an der Manifesta 4 bei dem Künstler Christoph Büchel via Ebay für 15.099 US - Dollar ersteigert. Sie unternimmt nun das Projekt „Free Manifesta“ als einen nicht kuratierten Raum, der von jedem Künstler als Ideengebäude genutzt werden kann.

Der Wiener Florian Pumhösel beschäftigt sich mit der „Suggestion von Ähnlichkeit“ als alltäglichem Wiedererkennungswert der Kunst der Moderne. Als vergessenes Feld sieht er die Abstraktion. Ironisch verweist er auf die naiven Analogien zwischen Naturwissenschaften und deren alchimistisches Spiegelbild der aus Kunstproduktion hervorgehenden Artefakte.

Portikus, Städel, Öffentlicher Raum
Der Künstler Alban Hajdinaj wird zusammen mit Werken von Hans Schabus, sowie weiteren Künstlern in der 100 m² Fläche umfassenden Ausstellungshalle des Portikus präsentiert. Raum für Videoarbeiten soll das Städelsche Kunstinstitut bieten. Daneben werden im Neubau des Museums Objekte der Gruppe ROR - Revolutions of Request gezeigt. Gegenständlich sind einzelne Elemente der poetischen Rauminstallationen der Künstlergruppe aus Finnland, welche sich aus den Künstlern Klaus Nyquist, Jiri Geller, Karolina Taipale und Panu Puolakka zusammensetzt. Sie fertigen alles von den Artefakten bis zur Ausstellungsarchitektur selbst - und das laut ROR auf hohem Niveau.

Im Außenraum ist unter anderen Gianni Motti anzutreffen. Er wird am Mainufer die Zelle des Kurdenführers Abdullah Ocalan rekonstruieren. Der 2001 entstandene private Ausstellungsraum rraum 02 wird das ursprüngliche, in einer Privatwohnung von Meike Behm und Peter Lütje initiierte Ausstellungsprojekt rraum, sowie die Ausstellungsplattform ideoblast präsentieren.

Am Flughafen und im HR-Fernsehen wird das Projekt des türkischen Künstlers Halil Altindere zu sehen sein. Thema des künstlerischen Schaffens war die repressive Repräsentationsform des türkischen Staates. Typische Momente des Alltagslebens und der Subkulturcodes in Istanbul werden humorvoll ins Bild gesetzt, wie bei der Arbeit Hard & Light aus dem Jahre 1999, wo Halil Altindere ein Objekt aus Zigarettenschachteln schuf.

Das von Iara Boubnova, der Gründungsdirektorin des Institutes für zeitgenössische Kunst in Sofia, der Chefkuratorin der Antoni Tapies Foundation in Barcelona, Nuria Enguito Mayo und der freien Kuratorin Stéphanie Moidson Trembley kuratierte Ausstellungsprojekt wird am 24. Mai 2002 um 20 Uhr am Frankfurter Römerberg eröffnet. Die Manifesta 4 läuft bis zum 25. August und ist täglich in der Zeit von 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Neben den Ausstellungen in den Institutionen und im öffentlichen Raum begleitet die Veranstaltung eine Vortragsreihe sowie das Gasthaus in der Städelschule Ende Juli. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Es erscheint ein 140seitiger Kurzführer, sowie ein Katalog mit 256 Seiten in englischer und deutscher Sprache.

www.manifesta.de



23.05.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Boehl

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(Quelle: Galeria Visor, Valencia)

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