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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zeitgenössische Kunst im Dorotheum, wieder mit einem starken Fokus auf Abstraktion und Italienischem

Schattenspiele in Wien



Lucio Fontana, Concetto Spaziale. Teatrino, 1965/66

Lucio Fontana, Concetto Spaziale. Teatrino, 1965/66

Eine Art Nachtstück macht den Anfang der Versteigerung zeitgenössischer Kunst im Wiener Dorotheum: Ein Baum vor blauem Hintergrund, über den sich ein schwungvolles Band von Sternen zieht, ist eingefasst von einem tiefblauen Rahmen. Der Abstand zwischen dem lackierten Rahmen, zu dem auch der Baum gehört, und der aquarellierten Leinwand bewirkt einen Schattenschlag, und das schaut dann aus wie auf einer kleinen Bühne. Fehlen nur noch die agierenden Personen. Geschaffen hat das gut einen Meter im Quadrat messende Arrangement 1965/66 Lucio Fontana, das der einst aus Argentinien nach Italien eingewanderte Künstler gleichfalls seinen Raumerkundungen zurechnete. 240.000 bis 320.000 Euro stehen bei seinem „Concetto Spaziale. Teatrino“ auf dem Etikett.


Italienisches bildet auch sonst einen gewissen Schwerpunkt der rund neunzig Losnummern zählenden Abendveranstaltung am 27. November. So schlägt ein schlichtes, nur aus zusammengenähten quadratischen Leinwänden bestehendes „Achrome“ Piero Manzonis von 1959/60 ohne Kaolin-Zusatz trotzdem mit 400.000 bis 600.000 Euro zu Buche. Für die italienische Abstraktion steht Piero Dorazios Ölbild „Ogni tanto“, aus dem allerdings immer wieder Körperformen in Fleischfarben hervorzuschimmern scheinen (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Wild und ungestüm gingen zudem Afro Basaldella 1959 bei seiner titellosen Gouache in Braun- und Schwarztönen mit Spritzern von Weiß (Taxe 35.000 bis 50.000 EUR) und Emilio Vedova ein Jahr später bei seiner ebenfalls kraftvollen Farbmeierei an die Sache heran (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR).

Überlegter agierte da Giuseppe Santomaso 1953 bei seinem Ölgemälde „Alba sulle falci n.2“, bei der die Farbzonen mit zentralem Ankermotiv ausgewogen aufgeteilt sind (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Ein poetischer Zugriff gelang Carla Accardi mit ihrem Werk „Oro“ von 1972, bei dem sie goldene Blätter in einem Keilrahmen aufrecht eingespannt hat (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Glänzendes Gold ist gleichfalls ein Wesensmerkmal der aufgerissenen Kugelskulptur „Sfera con sfera“ von Arnaldo Pomodoro aus dem Jahr 1981 (Taxe 70.000 bis 100.000 EUR). Der Figuration hat sich dann wieder Leonardo Cremonini verschrieben, der 1973/74 in seinem Gemälde „Paesaggi assolati“ einen heißen Sommertag am Strand in intensiven Farben aufleben lässt (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR).

Auf französischer Seite wären Jean-Paul Riopelles pastos aufgespachtelte „Chute du merisier“ von 1974 und Victor Vasarelys schwarz-weiße Komposition „Pilich noir-blanc“ von 1965 mit scheinbar schwebenden Quadraten auf einer Rasterstruktur für Preise zwischen 90.000 und 120.000 Euro zu nennen. In Japan machte Kazuo Shiraga diese teilweise sehr radikale Malweise der gestischen Kunst heimisch. Sein mit viel Rot und den Füßen gestaltetes „GI (The Game)“ von 1991 soll 240.000 bis 280.000 Euro kosten. Die eher stille Seite fernöstlicher Malerei vertritt Jiro Takamatsus 1968 datiertes „Shadow No. 226“. Der Schlüssel, der da seinen Schatten zu werfen vorgibt, muss vom neuen Besitzer erst noch an den bereitgestellten Haken gehängt werden. Von 1964 an beschäftigte sich Takamatsu mit dieser durch die japanische Tradition der Schattenbilder des 19. Jahrhunderts geprägten Malerei (Taxe 70.000 bis 80.000 EUR).

Ein besonderer Hingucker der Auktion ist Daniel Burens „Peinture acrylique blanche sur tissu rayé blanc et rouge“ von 1970. Die Auktionspreise für den französischen Maler, der stets mit genau 8,7 Zentimeter breiten Streifen zu arbeiten pflegt, haben in den letzten Jahren stark angezogen, so dass auch für die vorliegende Arbeit, die gut eineinhalb Meter in der Höhe misst, ein mittlerer sechsstelliger Betrag drin sein könnte. Im Juli 2014 blieb sie bei Sotheby’s in London allerdings noch unverkauft. Aus den USA kommen eine spielerische Kritzelzeichnung Cy Twomblys von 1963/64 mit Anklängen an das Comic für 180.000 bis 220.000 Euro, ein schmauchender kleiner Damenmund von Tom Wesselmann von 1977 für 80.000 bis 120.000 Euro und zwei Arbeiten von Alex Katz, darunter das impressionistisch inspirierte Nachtstück „Houston“ mit Lichtreflexen auf dem schwarzen Grund, in Öl gemalt von dem etwa 72jährigen Altmeister 1999 (Taxe 200.000 bis 250.000 EUR). Nach Südamerika geht es mit Pablo Atchugarrys vielfach gefaltetem, unruhigem, weißem Marmorblock „Via Crucis“ von 1993, an dessen oberem Ende man den Gekreuzigten zu erkennen meint (Taxe 140.000 bis 180.000 EUR).

