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Die Frankfurter Paulskirche als prozessuales Kunstwerk

in der Ausstellung „Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“

Kaum eine andere künstlerische Sparte ist aktuellen Sichtweisen so extrem ausgesetzt wie die Architektur. Technische Anforderungen, Geschmack oder Lebensgewohnheiten tragen zum stetigen Wandel bis hin zum Verschwinden ganzer Bautypen bei. Exemplarisch dafür steht die Frankfurter Paulskirche. Neue Nutzungen, Zerstörungen und Umbauten durchziehen die Geschichte des einstigen Gotteshauses bis heute. Dies thematisiert nun die Ausstellung „Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“ im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt.

1782 begannen die Planungen für die neue protestantische Hauptkirche an der Stelle des baufälligen Barfüßerklosters. Nach Plänen des Stadtbaumeisters Johann Andreas Liebhardt war bis 1792 der Rohbau fertiggestellt. Aus finanziellen und technischen Gründen konnte der nüchterne, klassizistische, querovale Zentralsaal aber erst 1833 vollendet werden. Im lichtdurchfluteten Innenraum waren die 20 ionischen Säulen der einzige Schmuck. Auf ihnen ruhte die Empore. 2.000 Menschen fasste der Raum, dessen Modernität, Größe und halbrunde Sitzordnung nebst Publikumsempore sich ideal als Tagungsort für die Nationalversammlung anboten. Als Sitzungssaal des ersten gesamtdeutschen demokratischen Parlaments in den Jahren 1848 und 1849 ist das Gebäude, das bis 1852 der kirchlichen Nutzung entzogen war, im allgemeinen Gedächtnis geblieben.

Brandbomben zerstörten 1944 den Komplex bis auf die Außenmauern. Nach einem Wiederaufbauwettbewerb 1946 bildete sich unter der Lenkung von Rudolf Schwarz eine Planungsgemeinschaft, die ab 1946 den Aufbau bewerkstelligte. Pünktlich zum 100. Jahrestag der Zusammenkunft der Nationalversammlung konnte am 18. Mai 1948 die Einweihung erfolgen. Eine neu eingezogene Decke teilt den Bau in eine halbdunkle erdgeschossige Wandelhalle, von der zwei Treppen in den hellen, in moderner, nüchterner Formensprache gestalteten Saal führen. Da die Frage der deutschen Hauptstadt noch nicht geklärt war und sich Frankfurt darauf Hoffnungen machte, wurde für den erwarteten Parlamentssitz ein repräsentatives Zimmer des Bundestagspräsidenten im Hauptturm geplant, das aber schon bald obsolet wurde. Denn 1949 war Bonn Hauptstadt und Parlamentssitz geworden.

Entwürfe, Zeichnungen, Fotografien, Modelle erläutern die Etappen der baulichen Entwicklungen, die sich über die Jahre bis heute fortsetzen. 1966 wurden neue Fenster eingebaut, in den 1980er Jahren die Saaldecke und die Orgel erneuert. Der Künstler Johannes Grützke konnte nach einem 1987 gewonnenen Wettbewerb die ovale Wand um den VIP-Saal des Foyers mit einem „Zug der Volksvertreter“ ausmalen. Immer wieder stand die heutige Nutzung als Erinnerungsstätte deutscher Demokratie sowie als Festsaal für Ehrungen und Preisverleihungen in der Kritik. Nahezu permanent kommt die Forderung nach einer Rekonstruktion des Urzustandes aufs Tapet, auch bei den jetzt anstehenden technischen Sanierungen. Eingebettet in die Vorstellung ähnlicher Projekte in anderen deutschen Städten, lässt die Schau dazu unterschiedliche subjektive Positionen zu Wort kommen.

Die Ausstellung „Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“ ist bis zum 16. Februar 2020 zu sehen. Das Deutsche Architekturmuseum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum 29 Euro kostet.

Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 388 44
Telefax: +49 (0)69 – 212 363 86


31.10.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Die Paulskirche in Frankfurt – Blick in den Saal
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Die ausgebrannte Paulskirche, 1946
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Präsidentenzimmer in der Paulskirche
 mit Buntglasfenster von Karl Knappe von 1952
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Innenansicht der historischen Paulskirche mit Empore, um 1833
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Heutige Außenansicht der Paulskirche in Frankfurt am Main
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in der Ausstellung „Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“
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