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Am Badestrand / Otto Pippel

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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

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Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Nicht alles, was das Wiener Dorotheum an Design auf den Internet-Laufsteg schickte, wollte das Publikum haben. Einige Objekte ließen es aber nicht los

Der Charme der 1960er



Giuseppe Rivadossi, Vitrinenschrank, um 1970

Giuseppe Rivadossi, Vitrinenschrank, um 1970

Ein wuchtiger, in großem Bogen parabolisch geschwungener Vitrinenschrank war der Überraschungssieger der jüngsten Designversteigerung des Wiener Auktionshauses Dorotheum. Das gegen 1970 von dem Italiener Giuseppe Rivadossi entworfene Möbelstück aus rustikalem Massivholz mit acht rechteckig angeordneten Glastüren war auf 9.000 bis 11.000 Euro angesetzt, konnte aber im Verlauf der Online-Versteigerung bis zum 6. April seinen Wert auf 26.000 Euro weit mehr als verdoppeln. Wohl auch die Tatsache, dass es sich um ein Einzelstück handelt, das nie in Serie ging, dürfte neben der ungewöhnlichen, originellen Form diese erhebliche Preissteigerung motiviert haben.


Das war nicht allen Objekten der Auktion vergönnt, die mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 44 Prozent abschloss. Insbesondere im Hochpreissegment zeigten sich die Interessenten an den Bildschirmen, den Telefonen oder übers Briefpapier gebeugt eher zurückhaltend. So blieb neben einigen Stücken im unteren bis mittleren fünfstelligen Schätzpreisbereich auch das auf 170.000 bis 220.000 Euro angesetzte Hauptlos, William Sawayas wuchtiger Armlehnsessel „Prototype 4Olga“ von 2013 in einer unikaten schwarzen Lackfinish-Variante, unveräußert stehen. Mit 18.000 Euro lagen zwei von Otto Wagner 1902 für das Wiener Telegrafenbüro „Die Zeit“ entworfene Stühle aus gebogenem Buchenholz etwas unterhalb der Erwartungen.

Freunde des Kopfsports fand offenbar ein eleganter Schachtisch, den der Argentinier Daniel Weil 2013 im Rahmen der damaligen Schachweltmeisterschaft entworfen hatte. Eines der zwölf Exemplare, die damals bei dem Label Eins zu Eins der Schweinfurter Firma Ludwig Seufert vom Band gelaufen waren, schaffte nun die untere Grenze von 20.000 bis 26.000 Euro. Ebenfalls am unteren Limit erlöste Peter Kuchlers seesternförmige Deckenlampe „Phoenix“ mit mundgeblasenen, schuppenartig strukturierten Glaskörpern 18.000 Euro. Zwei derbe Walnussholzsessel von Don Shoemaker aus der Zeit um 1960 verhielten sich mit 16.000 Euro ebenso. Weitere Zuschläge an den unteren Schätzpreisgrenzen gab es für ein violett gepolstertes, fast schwebendes Sofa des japanisch-amerikanischen Meisters George Nakashima von 1958 bei 20.000 Euro und bei 12.000 Euro für Carlo Mollinos 1947 entworfene Bodenlampe „Suora“. Der schwungvoll beschirmte Leuchtkörper in einer Ausführung der 1990er Jahre ahmt die Kopfbedeckungen alter weiblicher Ordenstrachten nach.

Regere Preisbewegungen erzeugten einige der vierstellig taxierten Objekte. So verdoppelte sich der Wert von Arne Jacobsens berühmtem „Egg“-Stuhl Modellnummer 3316 von 1957/58 in einem besonders authentisch erhaltenen Exemplar mit cognacfarbenem Leder auf 14.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Ein nagelneues Sideboard aus dem Mailänder Studio Superego mit bunten runden Achateinlagen kletterte von 6.000 Euro auf 9.000 Euro. Das gleiche Ergebnis von 3.400 bis 5.000 Euro aus schaffte ein Paar kleiner Messingstehtische desselben Studios mit eiförmigen Fuchsit-Schäften ebenfalls von 2019. Mit 5.000 Euro und 7.000 Euro schlossen zwei unterschiedlich große, aber stilistisch zusammengehörige Sideboards aus dem Umkreis des Italieners Paolo Buffa ab (Taxen zwischen 5.000 und 7.000 EUR).

