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Banu Cennetoglu in Düsseldorf

in der Ausstellung „Banu Cennetoglu“

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf widmet ihre aktuelle Schau in K21 Banu Cennetoglu. Die 1970 in Ankara geborene Psychologin und in Paris ausgebildete Fotografin setzt sich mit den politischen, sozialen und medialen Bedingungen heutiger Informationsgesellschaften auseinander. In ihrem konzeptuellen Werk fragt sie nach dem Verhältnis von Privatem und Öffentlichem, dem Unterschied von ungefilterter Information einerseits und redaktionell aufbereiteten Nachrichten andererseits. Welche Informationen in die Nachrichten kommen und die Art, wie sie aufbereitet werden, versteht Cennetoglu als politische Entscheidungen, unabhängig davon, ob sie das Private oder das Öffentliche betreffen. Die Schau in Düsseldorf stellt zwei Arbeiten in den Mittelpunkt, in den die Konzept- und Installationskünstlerin als „Archivarin“ arbeitet.

Seit 2010 sammelt Banu Cennetoglu die ihr verfügbaren lokalen und nationalen Zeitungen, die an ausgewählten Tagen in einem Land erscheinen. Bisher entstanden derart sechs Archive: die Publikationen der Türkei vom 20. August 2010, der Schweiz vom 14. Januar 2011, von zwanzig arabischsprachigen Ländern am 2. November 2011, von Zypern am 29. Juni 2012, aus Großbritannien und den Kanalinseln vom 4. September 2014 sowie aus Deutschland vom 11. August 2015. Der Besucher darf die Zeitungen durchblättern und lesen. Hierbei wird deutlich, wie die Zahl an Publikationen von Land zu Land divergiert und wie unterschiedlich oder einseitig über Ereignisse berichtet wird.

Cennetoglus Filminstallation trägt den langen Titel „1 January 1970 21 March 2018 · H O W B E I T · Guilty feet have got no rhythm · Keçiboynuzu · AS IS · MurMur · I measure every grief I meet · Taq u Raq · A piercing Comfort it affords · Stitch · Made in Fall · Yes. But. We had a golden heart. · One day soon I’m gonna tell the moon about the crying game“. Wer sie komplett erleben will, muss ebenso lange in K21 verweilen, nämlich 127 Stunden, 14 Minuten und 44 Sekunden oder 22 Ausstellungstage. Cennetoglu reiht hier in chronologischer Folge alle Fotos und Videosequenzen auf, die sich auf ihren Festplatten, Kameras und Handys zwischen dem 10. Juni 2006 und dem 21. März 2018 angesammelt haben. Den Anfang macht das für die Künstlerin wichtige Ereignis ihrer Schwangerschaft. Auch die Liste des europäischen Netzwerks „United for Intercultural Action“ ist mit von der Partie, die die Informationen zu Todesfällen von Migranten in oder an den Grenzen der EU festhält. In dieser Arbeit verbindet Cennetoglu private Fotos mit beruflichen Bildern, etwa zu Ausstellungsprojekten. Diese bereichert sie mit der Dokumentation gesellschaftspolitischer Ereignisse in der Türkei und darüber hinaus, die sie kritisch verfolgt. Derart präsentiert sie ein intimes Portrait ihrer Lebensabschnitte und ihrer Sozialisierung im Spiegel weitreichender politischer Geschehnisse.

Die subjektiven und psychologischen Bedingungen von Informationsverarbeitung thematisiert Cennetoglu in ihrer Intervention mit 23 Luftballons, die die Wortfolge „Ich weiß zwar, aber dennoch“ ergeben. Ihr geht es um das Phänomen der Verleugnung, wie es der französische Psychoanalytiker und Ethnologe Octave Mannoni formuliert hat. Dieser Satz beschreibt das bewusste Ausblenden von Fakten durch eine Person, die diese, obwohl sie ihr bekannt sind, nicht zur Grundlage ihres Handelns macht. Wenn die Ballons im Laufe der Ausstellung Helium verlieren, zerfällt die Buchstabenkette. Der Satz verflüchtigt sich und negiert sich damit selbst.

Die Ausstellung „Banu Cennetoglu“ läuft bis zum 10. November. Das K21 hat dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Kinder ab 6 und Jugendliche 2,50 Euro. Die Filminstallation wird über 22 Tage täglich von 11 bis 17 Uhr gezeigt.

K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Ständehausstraße 1
D-40217 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 83 81 600
Telefax: +49 (0)211 – 83 81 601


10.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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in der Ausstellung „Banu Cennetoglu“
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