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Oskar Maria Graf und Georg Schrimpf in Murnau

Georg Schrimpf, Schlafende Mädchen, 1926

Das Schlossmuseum Murnau widmet sich in seiner Sommerausstellung dem Maler Georg Schrimpf und dem Schriftsteller Oskar Maria Graf. Beide trafen sich zum ersten Mal 1911 in der elterlichen Bäckerei Grafs in Berg am Starnberger See und freundeten sich an. Der Autor floh nach einer familiären Auseinandersetzung nach München, um Schriftsteller zu werden. Als sein Malerfreund 1916 in Herwarth Waldens Berliner Galerie „Sturm“ und 1920 bei Goltz in München ausstellte, schrieb Oskar Maria Graf nicht nur Rezensionen zu den Werken, sondern porträtierte auch Georg Schrimpf, etwa in der Sammlung „Minutengeschichten“ und der Charakterisierung „Ein barockes Malerporträt“. Die Schau will unter Einbezug dieser Texte und weiterer Dokumente die Freundschaft der beiden beleuchten und zwei Männer vorstellen, die sich in jungen Jahren kennenlernten, gemeinsam durch bedrückende politische Zeiten gingen und deren Œuvre die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig werden lässt.

Georg Schrimpf kam 1889 in München zur Welt und wurde auf Drängen der Eltern zum Zuckerbäcker ausgebildet. Mit dem fünf Jahre jüngeren Graf reiste er 1913 zum Monte Verità, dem Treffpunkt von Lebensreformern, Pazifisten und Künstlern im Tessin. 1918 waren sie dann wegen Verbreitung illegaler Literatur 14 Tage gemeinsam in Polizeigewahrsam. Mit den Ausstellungen in Berlin und München genoss der Autodidakt Schrimpf früh künstlerische Anerkennung. 1924 schilderte er dem Kunsthistoriker Franz Roh sein bisheriges Leben: Zehn Jahre der Malerei als Autodidakt sowie unstete Zeiten des Broterwerbs in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich, in denen sich der ausgebildete Konditor etwa als Koch und Kellner durchgeschlagen hatte. Den Entschluss, Maler zu werden, hatte Schrimpf 1913 gefasst. 1917 heiratete er die Malerin und Grafikerin Maria Uhden, die schon im Folgejahr starb. 1938 verschied Schrimpf unerwartet in Berlin. Sein langjähriger Freund Oskar Maria Graf emigrierte danach in die USA.

Die neusachlichen Gemälde von Georg Schrimpf bestechen mit ihrer Ruhe und der gefassten Art der Dargestellten. Seine Menschen weisen eine plastische Gestaltung auf, wie es in den „Schlafenden Mädchen“ von 1926 deutlich wird. Seine Naturschilderungen erinnern an menschenleere Idyllen, so die „Landschaft bei Uffing“ von 1928 oder die „Voralpenlandschaft (Chiemsee)“ von 1935. Schrimpfs Kolorit bewegt sich von der ausdrucksstarken Palette des 1918 geschaffenen „Besuchs beim Kinde“ hin zu einer weicheren und naturnahen Farbwahl, wie es das 1932 datierte „Selbstbildnis mit Sohn“ verdeutlicht.

Die Ausstellung „Mein Freund, der Maler. Oskar Maria Graf und Georg Schrimpf“ läuft bis zum 3. November. Das Schlossmuseum Murnau hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, bis September am Wochenende bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren 2 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 25 Euro.

Schlossmuseum Murnau
Schlosshof 2-5
D-82418 Murnau am Staffelsee

Telefon: +49 (0)8841 – 476 207
Telefax: +49 (0)8841 – 476 277


07.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


25.07.2019, Mein Freund, der Maler. Oskar Maria Graf und Georg Schrimpf

Bei:


Schlossmuseum Murnau

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Neue Sachlichkeit

Bericht:


Farbensprühende Brüllaffen in der Gemäldegalerie eines Irrenhauses

Bericht:


Modern, radikal, weiblich

Variabilder:

Georg Schrimpf, Voralpenlandschaft (Chiemseelandschaft), 1935
Georg Schrimpf, Voralpenlandschaft (Chiemseelandschaft), 1935

Variabilder:

Georg Schrimpf, Selbstbildnis mit Sohn, 1932
Georg Schrimpf, Selbstbildnis mit Sohn, 1932

Variabilder:

Georg Schrimpf, Landschaft bei Uffing, 1928
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