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Caravaggio und Bernini: Das Melodrama des Frühbarock in Wien

Michelangelo Merisi da Caravaggio, David mit dem Haupt des Goliath, um 1600/01

Das Kunsthistorische Museum (KHM) in Wien widmet sich ab heute zwei Stars der italienischen Barockkunst: Michelangelo Merisi da Caravaggio und Gian Lorenzo Bernini. Im Zentrum stehen die bahnbrechenden Arbeiten des Malers und des Bildhauers, ergänzt um Werke ihrer Zeitgenossen. Beide Barockkünstler übten einen großen Einfluss auf die Kunst des 17. Jahrhunderts aus. Die Schau untersucht, was die beiden verbindet: Eine neue Aufmerksamkeit für die wirklichkeitsnahe Naturdarstellung und für das Pathos großer Gefühle. Die etwa 70 Exponate sollen das zentrale Thema, die Entdeckung der menschlichen Regungen als theatralisches Anliegen des Barock, verdeutlichen, so die Kuratoren Gudrun Swoboda, Stefan Weppelmann und Frits Scholten. Zudem behandelt die Ausstellung die Auseinandersetzung mit den künstlerischen Umwälzungen, die in Rom zwischen 1600 und 1650 stattfanden und sich in ganz Europa auswirkten. Das Ziel der Zusammenschau von Malerei und Skulptur sind „neuartige Perspektiven auf die römische Kunstlandschaft des frühen 17. Jahrhunderts“, so die Kuratoren. Neben den zwei Protagonisten sind auch Arbeiten von Künstlern wie Annibale Carracci, Nicolas Poussin, Giuliano Finelli und Alessandro Algardi zu sehen. Erstmals ist auch das in Privatbesitz befindliche Gemälde der Maria Magdalena von Artemisia Gentileschi der Öffentlichkeit zugänglich.

Rom zog zahlreiche Künstler aus Florenz, Neapel und der Lombardei, aber auch aus Frankreich, Deutschland, Flandern und den Niederlanden an. Sie alle experimentierten mit den neuen Bildthemen und kompositorischen Lösungen, die Caravaggio an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert entwickelte. Es entstanden Werke voller Dramatik und Leidenschaft, die sich durch Darstellung exzentrischer wie starker Bewegung und Gefühlsregung sowie durch eine theatralisch inszenierte Farb- und Lichtregie auszeichnen. Nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in Dichtung und Literatur sowie in Musik und Theater kann man die fünf Jahrzehnte von 1600 bis 1650 als „Geburtsmoment“ einer Kunst der Affekte bezeichnen. Plötzliches Erschrecken, wie beispielsweise bei Caravaggios „Knabe, von einer Eidechse gebissen“, zeugt von dem Interesse an der Darstellung intensiver Gefühle.

Der Architekt und Bildhauer Gian Lorenzo Bernini ist bekannt für seine Fähigkeit, Stofflichkeit und das weiche Fleisch des menschlichen Leibes meisterhaft in seinen Skulpturen wiederzugeben. Tiefes Gefühl präsentiert sich etwa im verzückten Gesicht der ganz in Ekstase verlorenen Theresa von Avila, deren Spektakel in der Cornaro-Kapelle der römischen Kirche Santa Maria della Vittoria einige Zuschauer beiwohnen. Die Heilige ist als Terrakottamodell von 1647 im KHM zu sehen. Das Melodrama aus Verzweiflung, Trauer und Panik findet sich in Guido Renis „Bethlehemitischem Kindermord“ von 1611 verewigt. Die bereits toten Kinder liegen in fahlem grau-grünem Inkarnat auf dem Boden.

Die Ausstellung „Caravaggio & Bernini. Entdeckung der Gefühle“ läuft vom 15. Oktober bis zum 19. Januar 2020. Für die Schau ist das KHM täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und am Wochenende bis 21 Uhr geöffnet, an Heiligabend von 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt mit einem Zeitfensterticket beträgt 21 Euro, ermäßigt 17 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 39,95 Euro.

Kunsthistorisches Museum Wien
Maria-Theresien-Platz
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 52 52 40
Telefax: +43 (0)1 – 52 52 45 03

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


15.10.2019, Caravaggio & Bernini. Entdeckung der Gefühle

Bei:


Kunsthistorisches Museum Wien

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Barock

Bericht:


Caravaggio - oder doch nicht?

Bericht:


Licht und Schatten eines Genies

Bericht:


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Variabilder:

in der Ausstellung „Caravaggio & Bernini. Entdeckung der Gefühle“
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