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Hedwig Bollhagen in Weiden

Hedwig Bollhagen, Tee- und Kaffeeservice 501, 1934

Seit heute ist im Internationalen Keramikmuseum Weiden die Ausstellung „Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten. Musterstücke und Serienobjekte“ zu sehen. Die Schau präsentiert eine Vielzahl an Vorlagen- und Einzelstücken aus dem Bestand der HB-Werkstätten in Marwitz. Das Spektrum reicht von historischen Keramiken bis hin zu Arbeiten aus der aktuellen Produktion. Versammelt sind etwa das Tee- und Kaffeeservice 501 von 1934 mit dem Dekor „Zittermuster“ in Rosa und Rot, die zylinderförmige Vase 1047 von 1935/36 mit einem Rapport aus blauen und rosafarbenen Hochrechtecken oder eine Kollektion an Dosen in unterschiedlichen Modellen und Dekoren der 1950er bis 1990er Jahre.

Hedwig Bollhagen zählt zu den bedeutendsten deutschen Keramikerinnen des 20. Jahrhunderts, vor allem im Bereich der seriellen Produktion. Die 1907 in Hannover geborene Künstlerin begann sich schon früh für das Töpferhandwerk zu interessieren und absolvierte Praktika und Volontariate bei mehreren Töpfereien, lernte an der Keramischen Fachschule Höhr-Grenzhausen und erhielt schließlich 1927 eine Anstellung als Entwerferin und Leiterin der Malabteilung bei den Steingutfabriken Velten-Vordamm nördlich von Berlin. Nachdem diese 1931 aufgrund der Weltwirtschaftskrise schließen mussten, arbeitete Bollhagen in Deutschland bei verschiedenen Betrieben, unter anderem bei der Staatlichen Majolika Manufaktur in Karlsruhe und den Rosenthal-Betrieben in Neustadt bei Coburg.

1934 ließ sie sich im brandenburgischen Marwitz nieder und gründete zusammen mit Heinrich Schild die HB-Werkstätten für Keramik GmbH. Schild, im Hauptberuf Volkswirt, half der jungen Künstlerin als Teilhaber und übernahm alle finanztechnischen, juristischen und kaufmännischen Funktionen innerhalb des Betriebes. Bollhagen war dadurch in der Lage, sowohl die Produktion der stillgelegten „Haël-Werkstätten für Künstlerische Keramik“ wiederaufzunehmen, als auch frühere Firmenmitarbeiter wiedereinzustellen. Sie stand im kreativen Austausch mit Künstlern und Förderern wie Theodor Bogler, Werner Burri und Charles Crodel. Sie alle und auch ihre Keramikmeisterin Thoma Grote waren am Bauhaus ausgebildet und unterstützen sie bei Entwurf und Fertigung ihrer eigenen schlichten und funktionalen Produktlinien. Bis heute wirken ihre Entwürfe modern und haben nichts an Aktualität eingebüßt. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh Heinrich Schild in den Westen, Hedwig Bollhagen führte den Betrieb alleine weiter. Selbst als die HB-Werkstätten 1972 verstaatlicht und 1992 wieder reprivatisiert wurden, behielt sie die künstlerische Leitung bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2001.

Hedwig Bollhagen wurde mehrfach für ihre Leistungen ausgezeichnet. Bereits 1937 erhielt sie eine Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung, 1966 den Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Kultur des Bezirkes Potsdam, 1992 den Kulturpreis des Landkreises Oranienburg, 1996 den Verdienstorden des Landes Berlin und 1997 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Mehrfach wurden ihre Keramiken in Ausstellungen präsentiert, so widmete das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ihr 2007 die Retrospektive „Hedwig Bollhagen. Ein Leben für die Keramik“ und das Keramik-Museum Berlin eine Einzelausstellung anlässlich ihres 100. Geburtstages.

Die Ausstellung „Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten. Musterstücke und Serienobjekte“ läuft vom 9. Juli bis zum 10. November. Das Keramik-Museum Weiden hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro bzw. 2 Euro. Der Begleitkatalog zur Ausstellung mit 144 Seiten und zahlreichen Abbildungen kostet 20 Euro.

Internationales Keramik-Museum Weiden
Luitpoldstraße 25
D-92637 Weiden

Telefon: +49 (0)961 – 81 42 42
Telefax: +49 (0)961 – 81 42 49

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Veranstaltung vom:


09.07.2019, Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten. Musterstücke und Serienobjekte

Bei:


Neue Sammlung

Kunstsparte:


Keramik

Kunstsparte:


Design

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Design des 20. Jahrhunderts

Stilrichtung:


Bauhaus

Variabilder:

Hedwig Bollhagen, Vasen. Einzel- und Musterstücke, 1960er
 bis 1970er Jahre
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