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Johanna Diehl in Berlin

Das Haus am Waldsee in Berlin präsentiert derzeit das Schaffen von Johanna Diehl. Die 1977 in Hamburg geborene Fotografin und Künstlerin entwickle ihre Arbeiten, so die Kuratorin Katja Blomberg, „von Anfang an aus dem Gedanken heraus, dass das Eigentliche der Geschichte in den Falten der Erinnerung steckt. Diehl spürt das Verborgene im jüngeren Gedächtnis Europas auf. Sie findet zu überzeugend klaren Bildern und überraschenden Präsentationsformen.“ In ihren früheren Bildserien erkundet Johanna Diehl, die Fotografie und Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris studiert hat, seit 2009 Bauten wie Synagogen in Osteuropa, die halb zerstört zu Sporthallen, Kinos und Fabriken umgewidmet, von vergangenen geopolitischen Konflikten erzählen. Hier war die Frage nach der Identität des heutigen Europas nach der Überschreibung von Geschichte zentral, die sich an diesen Räumen ablesen lässt.

Ihre jüngeren Bildgruppen thematisieren biografische Bezüge. Johanna Diehl setzt sich hier vor allem mit den bis heute nachwirkenden Traumata der Nazi-Zeit und des Zweiten Weltkriegs auseinander. Dazu nutzt sie das kulturelle Archiv der BRD. Sie konstatiert einen emotionalen Mangel innerhalb der Familien sowie die weitgehende Verleugnung der Nazi-Vergangenheit in den ersten Dekaden nach 1945. Für die neuen Teile der Serie „Dead Dad Wild Country“ schöpfte die Künstlerin aus den Archiven ihrer eigenen Familie. Anhand von Primärquellen wie Familienfotos und Tagebüchern sowie der Inszenierung „Mars“ von Johann Kresnik 1983 in Heidelberg hat sie sich intensiv mit den Auswirkungen auf das seelische Umfeld ihrer Vorfahren auseinandergesetzt.

Dazu gehört auch der weltweit rezipierte biografische Bericht „Mars“ von Fritz Zorn, der 1977 ein Jahr nach dessen frühem Krebstod erschien. Diehl fand ihn auch in der Bibliothek ihres Vaters, der Anfang der 1980er Jahre freiwillig aus dem Leben schied. In der Filmarbeit „Mars“ bezieht die sich auf das gleichnamige Kultbuch des Schweizers. In seinen autobiografischen Bekenntnissen macht der Protagonist seinen familiären Hintergrund als Teil der Zürcher „Goldküsten-Gesellschaft“ exemplarisch öffentlich. Das Schweigen und die vermeintliche Harmonie dieses Milieus hätten ihn todkrank gemacht, betont der Autor. Auch in ihrer Arbeit stellt Diehl Verletzungen in der Elterngeneration fest, die häufig kaum in der Lage war, emotional Kontakt zu ihren Kindern aufzunehmen.

Die Schau „Johanna Diehl. In den Falten das Eigentliche“ läuft bis zum 23. Februar 2020. Das Haus am Waldsee hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Haus am Waldsee
Argentinische Allee 30
D-14163 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 801 89 35
Telefax: +49 (0)30 – 802 20 28

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


28.11.2019, Johanna Diehl – In den Falten, das Eigentliche

Bei:


Haus am Waldsee

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Fotografie

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Film und Video

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Künstler:

Johanna Diehl








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