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„Artist of the Year“ Caline Aoun in Berlin

in der Ausstellung „Caline Aoun: seeing is believing“

Im Palais Populaire in Berlin ermöglicht die Deutsche Bank ihrem „Artist of the Year“ Caline Aoun ab heute ihre erste institutionelle Einzelpräsentation in Deutschland. In „seeing is believing“ thematisiert die libanesische Künstlerin, wie der globale digitale Datenfluss unsere Wahrnehmung und unmittelbare physische Umgebung sowie auch komplette Gesellschaftssysteme prägt. „Meine Werke mögen ziemlich abstrakt sein“, sagt Aoun, „doch zugleich ähneln sie etwas sehr Realem.“ Die Schau erzählt vom Zusammenbruch durch die Überforderung von Systemen. Sie hat dabei eine klare Botschaft: dass der Lärm aufhören muss, dass wir Raum für Kontemplation brauchen, um neue Systeme und zu uns selbst zu finden. 1983 in Beirut geboren, zählt Aoun zu einer Generation junger libanesischer Künstlerinnen und Künstler, die nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1975 im Ausland ihre Ausbildung absolviert haben und heute die Kunstszene im Nahen Osten entscheidend mitprägen.

Aouns Werke verhandeln wiederholt die Übersättigung an Bildern, die die Digitalisierung unserer globalisierten Welt mit sich bringt, und Prozesse der Bildproduktion, die solche exzessiven Ausmaße angenommen haben, dass die Bilder letztendlich verschwinden. Die Grundlage ihrer abstrakten Arbeiten bilden Experimente mit Inkjet-Druckern. Eigentlich dazu geschaffen, makellose Bilder zu generieren, werden sie von Aoun in einem subversiven Akt mit von ihr gesammelten Daten und Bildern „überfüttert“, was zu Fehlfunktionen führt. In „Infinite Energy, finite Time“, der zentralen Installation der Ausstellung, sprudeln vier Brunnen in den Farben des CMYK-Farbmodells. Durch unsichtbare Verbindungen werden die Tinten mehr und mehr vermischt, im Laufe der Zeit zerfließen sie zu einer trüben Brühe, die gerinnt, die Düsen verklebt und schließlich ganz eintrocknet und den Kreislauf unterbricht. Für „Paperplane“ schob Aoun dagegen gefaltetes oder gebündeltes Papier gewaltsam durch Industriedrucker, was monochrome und zart abgestufte Farbflächen, feine Linien, Knitterspuren, Flecken und Fingerabdrücke hinterließ. Das Virtuelle wird bei ihr, zumindest für einen Augenblick, fühl- und begreifbar.

In einem anderen Experiment entstand die Wandarbeit „Contemplating Dispersions“ aus farbig bedruckten DIN-A3+-Blättern. Eine fast teerschwarze Fläche splittert sich immer mehr in rot-violett schimmernde Farbfelder auf. Die rechteckigen Flächen zersetzen sich dann in schmaler werdende Balken aus Hellblau, Türkis und Gelb. Denn während der Drucker versucht, den Auftrag zu erfüllen, schwarz bedruckte Seiten zu produzieren, leert sich die Patrone nach und nach. Schließlich bedient sich das erschöpfte Gerät aller verfügbaren Farbreste, und es bleibt nur noch das Weiß des Papiers, übersät mit Schlieren und Spuren der leeren Druckerköpfe. Aouns Arbeiten bilden nicht ab, sondern sind selbst das handfeste Ergebnis eines vermeintlich unsichtbaren Prozesses, den uns die Künstlerin unmittelbar vor Augen führt. Der Ausstellungstitel „seeing is believing“ ist also wörtlich gemeint.

Als „Artist of the Year“ ehrt die Deutsche Bank jährlich einen vielversprechenden internationalen Künstler. Wichtig ist, dass er bereits ein künstlerisch wie auch gesellschaftlich relevantes Werk geschaffen hat, das die beiden Schwerpunkte der Sammlung Deutsche Bank einbezieht: Arbeiten auf Papier oder Fotografie. Im Unterschied zu vielen anderen Auszeichnungen ist „Artist of the Year“ nicht mit einem Geldpreis dotiert, sondern steht für die Philosophie der Deutschen Bank, weltweit Zugang zu aktueller Gegenwartskunst zu ermöglichen – sei dies durch ihre Kunstsammlung, durch internationale Ausstellungen oder Kooperationen sowie Publikationen. Nach Wangechi Mutu, Yto Barrada, Roman Ondák, Imran Qureshi, Victor Man, Koki Tanaka, Basim Magdy und Kemang Wa Lehulere ist nun Caline Aoun der 9. „Artist of the Year“ der Deutschen Bank.

Die Ausstellung „Caline Aoun: seeing is believing „ läuft bis zum 2. März 2020. Das Palais Populaire hat täglich außer dienstags von 11 bis 18 Uhr und donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro, montags ist er für alle Besucher frei. Der Katalog erscheint Anfang des kommenden Jahres.

Palais Populaire
Unter den Linden 5
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 20 20 930

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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15.11.2019, Caline Aoun: seeing is believing

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Palais Populaire

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in der Ausstellung „Caline Aoun: seeing is believing“
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Caline Aoun, Contemplating Dispersions 2, 2018/19
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Caline Aoun, Infinite Energy, Finite Time, 2019
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Caline Aoun,
 2018
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Künstler:

Caline Aoun








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