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Trauer um Gustav Peichl

Gustav Peichl, 2017

Gustav Peichl ist am Sonntag in Wien gestorben. Der 1928 in der österreichischen Hauptstadt geborene Autor und Architekt wirkte auch als Karikaturist „Ironimus“ für verschiedene Zeitungen, unter anderem für „Die Presse“, den „Kurier“ oder die „Süddeutsche Zeitung“. Er hinterlässt ein Werk aus mehr als 12.000 Karikaturen, 30 Büchern und rund 70 realisierten Bauprojekten. Als Architekt entwarf er unter anderem sieben ORF-Landesstudios, den Millenium Tower in Wien und die Bundeskunsthalle in Bonn. Vertreter der Politik, Kunstwelt und der Medien zeigten sich betroffen vom Tod Peichls. Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagte: „Mit Gustav Peichl haben Architektur und Karikatur eine prägende österreichische Persönlichkeit verloren. Kreativ und kritisch hat er Jahrzehnte der Zweiten Republik künstlerisch geprägt und kommentiert.“ Alexander Wrabetz, Generaldirektor des ORF betonte in seiner Mitteilung, dass Gustav Peichls Landesstudios wesentlich zum unverwechselbaren Erscheinungsbild des ORF beitragen.

Peichls Bestand von mehr als 8.000 Skizzen, Konzepten, Entwurfszeichnungen und Plänen für seine in Österreich entstandenen Gebäude schenkte er 2013 dem Museum für Angewandte Kunst (MAK) in Wien, das ihm 2018 zu seinem 90. Geburtstag eine Personale widmete. Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK, sagte: „Wir sind tief betroffen. Er war nicht nur ein beeindruckender Künstler, Gustav Peichl war als Mensch ein Gesamtkunstwerk. Wer immer die Ehre und Freude hatte, ihm persönlich zu begegnen, wird seinen Intellekt und Wortwitz unvergessen in Erinnerung behalten.“ Kathrin Pokorny-Nagel, Kuratorin der Ausstellung zu Gustav Peichl im MAK, erklärte, dass für Peichl Bauen und Architektur die Summe aus Form, Funktion, Material, Farbe und Licht sei. Er strebte nach einer sinnlichen Architektur. Als Vertreter der klassischen Moderne verfolgte Peichl technische Ästhetik, klassische Proportionen, Witz und Sinnlichkeit. Seine Formensprache war klar, einfach und orientierte sich an der Geometrie.

Gustav Peichl schloss 1953 sein Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien als Schüler von Clemens Holzmeister ab. Zwei Jahre lang war er Mitarbeiter im Atelier von Roland Rainer, bevor er 1955 sein eigenes Architekturbüro eröffnete. 1991 gründete er das Atelier Peichl & Partner und 2002 Peichl & Partner ZT mit Rudolf Felix Weber. 1964 rief Peichl die Zeitschrift „Bau – Schrift für Architektur und Städtebau“ mit Hans Hollein, Walter Pichler und Oswald Oberhuber ins Leben. Von 1973 bis 1996 unterrichtete er an der Akademie der bildenden Künste in Wien und war Leiter der Meisterschule für Architektur. Ab 1987 übernahm er für einige Jahre das Rektorat der Akademie und lehrte von 2002 bis 2003 als Gastprofessor an der Harvard School of Design in Boston. Zu den Ehrungen und Auszeichnungen, die Gustav Peichl in reichem Maße erhielt, gehören etwa der Große Österreichische Staatspreis für Architektur, der Deutsche Architekturpreis, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und eine Ehrenmitgliedschaft des Royal Institute of British Architects.


19.11.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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