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Wien ehrt den Kunsthistoriker Alfred Schmeller

Cora Pongracz, Ansicht der Ausstellung „Live“ im 20er Haus, 1970

1962 öffnete im Schweizergarten in Wien mit dem sogenannten „20er Haus“ das österreichische Museum des 20. Jahrhunderts seine Tore. Als Gründungsdirektor amtierte bis 1969 Werner Hofmann, den es dann als Direktor an die Hamburger Kunsthalle verschlug. Nachfolger wurde der 1920 in Erlangen geborene Kunsthistoriker und Publizist Alfred Schmeller. Sein zehnjähriges Direktorat war adäquat den Gegebenheiten der aufgewühlten Zeit von zahlreichen neuen Ausstellungs- und Vermittlungsformaten geprägt. Heute ist das ehemalige „20er Haus“ in das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien aufgegangen. In Ausstellungen widmet es sich der Museumsgeschichte. Eine neue Folge nimmt nun die Ära Alfred Schmellers von 1969 bis 1979 unter dem Titel „Das Museum als Unruheherd“ in den Blick.

Anders als Hofmann, der bereits als junger Kunsthistoriker zum Direktor berufen worden war, hatte Schmeller schon eine Karriere hinter sich, die Stationen als Kritiker, Redakteur, Art-Club-Sekretär und Landesdenkmalpfleger des Burgenlandes aufwies. Vor dem Hintergrund eines breiten Spektrums an Kenntnissen und Erfahrungen leitete er eine Neuausrichtung der Museumspolitik ein. Beim Sammlungsausbau setzte er neben der von seinem Vorgänger protegierten klassischen Moderne vor allem auf gesellschaftskritische Kunst. Seine Ankäufe von Werken der „Chicago Imagists“ mit ihrer alternativen, teils anstößigen Sicht auf den Alltag und die Konsumkultur galten als Sensation in der Wiener Museumslandschaft. Neben der bildenden Kunst initiierte er Architektur- oder Designausstellungen und betrieb eine innovative Kunstvermittlung inklusive breit aufgestellter Programme für Kinder, um die Distanzen zwischen Kunst und Publikum zu verringern. Interdisziplinäre Vermittlungsangebote wie Theaterspiele, Musik- und Literaturveranstaltungen bewirkten, dass sich schon im ersten Jahr die Besucherzahlen verdoppelten.

Eine seiner wichtigsten Ausstellungen war 1970 „Live“ über die Architekten-Künstlergemeinschaft Haus-Rucker-Co. Der für „Wegrücken“ stehende Begriff bezieht sich auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die Laurids Ortner, Klaus Pinter und Günter Zamp Kelp in visionären wie experimentellen Entwürfen reflektierten. Ihr „Riesenbillard“ von 1970 erlebt nun als Mittelpunkt der Schau eine Auferstehung. Auf einer riesigen, wie bei einem Boxring abgegrenzten Luftmatratze fordern drei große Kugeln auf wackeligem Terrain zum Mitmachen auf. In den Jahren 1977 und 1979 schrieb das Haus Ausstellungsgeschichte, als Alfred Schmeller den Schweizer Harald Szeemann mit der Ausrichtung der legendären Schau „Junggesellenmaschinen“ und „Monte Verità“ beauftragte. Zahlreiche Werke aus Schmellers Ausstellungen versuchen, die damalige Umbruchstimmung unter dem neuen sozialdemokratischen Kanzler Bruno Kreisky und seinem umtriebigen Kunstminister Fred Sinowatz hin zu einem barrierelosen Kunstbegriff zu visualisieren. Früh verstarb Alfred Schmeller 1990 in Wien.

Die Ausstellung „Alfred Schmeller. Das Museum als Unruheherd“ ist bis zum 16. Februar 2020 zu besichtigen. Das Museum moderner Kunst hat montags von 14 bis 19 Uhr und dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr, am Donnerstag zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro bzw. 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren ist er frei.

Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 525 00
Telefax: +43 (0)1 – 525 00 13 00

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


27.09.2019, Alfred Schmeller. Das Museum als Unruheherd

Bei:


Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


Wien dreht auf

Variabilder:

Cora Pongracz, Ansicht der Ausstellung „Live“ im 20er Haus, 1970
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