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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Eine neue Ausgabe der Art Düsseldorf hat eröffnet und präsentiert viel regionale Kunst mit internationalem Anspruch

Aller guten Dinge sind drei



Jonathan Meeses Bodengestaltung am Stand von Sies + Höke

Jonathan Meeses Bodengestaltung am Stand von Sies + Höke

„Nach der Behebung von Kinderkrankheiten und logistischen Schwierigkeiten können wir uns nun in der dritten Ausgabe voll auf die Inhalte konzentrieren“, meinte der Messechef Walter Gehlen zur Auftaktpressekonferenz der neuen Auflage der Art Düsseldorf. Die Verkaufsschau versteht sich als internationale Kunstmesse mit betonter Verankerung in der Region. Die Hälfte der 98 Aussteller kommen aus dem Ausland, davon zehn Prozent aus Asien und den USA. 30 Prozent sind in Düsseldorf und der Region beheimatet. 75 Prozent der Teilnehmer sind mindestens schon einmal mit dabei gewesen. Scheinbar scheint das auf „Abgrenzung und Eigenständigkeit bedachte Konzept“, so Walter Gehlen, gut anzukommen. „Die zwei wichtigsten Städte des Rheinlandes verdienen auch zwei Kunstmessen, erst recht in einer Region, wo sich extrem viele Kunstsammler und Museen finden“, so Gehlen weiter.


Diese spezielle Ausrichtung zeigt sich in der Werkauswahl, die die Galeristen mitgebracht haben, aber auch in den zwei Skulpturenplätzen: Aus der renommierten Privatsammlung Viehof ziert die Arbeit „81 Steel Cardinal“ von Carl Andre aus dem Jahr 1989 die Veranstaltung. Es ist ein Brückenschlag von Düsseldorf ins Internationale, denn der Amerikaner konnte seine erste europäische Ausstellung in der Düsseldorfer Galerie Fischer bestreiten, die ihm zum globalen Durchbruch verhalf. Damals war eine vergleichbare Bodenarbeit aus Stahlplatten zu sehen. Die Berliner König Galerie stellte für den zweiten Skulpturenplatz die „Absorption (Dolomit)“ der gebürtigen Polin Alicja Kwade zur Verfügung. Hier erweitern Spiegelflächen zwischen Dolomitsteinen den Raum und spiegeln zugleich die Besucher, was Natur und handelnde Menschen zu einem Kraftfeld verschweißt.

Zum Auftakt des Messerundgangs kommt die „Erleuchtung“, zumindest wenn es nach Intentionen der Mainzer Künstlerin Lore Bert geht. Die gleichnamige Glasstele von 2019 aus dichroitischem Glas mit Japanpapier entfaltet je nach Standort ein stilles kontemplatives Schauspiel von changierenden Farben und Spiegelungen. Während der Betrachter noch sinniert, ob ihm das Abtauchen ins Nirwana der Sinne 28.000 Euro wert ist, lockt dahinter das starkfarbige explosive „Natural Chaos 170318“ von Arne Quinze weiter in die große Koje von Dorothea van der Koelen. Die über die Vielfalt der Natur, das Leben und das fortwährende zerstörerische Verhalten ihr gegenüber zum Nachdenken anregende Wandskulptur aus bemalter Bronze und Stahl wird mit stolzen 148.000 Euro gehandelt.

Etwas weiter steht man einem Paar von Stephan Balkenhol aus dem Jahr 2019 gegenüber. Der aus Wawaholz geschnitzte Mann der beiden übereinander angeordneten Statuetten schlägt mit 48.000 Euro zu Buche, während Dietmar Löhrl aus Mönchengladbach „Die Frau im weißen Kleid“ darüber als Teil einer Bronze-Edition mit 30 Exemplaren für 18.500 Euro abgibt. Den mittlerweile 81jährigen Bildhauer und Zeichner Ulrich Rückriem konnte der Galerist noch einmal dafür begeistern, eine titellose neue Stein-Edition aus zwölf Exemplaren aufzulegen. Die kleinen quadratischen Kuben von 40 Zentimeter Kantenlänge aus je zwei geschliffen und polierten sowie zwei gespalten und gesägten Fronten kosten je 18.000 Euro.

