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Abstrakte Wege in Friedrichshafen

Marta Hoepffner, Selbstbildnis, 1935

Unter dem Titel „Wege in die Abstraktion“ zeigt das Zeppelin Museum in Friedrichshafen ab heute eine Gegenüberstellung von künstlerischen Arbeiten Marta Hoepffners und Werken ihres Lehrers Willi Baumeister. Kuratorin Ina Neddermeyer lenkt den Blick dabei gleichermaßen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Während sich Baumeister ausgehend von einer streng-geometrischen Bildkomposition zu amorph-fluiden Formen hinbewegt hat, ist bei Hoepffner eine umgekehrte Entwicklung zu beobachten, die vor allem im Spätwerk geometrisch-konstruktive Bilder hervorbrachte. Von der Malerei kommend, eignete sich Hoepffner über die Fotografie bis hin zu den lichtkinetischen Objekten verschiedene Gattungen an, die mit der endgültigen Loslösung von der Zweidimensionalität einhergingen.

Marta Hoepffner ist eine zentrale Vertreterin der experimentellen Fotografie, jedoch ist ihr Œuvre bis heute eher unbekannt und nur selten in Ausstellungen präsent. Mit über 50 Werken, die einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen geben, widmet das Zeppelin Museum der Fotografin erstmals eine umfangreiche Ausstellung. Zu sehen sind frühe schwarzweiße fotografische Experimente in Gestalt von Fotogrammen, Mehrfachbelichtungen und Solarisationen, Porträts bis hin zu farbfotografischen Studien. Hoepffners innovative künstlerische Entwicklung manifestiert sich vom Lichtbild über die Lichtgrafik bis zum Lichtobjekt. 1949 gründete sie die eigene Privatschule für Fotografie in Hofheim am Taunus, die 25 Jahre lang existierte. Für die über 1000 Schülerinnen und Schüler bildete sie eine Brücke zwischen der Ästhetik der Vorkriegsmoderne und den Avantgardebewegungen nach 1945.

Hoepffner studierte ab 1929 an der Frankfurter Kunstschule bei Willi Baumeister. Als er 1933 seine Professur verlor, verließ auch sie solidarisch die Schule. Die Impulse, die Hoepffner von Baumeister erhielt, waren prägend für ihre künstlerische Entwicklung. Die moderne Malerei schulte ihr Sehen und bildete die Grundlage für ihr Werk. Obwohl die Kunstwerke der beiden auf den ersten Blick unterschiedlich sind, verbindet sie der Weg in die Abstraktion. So sind beispielsweise Hoepffners geometrische Fotogramme und Fotomontagen formal stark von Baumeister beeinflusst. Ihre darin geschaffenen abstrakten Bildkompositionen basieren auf der bei ihm erlernten Rhythmisierung von konstruktiven Elementen.

Die Ausstellung „Wege in die Abstraktion. Marta Hoepffner & Willi Baumeister“ läuft vom 29. November bis zum 19. April 2020. Das Zeppelin Museum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag ist das Museum geschlossen. Der Eintritt beträgt 11 Euro, ermäßigt 7 Euro. Der begleitende Katalog ist für 19,90 Euro erhältlich.

Zeppelin Museum Friedrichshafen
Seestraße 22
D-88045 Friedrichshafen

Telefon: +49 (0)7541 – 380 10
Telefax: +49 (0)7541 – 380 181


29.11.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Veranstaltung vom:


29.11.2019, Wege in die Abstraktion. Willi Baumeister und Marta Hoepffner

Bei:


Zeppelin Museum Friedrichshafen

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Abstrakte Kunst

Bericht:


Weltweit präsent und bodenständig verwachsen

Bericht:


Unbeirrt avantgardistisch








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