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100 Jahre Dresdner Sezession

Seit dem Wochenende bringt die Städtische Galerie in Dresden unter dem Titel „Signal zum Aufbruch!“ die Mitglieder der sogenannten „Gruppe 1919“ anlässlich ihres 100jährigen Gründungsjubiläums in einer Sonderausstellung noch einmal zusammen. Kurator Johannes Schmidt stellt in der Schau die dreizehn Künstler vor, die 1919 und 1920 der Dresdner Sezession angehört haben: Die Gründungsmitglieder Conrad Felixmüller, Otto Dix, Wilhelm Heckrott, Constantin von Mitschke-Collande, Otto Schubert und Lasar Segall, die 1919 beigetretenen Peter August Böckstiegel, Otto Lange und Gela Forster sowie die 1920 hinzugekommenen Ludwig Godenschweg, Eugen Hoffmann, Walter Jacob und Christoph Voll. Gezeigt werden über 120 ihrer Werke, überwiegend Arbeiten auf Papier, aber auch 15 Gemälde und eine Holzskulptur. Bei der Auswahl der Objekte liegt der Fokus auf der Vorgeschichte der Gruppengründung und auf Werken aus den Jahren 1919 und 1920.

Die Gründung der Dresdner Sezession Gruppe 1919 fand nur wenige Wochen nach der Novemberrevolution am 29. Januar 1919 statt. Initiiert vom Maler Conrad Felixmüller, vereinte die Sezession progressiv gesinnte Künstler, die zunächst gemeinsam einen Einklang der revolutionären Euphorie nach dem Ende der Monarchie mit dem Pathos der expressionistischen Kunst suchten. In Ihren Statuten legten Sie fest: „Die Sezession Gruppe 1919 wird von einer Anzahl Künstler gebildet, die im Sinne ihrer Kunst ideelle Unternehmungen vorhaben, welche sie, wie auch ihre Kunst, notwendigerweise von den bisherigen Künstlern trennen. Hauptgrundsätze sind: Wahrheit – Brüderlichkeit – Kunst.“ Mit dem Verklingen der revolutionären Hoffnungen und dem Zurückfallen der expressionistischen Kunst hinter Neuerungen wie Dada und Verismus wurde aus der Gruppe jedoch bald eine Ausstellungsgemeinschaft mit einer hohen Fluktuation der Mitglieder. Viele von ihnen sind heute über die Grenzen Dresdens hinaus kaum noch bekannt.

Die Ausstellung „Signal zum Aufbruch! 100 Jahre Gründung der Dresdner Sezession – Gruppe 1919“ läuft bis zum 15. September. Die Städtische Galerie Dresden hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, freitags zusätzlich bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Freitags ist der Eintritt ab 12 Uhr frei. Der Ausstellungskatalog aus dem Sandstein Verlag ist im Museum für 30 Euro zu haben.

Städtische Galerie Dresden
Wilsdruffer Straße 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 488 73 01
Telefax: +49 (0)351 – 488 73 53

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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