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Bildhauer Waldemar Otto gestorben

Waldemar Otto, Die Begegnung

Im Alter von 91 Jahren ist am vergangenen Freitag in Worpswede der Bildhauer Waldemar Otto gestorben. Das teilte Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses in Bremen, heute mit. Otto machte sich vor allem in Berlin sowie in und um Bremen herum als Schöpfer zahlreicher, oft humorvoller Bronzeskulpturen einen Namen, in denen er sich vornehmlich mit der menschlichen Figur beschäftigte. Geboren wurde er 1929 im polnischen Petrikau als Sohn eines lutherischen Pfarrers. 1945 flüchtete die Familie nach Halle an der Saale, wo Otto 1948 das Abitur ablegte. Angeregt durch seine Schwestern, die an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein studierten, und einen Schwager, der als Kustos am Museum Moritzburg arbeitete, begann Otto noch im selben Jahr ein Studium der Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste im Westteil Berlins bei Alexander Gonda, 1952 bis 1954 als dessen Meisterschüler.

Erste Ausstellungsbeteiligungen hatte Waldemar Otto 1953 an der Exposition Internationale des Beaux Arts in Mailand und im Jahr darauf mit der „Berliner Neuen Gruppe“ in Baden-Baden. Mithilfe eines DAAD-Stipendiums folgte 1954/55 ein einjähriger Studienaufenthalt in Florenz, anschließend ließ er sich als freischaffender Künstler wieder in Berlin nieder. Der 26jährige erhielt 1955 den Preis der Karl-Hofer-Stiftung, zwei Jahre später wurde ihm der Preis der Großen Berliner Kunstausstellung und 1960 der Berliner Kunstpreis „Junge Generation“ verliehen. Nach weiteren Lebensstationen, unter anderem 1963/65 als Artist in Residence an der University of Notre Dame in Indiana in den Vereinigten Staaten, begann 1973 seine Bremer Zeit: Mehr als zwanzig Jahre lang wirkte er hier an der Hochschule für Künste.

1976 ließ er sich im Künstlerdorf Worpswede nieder und lebte zunächst im Barkenhoff, dem einstigen Wohnsitz Heinrich Vogelers, bis er sich drei Jahre später ein eigenes Wohnhaus mit Atelier errichtete. In Bremen schuf Waldemar Otto zahlreiche Plastiken im öffentlichen Raum, nicht zuletzt im Rahmen zweier großer Ausstellungen 1978 und 1979 in den Bremer Wallanlagen, die Otto wesentlich mitkonzipierte. Zudem wurde er weiterhin mit Ehrungen überhäuft. So war er 1981 Ehrengast der Villa Massimo in Rom und 1992 Lehrer an der renommierten Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg, erhielt 1995 die USA-Ehrengabe zum Lovis Corinth-Preis und 2000 den Prix Florance Gold in Monaco. Retrospektiven seines Werkes fanden 1997 in der Eremitage in St. Petersburg, 2001 im Nationalmuseum von Santiago in Chile und 2009 im Gerhard-Marcks-Haus Bremen statt.

Arie Hartog sieht in Waldemar Otto einer der Bildhauer, die sich im Konflikt zwischen gegenständlicher und ungegenständlicher Kunst, der die 1950er und frühen 1960er Jahre prägte, ohne Wenn und Aber für die Figur entschieden. Weiter schreibt Hartog in seinem Nachruf: „Gegen das Gegenstandslose setzte er das »Kubische«: nicht den Kubus, sondern das gestaltete Volumen. Otto pflegte die Berliner Tradition: Seine bildhauerischen Vorbilder waren Gerhard Marcks, Hermann Blumenthal und Waldemar Grzimek. Der Grundgedanke ihrer Bildhauerei war, dass es einen Widerspruch zwischen Natur und Stereometrie gibt. Während die Wirklichkeit unübersichtlich und spannend ist, sind stereometrische Formen zwar übersichtlich, aber auch spannungslos und langweilig. Also galt es, die beiden auszusöhnen. Ottos inhaltliche Vorbilder waren Otto Dix und Käthe Kollwitz und so verband er die Errungenschaften der Berliner modernen figürlichen Bildhauerei mit Satire und Empathie.“

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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