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Wolkenfoyer der Frankfurter Bühnen soll erhalten bleiben

Die Fassade und das Foyer der Städtischen Bühnen Frankfurt sollen in den Neubau integriert werden

Anfang des Jahres hat der Frankfurter Stadtrat den Abriss der Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz zugunsten eines Neubaus beschlossen. Das sogenannte „Wolkenfoyer“, das an der Front die volle Breite des Hauses einnimmt und mit der vielteiligen Skulptur „Goldwolken“ des ungarischen Künstlers Zoltán Kemény geschmückt ist, soll jedoch erhalten bleiben, ebenso ein dort befindliches großes Gemälde Marc Chagalls. Ende vergangener Woche hat das Hessische Landesamt für Denkmalpflege ein Gutachten veröffentlicht, nach welchem der langgestreckte Raum „die gesetzlichen Voraussetzungen eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen“ erfüllt. Mit seiner urbanen und transparenten Fassade stehe das Foyer für das demokratische Selbstverständnis Westdeutschlands nach 1945, teilte das Landesamt mit. Allerdings wird damit nur einem Teil des 1963 fertiggestellten Gebäudes Denkmalwert zugemessen, nicht das gesamte Haus unter Denkmalschutz gestellt.

Das Foyer soll nun auch nach dem Willen der Stadtleitung in den geplanten Neubau der Theaterdoppelanlage integriert werden, die aus Oper und Schauspiel mit jeweils eigenen Bühnen besteht. Das haben sowohl Kulturdezernentin Ina Hartwig als auch Planungsdezernent Mike Josef, dem die Untere Denkmalbehörde untersteht, mitgeteilt. Den „Denkmalwert des Foyers zu retten und in etwas Neues zu überführen, in ein Gebäude des 21. Jahrhunderts“, stelle sich den zukünftigen Planern als Aufgabe, so Hartwig gegenüber der Frankfurter Rundschau. „Das Wolkenfoyer ist ein Statement“. In der städtischen Stabsstelle zur Zukunft der Bühnen wird demnach gerade ein internationaler Architekturwettbewerb für einen weitgehenden Neubau der Bühnen vorbereitet, dessen Ausschreibung im nächsten Frühjahr erfolgen soll.

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Zoltán Kemény

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