Norbert Tadeusz, den das Düsseldorfer Museum Kunst Palast momentan mit einer umfangreichen Ausstellung ehrt, ist mit dem Ölbild „Schnüre quer“ von 1979 beim Düsseldorfer Kunsthandel Beck & Eggeling vertreten. Die von der Pop Art inspirierte Illustration verschlungener und brennender Telefonkabel aus der alten analogen Zeit steht für 79.000 Euro zum Verkauf. Auch eine eindringliche Fotoarbeit von Thomas Wrede, die die Sinnlosigkeit der Abdeckung des Rhonegletschers zur Verhinderung seiner Abschmelzung offenbart, ist hier für 8.400 Euro zu haben. Plötzlich schaut der Besucher der Art Düsseldorf dann auf die Kuppel des Pantheons, nicht in Realität, aber auf dem aktuellen Ölbild „Roma 13/I“ von Robert Fleck, das die Kölner Galerie Boisserée für 38.000 Euro an ihrem Stand hängen hat. Als weiterer Blickfang dient hier die zur Stereotype reduzierte Frauengestalt „Sara gets undressed. 34“ von Julian Opie, die 79.000 Euro einbringen soll.

Anlässlich des 90. Geburtstages von Arnulf Rainer wird der Jubilar nicht nur in Österreich, sondern auch in Düsseldorf geehrt. Eine seiner Übermalungen in Kreuzform mit einem romanischen Christuskörper aus dem Jahr 1987 bietet die Galerie Setareh für 195.000 Euro an. Heinz Holtmann aus Köln führt dann wieder ins Rheinland zurück. Für seinen Messeauftritt hat er ein querrechteckiges „Sphärisches Hohlspiegelobjekt“ des Krefelders Adolf Luther von 1988 für marktgerechte 68.000 Euro ausgewählt. Spiegel und Glas, aber auch die Natur beherrschen Dan Grahams Modell für das „Fun House For Children of Sint-Ja…“ von 1997. Der Münchener Galerist Rüdiger Schöttle gibt den Preis mit 80.075,10 US-Dollar brutto an.

Rosemarie Schwarzwälder von der Wiener Galerie nächst St. Stephan fällt wieder durch eine geschickte Inszenierung auf. Durch den 34.000 Euro teuren Kreis der runden minimalistischen Stahlplastik „Parade“ von Michal Bundy aus dem Jahr 2017 blickt der Besucher auf ein Ölbild des koreanischen, aber in Düsseldorf lebenden Malers Jongsuk Yoon, der hier seinen gegenwärtigen Eindruck von der Hitze für 45.000 Euro offenbart. Zu den günstigen Arbeiten Prominenter gehört die „Schlage“ von Katharina Fritsch bei Schönewald Fine Arts. Für 1.400 Euro kann man eine der 280 Exemplare des geschwungenen Reptils aus schwarzem Kunststoff erstehen. Ein origineller Eyecatcher ist der eigens für die große Eckkoje der Düsseldorfer Galerie Sies + Höke gestaltete Bodenbelag von Jonathan Meese. Doch die wie immer kraftvoll expressive Farbgewalt unter dem Titel „Sies + Höke Art Düsseldorf 2019“ steht nicht zum Verkauf, lediglich eine dazu auf Hartfaser mit Acryl fixierte Vorlage für 30.000 Euro.

Ein weiteres großformatiges Werk findet sich von Markus Oehlen für 100.000 Euro bei der Düsseldorfer Galerie Hans Mayer. Das unbetitelte Acrylbild von 1996 aus ineinander verschlungenen kräftigen Farbschlieren lässt viele Interpretationen offen. Etwas weiter kann man sehen, wie aus einem Autoreifen eine Gummijacke werden kann. Die originelle Altmaterialskulptur von Viviana Abelson, betitelt mit „Legend“, kostet bei Anita Beckers 22.000 Euro. Mit einem neuen Werk von Thomas Zipp lockt die Grand Dame der Wiener Galerienszene, Ursula Krinzinger, in ihren Stand. Die plastisch aus dem Acrylbild heraustretenden, mit Öl bemalten weiblichen Holzköpfe sind mit weißen Linien vernetzt und laden zum Deuten ein. Ursula Krinziger erwartet sich 57.000 Euro für das Werk menschlicher Konformität. Gefragt, warum es sie immer zur Art Düsseldorf zieht, ist Krinzingers die Antwort überraschend: „Hier in Düsseldorf ist viel mehr Offenheit als in Köln. Ich habe hier mehr Erfolg, hier sind mehr Sammlungen, Museen und Sammler. Köln ist dagegen immens zugewachsen. Ich denke, Düsseldorf wird sich noch deutlich mehr steigern.“

