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Art Cologne-Preis für Gaby und Wilhelm Schürmann

Der Art Cologne-Preis 2020 geht an Gaby und Wilhelm Schürmann

Gaby und Wilhelm Schürmann erhalten den diesjährigen, mit 10.000 Euro dotierten Art Cologne-Preis für herausragende Verdienste der Kunstvermittlung. Die Koelnmesse und der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler betonen, dass mit „Wilhelm Schürmann erstmals eine Persönlichkeit geehrt wird, in der sich Künstler, Kurator, Sammler und ein (ehemaliger) Galerist vereinen“. Das Sammlerpaar habe sich schon in den 1970er Jahren dem Medium der künstlerischen Fotografie zugewandt. In der Begründung heißt es weiter: „Wilhelm Schürmann, als Fotograf selbst Autodidakt, ist seither vielfach als Kurator hervorgetreten. Von 1981 bis 2011 lehrte er als Professor für visuelle Kommunikation und Fotografie an der Fachhochschule Aachen. Gaby Schürmann arbeitete als Lehrerin für Chemie, Biologie und Mathematik in Herzogenrath. Mit dem Verkauf einer Kollektion tschechischer Fotografie im Jahr 1984 an das amerikanische Getty Museum konnte das Paar den finanziellen Grundstock für den Erwerb einer medienübergreifenden Kunstsammlung legen, die heute weltweit zu den bedeutendsten zählt.“

Seit mehr als 45 Jahren agieren Gaby und Wilhelm Schürmann in der zeitgenössischen Kunstwelt. Sie sind vor allem in Köln, Wien und Berlin, aber auch in der amerikanischen Galerienszene präsent. In einem Interview erklärte der 1946 in Dortmund geborene Wilhelm Schürmann, dass seine Sammelobjekte reflektiert, leichtfüßig, lapidar und uneitel sein müssen. Das Ehepaar interessierte sich besonders für Künstlerinnen wie Valie Export, Joëlle Tuerlinckx, Nairy Baghramian, Miriam Cahn und Rita McBride. Neben der Fotografie kamen auch Malerei, Skulptur, Zeichnung und Installation hinzu, etwa von Albert Oehlen, Christopher Williams, Robert Frank, Mike Kelley, Walter Swennen oder Heimo Zobernig. Die Schürmanns präsentierten ihre Kunstwerke in Museumsausstellungen der Öffentlichkeit, so 2001 im Museum am Ostwall in Dortmund, 2009 im Museum Abteiberg in Mönchengladbach und 2016 im Aachener Ludwig Forum. Zudem schenkten sie mehrfach seit 1992 Arbeiten, etwa an das Ludwig Museum in Köln, das MUMOK in Wien oder an das Museum of Contemporary Art in Los Angeles.

1974 gründete Wilhelm Schürmann mit Rudolf Kicken in Aachen eine der ersten Fotogalerien in Europa. Neben jungen Künstlern präsentierten sie auch Klassiker der Fotografie mit Vintage Prints. Da Schürmann 1978 wieder als Fotograf arbeiten wollte, schied er aus der Galerie aus. Seit den 1970er Jahren wurde die Fotografie verstärkt ästhetisch wahrgenommen. Schürmann unterstützte diese Entwicklung 1979 als Mitkurator einer der der ersten großen Fotografie-Ausstellungen in Deutschland mit Klaus Honnef im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, in der Arbeiten von Thomas Struth, Axel Hütte oder Candida Höfer zu sehen waren. Schürmanns eigene nüchterne Lichtbilder standen zuletzt 2013 im Sprengel Museum in Hannover und 2016 in der Berliner Galerie Max Hetzler im Mittelpunkt.

Der Art Cologne-Preis wird jährlich seit 1988 von der Koelnmesse und dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler vergeben. Entscheidend für die Ehrung sind herausragende Aktivitäten im Bereich der Kunstvermittlung, die neue Akzente für die Wahrnehmung zeitgenössischer bildender Kunst setzen. Zu den bisher geehrten Sammlern gehören unter anderem Ingvild Goetz, Frieder Burda, Harald Falckenberg, Julia Stoschek und zuletzt Christian Kaspar Schwarm. Die Auszeichnung wird am 23. April im Historischen Rathaus in Köln an die Schürmanns überreicht.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


19.11.2020, Art Cologne 2020

Bei:


Köln Messe GmbH

Bei:


Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V.

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Der Art Cologne-Preis 2020 geht an Gaby und Wilhelm Schürmann
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Künstler:

Wilhelm Schürmann








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