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Kokoschka-Preis für Monica Bonvicini

Der Oskar Kokoschka-Preis geht an Monica Bonvicini

Monica Bonvicini erhält den Oskar Kokoschka-Preis 2020. Das gab heute die Universität für angewandte Kunst in Wien bekannt. Die in Berlin lebende, gebürtige Italienerin wird die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung Ende Februar entgegennehmen. „Im Namen der gesamten Jury gratuliere ich herzlich und freue mich sehr, dass wir eine Künstlerin auszeichnen, die die festgefahrenen Disziplinen und Medien schon lange verlassen hat und sich in ihrer Arbeit immer auf sozial-politische Gegebenheiten bezieht“, erklärte der Juryvorsitzende Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst.

Monica Bonvicini, 1965 in Venedig geboren, zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Sie verwendet Zeichnung, Skulptur, Installationen, Fotografie und Videokunst, überschreitet die Grenzen des jeweiligen Mediums, entwickelt damit Environments und greift in ihnen Themen zu Geschlechterrollen, Kontrolle, Raumordnungen, Macht und Machtmissbrauch auf. Sprache, oft mit einem Sinn für trockenen Humor, spielt in ihrem Werk ebenfalls eine große Rolle.

Bonvicini studierte an der Berliner Hochschule der Künste und am California Institute of the Arts in Valencia. Von 2003 an lehrte Bonvicini an der Akademie der bildenden Künste Wien Performative Kunst und Bildhauerei, 2017 wechselte sie an die Universität der Künste Berlin. Ihre internationale Karriere begann in den 1990er Jahren. So kann Monica Bonvicini bereits auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit zurückblicken und nahm 1999 an den Biennalen in Melbourne und Venedig teil, wo sie mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. 2002 wurde ihr Overbeck-Preis für Bildende Kunst in Lübeck, 2005 der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin, 2012 der Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum in Bremen und im vergangenen Jahr der Hamburger Hans Platschek-Preis überreicht.

Der Oskar Kokoschka-Preis wurde 1980 vom damaligen österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gestiftet und erinnert an den großen österreichischen Expressionisten. Alle zwei Jahre würdigt die Auszeichnung hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst und richtet sich an nationale oder internationale Künstlerinnen und Künstler. Bisherige Preisträger waren Hans Hartung, Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, die Künstler aus Gugging, Agnes Martin, Jannis Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov, Günter Brus, Martha Rosler, William Kentridge, Raymond Pettibon, Yoko Ono, Peter Weibel, Andrea Fraser und zuletzt 2018 Martha Jungwirth.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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