Österreich wird durch Friedensreich Hundertwasser vertreten, dessen 1955 datierte Mischtechnik „Der Ekklesiastische Kreis“ die unverwechselbare bunte Schneckenform besitzt (Taxe 130.000 bis 200.000 EUR), die sich auch auf Hans Bischoffshausen rein golden lackierter „Stratification de l’espace“ mit zentraler Applikation von 1963/64 findet (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Aus den frühen 1980er Jahren stammt eine Kreuzübermalung Arnulf Rainers, der sich mit diesem Thema seinerzeit vielfach zu beschäftigen pflegte (Taxe 90.000 bis 140.000 EUR). Pekuniäres Potential haben vielleicht auch die Arbeiten Gottfried Helnweins, dessen brillant realistisch gemalte Bilder immer mal wieder auf Auktionen für Furore sorgen. Zu haben sind das monumentale Portrait „E. A. Poe“ für 20.000 bis 30.000 Euro und der Soldatenappell „Night V“ in verfremdendem Türkis von 1990 für 38.000 bis 70.000 Euro.

Am 27. November versteigert das Dorotheum in Wien ab 18 Uhr die „Zeitgenössische Kunst“. Alle Lose sind bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, am 23. November von 9 bis 17 Uhr und am 24. November von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Zudem ist der Katalog unter www.dorotheum.com abrufbar.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



21.11.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


27.11.2019, Zeitgenössische Kunst

Bei:


Dorotheum

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Kunstwerk:

Jean-Paul Riopelle, La chute du merisier, 1974
Jean-Paul Riopelle, La chute du merisier, 1974

Kunstwerk:

Cy Twombly,
 Untitled, 1963/64
Cy Twombly, Untitled, 1963/64

Kunstwerk:

Pablo Atchugarry, Via Crucis, 1993
Pablo Atchugarry, Via Crucis, 1993

Kunstwerk:

Alex Katz, Houston (vormals Washington Square), 1999
Alex Katz, Houston (vormals Washington Square), 1999

Kunstwerk:

Friedensreich Hundertwasser, Der Ekklesiastische Kreis, 1955
Friedensreich Hundertwasser, Der Ekklesiastische Kreis, 1955







Piero Dorazio, Ogni tanto, 1957

Piero Dorazio, Ogni tanto, 1957

Taxe: 90.000 - 120.000 EURO

Losnummer: 312

Friedensreich Hundertwasser, Der Ekklesiastische Kreis, 1955

Friedensreich Hundertwasser, Der Ekklesiastische Kreis, 1955

Taxe: 130.000 - 200.000 EURO

Losnummer: 344

Leonardo Cremonini, Paesaggi assolati, 1973/74

Leonardo Cremonini, Paesaggi assolati, 1973/74

Taxe: 35.000 - 45.000 EURO

Losnummer: 384

Arnaldo Pomodoro, Sfera con sfera, 1981

Arnaldo Pomodoro, Sfera con sfera, 1981

Taxe: 70.000 - 100.000 EURO

Losnummer: 303

Afro Basaldella, Ohne Titel, 1959

Afro Basaldella, Ohne Titel, 1959

Taxe: 35.000 - 50.000 EURO

Losnummer: 313

Carla Accardi, Oro, 1972

Carla Accardi, Oro, 1972

Taxe: 60.000 - 80.000 EURO

Losnummer: 304

Hans Bischoffshausen, Stratification de l’espace, 1963/64

Hans Bischoffshausen, Stratification de l’espace, 1963/64

Taxe: 40.000 - 60.000 EURO

Losnummer: 345

Daniel Buren, Peinture acrylique blanche sur tissu rayé blanc et rouge, 1970

Daniel Buren, Peinture acrylique blanche sur tissu rayé blanc et rouge, 1970

Taxe: 240.000 - 320.000 EURO

Losnummer: 305

Piero Manzoni, Achrome, 1959/60

Piero Manzoni, Achrome, 1959/60

Taxe: 400.000 - 600.000 EURO

Losnummer: 306

Jiro Takamatsu, Shadow No. 226, 1968

Jiro Takamatsu, Shadow No. 226, 1968

Taxe: 70.000 - 80.000 EURO

Losnummer: 308

Jean-Paul Riopelle, La chute du merisier, 1974

Jean-Paul Riopelle, La chute du merisier, 1974

Taxe: 90.000 - 120.000 EURO

Losnummer: 321

Alex Katz, Houston (vormals Washington Square), 1999

Alex Katz, Houston (vormals Washington Square), 1999

Taxe: 200.000 - 250.000 EURO

Losnummer: 338

Cy Twombly, Untitled, 1963/64

Cy Twombly, Untitled, 1963/64

Taxe: 180.000 - 220.000 EURO

Losnummer: 325




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