Auf jeweils 5.000 Euro verdoppelte sich der Wert eines schlanken, postmodern bunten Geschirrschranks von George Sowden aus dem Jahr 1981 und einer umfangreichen Sitzgruppe aus Otto Zapfs „Sofalette“-Serie von 1967, die ihren besonderen Charme durch ein Zusammenwirken aus zwischenzeitlich leicht vergilbten Kunststofffüßen und olivgrünen Velourpolstern entfaltet. Ihr Design und das verwendete Material sind für die Zeit genauso charakteristisch wie bei Warren Platners ein Jahr älterem Ensemble aus jeweils zwei Sesseln und Hockern von 1966, bei denen zahllose dünne weiße Stahlstäbe mit knallroten Polstern kontrastieren. Diese Sitzgruppe war einem Bieter 6.000 Euro wert (Taxe 3.600 bis 5.000 EUR).

Einige Aufmerksamkeit erregten auch hübsche Schmuckstücke des klassischen italienischen Nachkriegsdesigns. So erzielte ein goldener Ring mit Rubin und Diamanten, der 1958 von Arnaldo Pomodoro kreiert wurde, 9.500 Euro (Taxe 8.000 bis 13.000 EUR), ein Paar Manschettenknöpfe desselben Künstlers 3.000 Euro ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Gleich danach ging ein Set aus Ring und Halskette von Ettore Sottsass, 1964 aus dicken Gold- und Türkisscheiben geschaffen, für 7.000 Euro und 18.000 Euro jeweils zur unteren Schätzung über die Bühne. Aus der Teppichabteilung flogen ein schönes Exemplar mit tiefblauem Mittelfeld der Französin Paule Leleu um 1940 für 5.500 Euro (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR) und ein rund zehn Jahre älteres gemäldehaftes, asymmetrisches Werk von Ivan da Silva Bruhns für 6.500 Euro davon (Taxe 6.000 bis 10.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



30.04.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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06.04.2020, Design

Bei:


Dorotheum

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Design

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Schmuck

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Möbel

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Lampen

Stilrichtung:


Art Déco

Stilrichtung:


Design des 20. Jahrhunderts

Stilrichtung:


Italienisches Design







Ivan da Silva Bruhns, Teppich, um 1930

Ivan da Silva Bruhns, Teppich, um 1930

Taxe: 6.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 169

George Sowden, Vitrine „Antibes“, 1981

George Sowden, Vitrine „Antibes“, 1981

Taxe: 2.000 - 3.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 81

George Nakashima, Sofa Mod. 3251, 1958

George Nakashima, Sofa Mod. 3251, 1958

Taxe: 20.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 161

Otto Zapf, Modulare Sitzlandschaft aus der Serie „Sofalette“, 1967

Otto Zapf, Modulare Sitzlandschaft aus der Serie „Sofalette“, 1967

Taxe: 2.400 - 3.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 110

Don Shoemaker, 2 Loungesessel, um 1960

Don Shoemaker, 2 Loungesessel, um 1960

Taxe: 16.000 - 20.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 100

Arnaldo Pomodoro, Ring, 1958

Arnaldo Pomodoro, Ring, 1958

Taxe: 8.000 - 13.000 EURO

Zuschlag: 9.500,- EURO

Losnummer: 19

Arnaldo Pomodoro, Paar Manschettenknöpfe, 1958

Arnaldo Pomodoro, Paar Manschettenknöpfe, 1958

Taxe: 2.000 - 3.000 EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 18

Studio Superego, Zwei Beistelltische „Stone Age“, 2019

Studio Superego, Zwei Beistelltische „Stone Age“, 2019

Taxe: 3.400 - 5.000 EURO

Zuschlag: 9.000,- EURO

Losnummer: 66

Daniel Weil, Schachtisch „Grand Master Table“

Daniel Weil, Schachtisch „Grand Master Table“

Taxe: 20.000 - 26.000 EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 55

Ettore Sottsass, Ring, 1964

Ettore Sottsass, Ring, 1964

Taxe: 7.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 20

Warren Platner, Zwei Sessel und zwei Hocker Modell „Wire“, 1966

Warren Platner, Zwei Sessel und zwei Hocker Modell „Wire“, 1966

Taxe: 3.600 - 5.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 132

Paule Leleu, Teppich, um 1940

Paule Leleu, Teppich, um 1940

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 163

Peter Kuchler III, Deckenlampe „Phönix“

Peter Kuchler III, Deckenlampe „Phönix“

Taxe: 18.000 - 24.000 EURO

Zuschlag: 18.000,- EURO

Losnummer: 73




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