Auch ihr Wiener Kollege Ernst Hilger kommt immer wieder gerne nach Düsseldorf. Heuer hat er eine Serie von Collagen von Erró, alias Guðmundur Guðmundsson, mitgebracht, unter anderem die mit Menschen in Komikmanier überfüllte „Study for Valenciascape“ von 2007 für 6.500 Euro. Aber wohin der Messebesucher auch schaut, wieder und wieder stößt er auf Künstler der Region, die sich weltweit einen Namen gemacht haben, so etwa bei Johann König, der unter anderem eine frische abstrakte titellose Acrylarbeit auf Papier von Katharina Grosse für 50.000 Euro präsentiert. Grosse ist neben ihrem Lehrer Gotthard Graubner derzeit Gegenstand einer großen Schau in der nahen Duisburger Küppersmühle. Den Bochumer Farbfeldmaler Kuno Gonschior würdigt dann die dort ansässige Galerie m mit dem kleinformatigen getupften Ölbild „Ultramarinblau“ von 1992 für 125.000 Euro.

Eine Reihe von Kooperationen mit den Partnerstädten Düsseldorfs, regionalen Privatsammlungen und Museen ergänzt das Angebot mit Sonderschauen, Begleit- und Diskussionsveranstaltungen. Vor allem die Digitalisierung steht hier im Fokus. Wie geht der Kunsthandel im Spannungsfeld von Marketing, Werbung und Medien künftig vonstatten? Wie verhält es sich mit welchen Plattformen, Kooperationsmodellen und neuen Kommunikationskanälen? Diese zukunftsrelevanten Fragen der Kunsthandelsbranche werden hierbei erörtert. Die Devise, von der eigenen Verortung aus unbefangen in die Welt zu schauen und die Zukunft zu gestalten, hat schon oft zum Erfolg geführt. Getreu diesem Prinzip kann die Art Düsseldorf optimistisch in die Zukunft blicken.

Die Art Düsseldorf läuft bis zum 17. November und hat am 15. November von 12 bis 19 Uhr, am Wochenende von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro. Für Kinder unter zwölf Jahren ist er frei.

www.art-dus.de



15.11.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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15.11.2019, Art Düsseldorf 2019

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Bericht:


Neue Partner für die Art Düsseldorf

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Alicja Kwade, Absorption (Dolomit), 2018
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Jonathan Meeses Bodengestaltung am Stand von Sies + Höke
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Variabilder:

Ulrich
 Rückriem, Ohne Titel, 2019
Ulrich Rückriem, Ohne Titel, 2019

Variabilder:

Markus
 Oehlen, Untitled, 1996
Markus Oehlen, Untitled, 1996

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Jongsuk Yoon,
 The Heat, 2019
Jongsuk Yoon, The Heat, 2019







Markus Oehlen, Untitled, 1996

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Kuno Gonschior, Ultramarinblau, 1992

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Alicja Kwade, Absorption (Dolomit), 2018

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Katharina Fritsch, Schlange, 1999-2001

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Ulrich Rückriem, Ohne Titel, 2019

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Dan Graham, Fun House For Children of Sint-Ja…, 1997

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Arne Quinze, Natural Chaos 170318, 2017

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Viviana Abelson, Legend, 2019

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Alicja Kwade, Absorption (Dolomit), 2018

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Carl Andre, 81 Steel Cardinal, 1989

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am Stand der Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

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Jongsuk Yoon, The Heat, 2019

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Jonathan Meeses Bodengestaltung am Stand von Sies + Höke

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