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Kunstmesse Future Fair stellt ungewöhnliches Finanzkonzept vor

Wenn im Mai 2020 die neue Kunstmesse Future Fair in New York zum ersten Mal ihre Tore schließt, wird sie einen Teil ihrer erwirtschafteten Umsätze an die Aussteller auszahlen: 35 Prozent der Einnahmen sollen an sie zurückfließen, zumindest in den ersten vier Jahren. Initiiert wurde das Projekt, an dem sich pro Jahr maximal 36 Galerien beteiligen dürfen, von Rachel Mijares Fick und Rebeca Laliberte. Die beiden erfahrenen Kunsthändlerinnen wollen damit finanzielle Belastungen und Risiken, die vor allem mittelgroße und kleine Galerien schwer treffen können, eindämmen und – so ihre langfristige Vision – eine möglichst breite und bunte Vielfalt auf dem Kunstmarkt erhalten. Unterstützt wird die Future Fair von einem namenhaften Beraterteam, dem unter anderem das Sammlerpaar Michael und Susan Hort, Kuratorin Monique Long und die Publizistin Allison Rodman angehören.

Üblicherweise bezahlen Galerien eine Standgebühr an die Messeorganisatoren. Diese Ausgaben müssen sie dann über Verkäufe an ihrem Platz wieder hereinholen, unabhängig davon, wie viele Besucher kommen oder welche Sponsoren die Veranstaltung zusätzlich gewinnen konnte. Auch die Future Fair erhebt Standgebühren. Neben diesen Gebühren finanziert sich die neue Messe über die Ticketverkäufe und verschiedene Sponsoren. Außerdem wollen Fick und Laliberte zukünftig mit weiteren Finanzierungswegen experimentieren. 65 Prozent der so generierten Gelder dienen der Kostendeckung der Veranstalter. Der Rest wird gleichmäßig auf die Teilnehmer verteilt. Neben einer Barauszahlung können sie den Betrag auch als Guthaben für einen Stand im Folgejahr verwenden, den sie entweder selbst bespielen oder einem anderen Galeristen überlassen, der sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnte.

Die Aussteller werden für eine Koje zwischen 6.500 und 10.900 US-Dollar entrichten müssen. Dafür dürfen sie ihre Kunst, gemeinsam mit einer Partner-Galerie, auf einer Fläche von 25 bis 65 Quadratmetern präsentieren. Das duale Modell soll die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Austellern verbessern und den Besuchern das Gefühl geben, durch eine Vielzahl kleiner Kunstsalons zu streifen. Wie viel Geld tatsächlich dabei herausspringt, hängt vom Gesamterfolg der Veranstaltung ab. Realistischer Weise hoffen die Organisatoren für die erste Auflage auf eine schwarze Null für alle Beteiligten. Danach sollen es pro Jahr drei- bis vierstellige Beträge für jeden Galeristen werden.


Infos: www.futurefairs.com

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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