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Martin Warnke gestorben

Der Kunsthistoriker und Bildanalytiker Martin Warnke ist tot

Der renommierte Kunsthistoriker Martin Warnke ist tot. Wie die Hamburger Kulturbehörde mitteilte, starb er gestern im Alter von 82 Jahren in Halle an der Saale. Mit ihm sei einer der „bedeutendsten Gelehrten des deutschen Sprachraums“ verschieden. Die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank sagte: „Mit Martin Warnke verlieren wir einen großen Geist und Kunsthistoriker. Als Professor an der Universität Hamburg und Leiter des Warburg Hauses, dessen Erwerb und Nutzung auf seine Initiative zurückgeht, hat er den wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs weit über Hamburg hinaus geprägt und immer wieder bahnbrechend Neues gedacht und geschaffen.“

Martin Warnke kam am 12. Oktober 1937 als Sohn eines deutschen Pfarrers in Brasilien zur Welt. Zum Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik ging er nach München, Madrid und Berlin. 1963 wurde Warnke an der FU Berlin mit der Arbeit „Kommentare zu Rubens“ promoviert. Schon hier zeigte sich sein Interesse an der Sozialgeschichte der Kunst. Von Ausstrahlung auf die Kunstgeschichte und andere wissenschaftliche Disziplinen war seine Erforschung der politischen und gesellschaftlichen Vorbedingungen von Kunst sowie der politischen Wirkung von Bildern. Mit seinen stringenten Bildanalysen hat er die heute einflussreiche politische Ikonographie maßgeblich mitgeprägt. So beschäftigte sich Warnke neben klassischen Themen auch mit Werbebotschaften, Bildern aus Presse, Film und Fernsehen oder den visuellen Welten des Internets, die das heutige Leben prägen.

Herausragend waren 1964seine Berichte für die Stuttgarter Zeitung über die Auschwitz-Prozesse in Frankfurt am Main. Seinen kulturell und sozialgeschichtlich geprägten Blick setzte Martin Warnke auch in seiner Schrift „Organisation der Hofkunst“ ein, mit der er sich 1970 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster habilitierte. Danach wurde er als Professor für Kunstgeschichte an die Universität Marburg berufen. Hier gelang es ihm, die Kunstgeschichte zu einer kritischen Bildwissenschaft umzugestalten, ohne die Freude an der Form aufzugeben. Von 1979 an lehrte er an der Universität Hamburg bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2003. 1990 wurde Warnke mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft geehrt, 2006 mit dem neu geschaffenen Gerda Henkel Preis.

2012 verlieh im die Hansestadt Hamburg den Aby Warburg-Preis. „Martin Warnke hat mit überaus großem Wissen und Leichtigkeit Kunst und Couchecken interpretiert und Titanen der Kunstgeschichte geschüttelt, bis er selber einer war. Seine Leidenschaft, sein feiner Humor, seine Scharfsinnigkeit – eigentlich müsste man ja Scharfsichtigkeit sagen – und die große Freude an der Weitergabe von Wissen und am Disput waren überaus inspirierend. Er wird fehlen. Die Kulturstadt Hamburg wird sein Werk und Wirken in Ehren halten“, äußerte sich Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda zum Tod Warnkes.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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