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Chemnitz erwirbt Henrike Naumanns „Bergarbeiterkneipe“

Henrike Naumann, DDR Noir (Bergarbeiterkneipe), 2018

Die Kunstsammlungen Chemnitz können sich über eine prominente Neuerwerbung freuen. Mit Unterstützung der Dresdner Hermann-Ilgen-Stiftung konnte das Museum die Installation „DDR Noir (Bergarbeiterkneipe)“ von Henrike Naumann aus dem Jahr 2018 erwerben. Die Hausbar im sogenannten Memphis-Stil der 1980er Jahre, in der ein 1960 von ihrem Großvater Karl Heinz Jakob gemaltes Bergarbeiter-Portrait hängt, bereichert nun die Sammlung mit einer bedeutenden Position von einer aus der Region stammenden Künstlerin, die hier die Sicht auf die DDR in der Wendezeit und bis heute mit lokalen Bezügen reflektiert.

Der 1997 verstorbene Karl Heinz Jakob war ein in der DDR geachteter Maler, dessen Sujets sich, wie von der offiziellen Kulturpolitik gewünscht, aus dem Bereich der Werktätigen und Arbeiter speisten, aber auch aus dem familiären Umfeld. Von ihm stammt unter anderem das monumentale Wandbild „Mechanisierung der Landwirtschaft“ von 1960/61 im ehemaligen Plenarsaal des Rates des Bezirks Karl-Marx-Stadt in unmittelbarer Nähe zu den Kunstsammlungen am Theaterplatz. Sein Bildnis „Zwickauer Kumpel“ von 1960, das Naumann in ihr Ensemble integriert hat, entspricht einerseits den kulturpolitischen Anforderungen an die Darstellung von Arbeitern im Stile des sozialistischen Realismus, lässt aber auch zugleich Raum für die Individualität des Dargestellten. Die körperliche und vielleicht auch seelische Erschöpfung des Porträtierten ist im Gesicht und besonders in den müden, aber offenen Augen ablesbar, was nicht der offiziellen Propagierung eines optimistisch in die sozialistische Zukunft schauenden Arbeiters entsprach.

Henrike Naumann setzt das Gemälde mit einer schwarz lackierten Bargarnitur samt Spiegeln, Goldverzierung und Hockern, aber auch einer goldenen Lampe mit den Bergbausymbolen Schlägel und Eisen in den Dialog. Mit dem Titel der Installation „DDR Noir (Bergarbeiterkneipe)“ öffnet sie zudem verschiedene, teils düstere Assoziationsräume. Naumann fragt hier unter anderem nach dem Umgang mit dem Erbe der DDR, mit der Wendezeit und mit dem komplexen und ambivalenten Vorgang des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik. Durch die anachronistische und direkte Konfrontation unterschiedlicher ästhetischer Ansätze, wie der Malerei der späten 1950er und frühen 1960er Jahre sozialistisch-ostdeutscher Prägung mit dem kapitalistisch-postmodernen Mobiliar westdeutscher Einrichtungshäuser, entstehen vielfältige Gedankenketten, Bezüge und Brüche.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Henrike Naumann, DDR Noir (Bergarbeiterkneipe), 2018
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