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Berlin restituiert zwei Gemälde

Giovanni di Paolo, Die heilige Klara rettet Schiffbrüchige, um 1455

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) restituiert aus der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zwei Predellentafeln der frühen Renaissance. Die Werke stammen aus der Sammlung des jüdischen Unternehmers Harry Fuld senior und wurden über einen Kunsthändler 1940 erworben. Hermann Parzinger, Präsident der SPK, erklärte: „Schon 2009 haben wir ein spätmittelalterliches Alabasterrelief aus der Sammlung Fuld zurückgegeben, 2012 auch zwei Stofffragmente. Ich bin froh, dass auch die Provenienz der beiden Predellentafeln, die wohl zu den wichtigsten Werken aus der Sammlung von Harry Fuld senior gehörten, geklärt werden und diese nun wieder an die Nachfahren zurückgegeben werden konnten.“

Die zwei kleinen Kunstwerke messen 20 auf 30 Zentimeter und sind um 1455 datiert. Der Sieneser Maler Giovanni di Paolo zeigt darauf zwei Szenen aus dem Leben der heiligen Klara von Assisi: Einmal die Einkleidung der Heiligen durch den heiligen Franziskus, zum anderen die Rettung von Schiffbrüchigen durch die heilige Klara. Die Predellentafeln wurden über den Kunsthändler Carl Bümming für das Kaiser-Friedrich-Museum angekauft. Für wen Bümming als Mittler tätig war, ist unbekannt. „Es kann aber ausgeschlossen werden, dass der Verkauf der Predellentafeln ohne die Herrschaft der Nationalsozialisten so verlaufen wäre, wie dies tatsächlich geschehen ist. Daher hat sich die SPK zur Restitution im Sinne der Washingtoner Prinzipien von 1998 entschlossen“, so die SPK.

Der Frankfurter Unternehmer Harry Fuld senior (1879-1932) leitete die von ihm gegründete Firma H. Fuld & Co., die Telefone herstellte. Der Kunstsammler hatte in seinem Testament festgehalten, dass sein Nachlass erst 1950 an die Erben gehen sollte. Die jüdische Familie, seine Witwe Lucie Mayer-Fuld und die zwei Söhne Harry sowie Peter Harry Fuld, war nach der Machtergreifung der Nazis den Verfolgungsmaßnahmen der Machthaber ausgesetzt. Das Testament konnte nicht ordnungsgemäß vollstreckt werden, und so wurde der Nachlass vorzeitig abgewickelt. Das Unternehmen wurde arisiert.

Harry Fuld junior (1913-1963) wurde aus der Firma entlassen und zog zunächst nach Wien, bevor er 1937 nach England emigrierte. Peter Harry Fuld (1921-1962) stammte aus der zweiten Ehe seines Vaters und blieb zunächst in Frankfurt. Als ihm das Ausscheiden aus der Schule nahegelegt wurde, sandte ihn seine Mutter 1937 in die Schweiz. Er studierte in London und wurde im Krieg nach Kanada deportiert. 1945 kehrte er nach Europa zurück und arbeitete in London und Frankfurt. Lucie Mayer-Fuld war seit 1926 die dritte Ehefrau von Harry Fuld senior. 1939 emigrierte sie nach Frankreich. Da nicht abschließend geklärt werden konnte, welchem seiner Erben Harry Fuld sen. die zwei nun zurückgegebenen Predellentafeln hinterlassen hatte, haben sich die SPK und die Nachfahren einvernehmlich darauf verständigt, die Werke an die gesamte Erbengemeinschaft zu restituieren.


29.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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