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Arik Brauer in Erfurt

Die Ausstellung „Arik Brauer. Phantastisch-Realistisch. Ein Lebenswerk“ in der Kunsthalle Erfurt gibt seit dem Wochenende einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Malers, Grafikers, Sängers, Tänzers und Dichters. Anlässlich seines 90. Geburtstages kuratierte seine älteste Tochter Timna Brauer eine umfangreiche Jubiläumsschau mit rund 150 Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken, vorwiegend Arbeiten aus den letzten drei Jahrzehnten. Aber auch ältere Kunstwerke hat Timna Brauer ausgewählt, etwa das nachdenkliche Porträt ihrer Mutter Naomi, das Brauer 1960 von seiner Frau malte. Zu den jüngsten Arbeiten zählt das Ölbild „Zwischen Freunden“ aus dem Jahr 2015, in dem Brauer ausgehend von der Schöpfungsgeschichte eine paradiesische Verbindung von Mensch, Tier und Natur erschafft.

Arik Brauers Bilder sind farbenfroh, märchenhaft, bevölkert von Fabelwesen und Phantasiegebilden. Er sei schon als Kind phantastischer Realist gewesen, berichtet Brauer: „Ich hab’ immer Fantasiegebilde gemalt. Und es war mein ganzes Leben mein Ziel, Dinge nicht abzukonterfeien, sondern Dinge zu begreifen.“ Inspiration findet Brauer hierfür in anderen Kunstwerken, alten Überlieferungen, aber auch in eigenen Erlebnissen. Daher wundert es nicht, dass Leben und Werk des Holocaust-Überlebenden von ernsten Themen durchdrungen sind. Diese stets wiederkehrenden Fragen gliedern auch die Erfurter Schau. Zeitlebens beschäftigte sich der Mitbegründer der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ mit Umweltfragen, ein verbindendes Element zu seinem Wiener Kollegen Friedensreich Hundertwasser. Weiterhin prägend wirkt auf Brauer das Alte Testament. Obwohl er sich selbst nicht als gläubig bezeichnet, sieht er darin „ein Jahrtausendkunstwerk, das mir sehr entgegenkommt, weil es ein bisschen sowas wie phantastischer Realismus ist“. Menschen- und insbesondere Frauenrechte rückten in den letzten Jahrzehnten in den Fokus des Künstlers. So finden immer wieder starke Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart Eingang in sein Werk.

Die Ausstellung „Arik Brauer. Phantastisch-Realistisch. Ein Lebenswerk“ läuft bis zum 27. Oktober. Die Kunsthalle Erfurt hat von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr, am Donnerstag bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. An jedem ersten Dienstag im Monat ist er frei.

Kunsthalle Erfurt – Haus zum Roten Ochsen
Fischmarkt 7
D-99084 Erfurt

Telefon: +49 (0)361 – 655 56 60
Telefax: +49 (0)361 – 655 56 69

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Phantastischer Realismus

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Künstler:

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