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Schloss Wernigerode annektiert das Art Déco

in der Ausstellung „Art Déco. Kunst des Historismus?“

Das Bauhaus überlagert derzeit viele Diskurse. Doch während seines Wirkens existierten auch andere Varianten moderner Formgebung. Während die Weimar-Dessauer Designschmiede neben sozialen Gedanken eine Symbiose aus Sachlichkeit und kühler Eleganz verkörperte, etablierte sich in eher elitären Kreisen das nicht auf Massenproduktion, sondern luxuriöse Einzelstücke konzentrierte Art Déco. Den Durchbruch erlangte die prominente Stilrichtung der nichtfunktionalistischen Moderne im Jahr 1925 auf der Pariser „Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes“. Erst in den 1960er Jahren wurde der Richtung posthum die Bezeichnung Art Déco zugewiesen. In diesem Stiel ließ Fürst Christian-Ernst zu Stolberg-Wernigerode um 1919/20 fünf Salons von der Berliner Ausstattungsfirma Kimbel & Friederichsen in seinem neugotischen Schloss neu herrichten. Dies gab nun den Anlass, in diesen und weiteren Räumen die Ausstellung „Art Déco. Kunst des Historismus?“ zu integrieren.

Die weit über 300 Exponate der Schau gehen eine charaktervolle Verbindung mit der ortsfesten Ausstattung des Schlosses ein. Das weite Spektrum der Exponate, darunter bibliophile Kostbarkeiten, Stücke aus Mode und Alltagskultur, Interieur und Kunstgewerbe, führen das gesamte gestalterische Spektrum vor Augen. Neben Glas-, Porzellan-, Keramik- oder Metallobjekten widmet sich ein Abschnitt dem in den 1920er Jahren in Warenhäusern neu etablierten Sektor kunstvoller Schaufensterdekorationen. Ein anderes Kapitel stellt den in Wernigerode tätigen Innenausstatter Wilhelm Kimbel (1868-1965) vor, der das Berliner Hotel Adlon, Schlösser, Banken oder Passagierschiffe ausgestaltete. Zu den Höhepunkten unter den Exponaten zählen unter anderem die Jazzkapelle von Ludwig Gies, ein kubischer Turm halbplastischer Figuren, den er 1925 für die Berliner Porzellanmanufaktur KPM entworfen hatte, oder Gemälde und Grafiken von Tamara de Lempicka.

Kräftige Farben, glänzende Oberflächen und eine dynamisch-expressive Ornamentik wie der „Zackenstil“ sind Eigenschaften, die sich generell durch die Ausstellung ziehen. Weiterer Glanzpunkt ist der „Hochzeitszug“ des Bildhauers Adolph Amberg. Die 20 ab 1905 entworfenen und konsequent durchgeformten Figuren verkörpern Kontinente und Kulturen. Mit ihrer streng stilisierten Charakteristik und feingliedrigen, kraftvoll bewegten Linienführung nehmen sie bereits das Art Déco vorweg. In den 1940er Jahren wird diese Ausdrucksform buchstäblich vom Klassizismus und Heimatstil aufgesogen. Wie dies geschah, kann der Besucher des Brocken am Bahnhof Westerntor in Wernigerode erfahren. Das von Fritz Höger geplante, 1936 eröffnete Empfangsgebäude mit Schleppdach, vorgezogenen säulengestützten Giebelseiten, Bretterverschalungen und Sprossenfenstern verkörpert bereits augenfällig eine andere Epoche.

Die Ausstellung „Art Déco. Kunst des Historismus?“ ist bis zum 3. November zu sehen. Das Schloss Wernigerode hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro bzw. 3,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der im Schloss 29,80 Euro kostet.

Schloss Wernigerode
Am Schloss 1
D-38855 Wernigerode

Telefon: +49 (0)3943 – 553 030
Telefax: +49 (0)3943 – 553 055

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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29.06.2019, Art Déco. Kunst des Historismus?

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