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Lehmbruck-Preis für Cardiff und Miller

Janet Cardiff und George Bures Miller erhalten den Wilhelm-Lehmbruck-Preis

Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis 2020 geht an das Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller. Mit der auf 10.000 Euro dotierten Auszeichnung würdigen die Stadt Duisburg und der Landschaftsverband Rheinland die Kanadier für ihr Lebenswerk, das der Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts neue Dimensionen eröffnet habe. Das gab das Lehmbruck Museum in Duisburg bekannt. „Als Künstler, die mit ihrem multimedialen Werk ein ganzes Genre geprägt haben“, ehrt die Jury Janet Cardiff und George Bures Miller.

In der Begründung heißt es weiter: „Mit ihren Klangräumen und fesselnden Geschichten haben sie sich in das kollektive Gedächtnis eines internationalen Publikums eingeschrieben. Ihre raumbezogenen Werke berühren so verschiedene Gattungen wie Theater, Kino, Musik, Klangkunst und Hörspiel und beziehen uns in einen Erfahrungsraum ein, der mit allen Sinnen zu erleben ist. Besonders hat uns überzeugt“, so der Juryvorsitzende Rein Wolfs, Direktor des Stedelijk Museums in Amsterdam, „dass Cardiff und Miller nicht ausschließlich für das Museum arbeiten, sondern mit ihren suggestiven Hörspaziergängen ihr Wirkungsfeld auch in den öffentlichen Raum der Städte erweitern und so Grenzen und Barrieren durchdringen.“

Dass der Wilhelm-Lehmbruck-Preis bereits im dritten Jahr nach seiner letzten Auflage wieder verliehen werden kann, ist der Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland zu verdanken, der das Preisgeld bereitstellt. Auch die begleitende Sonderausstellung zum Schaffen der Preisträger im Lehmbruck Museum wird maßgeblich vom Landschaftsverband finanziert. Zukünftig soll der erstmals 1966 verliehene Wilhelm-Lehmbruck-Preis wieder alle fünf Jahre vergeben werden. Preisträgeren waren bisher Eduardo Chillida, Norbert Kricke, Jean Tinguely, Claes Oldenburg, Joseph Beuys, Richard Serra, Richard Long, Nam June Paik, Reiner Ruthenbeck und zuletzt 2017 Rebecca Horn.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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