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Karin Ferraris Internetmystizismus in Innsbruck

Karin Ferrari, Ohne Titel, 2019

In ihrer Schau „Trash Mysticism“, die ab heute im Ferdinandeum in Innsbruck zu sehen ist, kreist Karin Ferrari um digitale Verschwörungstheorien und übersinnliche Erscheinungen. Die 1982 in Meran geborene Südtirolerin, Trägerin des Kunstpreises der Raiffeisen-Landesbank Tirol 2018, analysiert dazu in zwei Videoinstallationen, wie das Internet die Wirklichkeit abbildet und konstruiert. Denn für Ferrari verbergen sich hinter unverfänglichen Pop-Videos auf Youtube und in anderen sozialen Medien versteckte Botschaften und übernatürliche Phänomene. „Mit ihrer künstlerischen Arbeit versucht Karin Ferrari, auf die verborgenen Nachrichten hinter scheinbar leichter Unterhaltung aufmerksam zu machen. Sie kommentiert unterschiedliche Phänomene und nimmt dadurch auch selbst an ihnen teil“, so Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen.

Die Kuratorin Rosanna Dematté erklärt: „Karin Ferrari untersucht beispielsweise Musikvideos, Werbekampagnen und Nachrichtenintros auf okkulte Symbole und versucht, diese zu entschlüsseln.“ Die Absolventin der Akademie der bildenden Künste Wien verbinde künstlerisch Fakten mit Fiktion und Spekulationen mit wissenschaftlichen Theorien. Entsprechend intensiv ist Karin Ferraris Auseinandersetzung mit Symbolen der Pop- und Alltagskultur. Ihre Arbeiten können daher, so Dematté, „als aktuelle und fesselnde Zeitgeistanalyse sowie als Beitrag zur aktuellen Debatte rund um manipulative Nachrichten und Fake News gesehen werden“. In ihren Überlegungen geht Ferrari davon aus, dass außerirdische und übernatürliche Kräfte hinter den Entwicklungen der gegenwärtigen Kultur und Politik stehen.

In ihrer Installation „iPhone XS“ entpuppt sich das iPhone als Portal in überirdische Dimensionen. In dieser experimentellen Dokufiktion verarbeitet Karin Ferrari ein breites Spektrum an Verschwörungstheorien von Geheimgesellschaften wie den Illuminati bis hin zu esoterischen Utopien. Indem sie die Werbung für das iPhone XS umgestaltet, kann sie Symbole und versteckte Nachrichten in dem scheinbar unbedenklichen Clip sichtbar machen: Das Logo des Apple-Konzerns enttarnt sich als Apfel aus dem Garten Eden und der Verkaufspreis als „Zahl des Tieres“, dem Symbol des Antichristen. Speziell für die Innsbrucker Ausstellung hat Karin Ferrari die Videoinstallation „Decoding Taylor Swift’s Look What You Made Me Do“ geschaffen und bezieht sich dabei auf das Musikvideo von Taylor Swift. Ferrari findet hier einen Code zum Ursprungsmythos einer schwarzmagischen Geheimgesellschaft, deren Mitglieder sich als Nachfahren Luzifers sehen.

Die Ausstellung „Karin Ferrari. Trash Mysticism“ läuft vom 14. Juni bis zum 25. August. Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum hat dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Kombiticket für alle Häuser der Tiroler Landesmuseen kostet 11 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre haben freien Eintritt.

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Museumstraße 15
A-6020 Innsbruck

Telefon: +43 (0)512 – 59 489
Telefax: +43 (0)512 – 59 489 109

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


14.06.2019, Karin Ferrari - Trash Mysticism

Bei:


Tiroler Landesmuseen

Kunstsparte:


Film und Video

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Karin Ferrari, Ohne Titel, 2019
Karin Ferrari, Ohne Titel, 2019

Variabilder:

Karin Ferrari, Decoding Taylor Swift’s Look What You Made Me Do, 2019
Karin Ferrari, Decoding Taylor Swift’s Look What You Made Me Do, 2019

Variabilder:

Karin Ferrari in ihrer Ausstellung „Trash Mysticism“
Karin Ferrari in ihrer Ausstellung „Trash Mysticism“

Künstler:

Karin Ferrari









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