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Adriaen van Ostade in Winterthur

Adriaen van Ostade, Der leere Krug

Das Kunstmuseum Winterthur widmet dem Barockkünstler Adriaen van Ostade seit dem Wochenende eine Kabinettausstellung. Der 1610 in Haarlem geborene Niederländer gehört zu den Vertretern des sogenannten „Bauerngenres“. Als Maler und als Radierer hielt er humorvolle Szene aus dem ländlichen Leben fest, konzentrierte sich dabei auf die sensible Wiedergabe von Gefühlen im Antlitz seiner Modelle und erneuerte damit diese Gattung. Ostade schuf insgesamt 50 Grafiken, die alle im Besitz des Kunstmuseums sind. Kuratorin Andrea Lutz hat daraus eine Auswahl getroffen, sie um zwei Gemälde aus dem Frühwerk Ostades bereichert und will mit diesem Konvolut den Stilwandel in seinem Œuvre verdeutlichen.

Adriaen van Ostades verewigte Bauern und Handwerker auf Dorffesten, Jahrmärkten, beim Zechen im Wirtshaus oder beim geselligen Zusammentreffen auf der Straße. Seine Gemälde waren beim städtischen Bürgertum beliebt, weil er seine Figuren satirisch überzeichnete und einen moralischen Inhalt zu vermitteln wusste: Bier- und Weinkrüge, Pfeifen und Spielkarten waren geläufige Symbole für Unsitten, Müßiggang und Laster. Den zeitgenössischen Betrachtern hielt er damit einen Spiegel vor und ermahnte sie in ihrem genussvollen Verhalten zur Mäßigung. Gleichwohl erfreute sich das Publikum an den kurzweiligen Sujets und konnte über die „komischen“ Bauern lachen.

Der junge Ostade orientierte sich in seinen frühen Bildern an den deftigen Genreszenen seines Malerfreundes Adriaen Brouwer. Ende der 1640er Jahre wechselte er seinen Stil und wandte sich unter dem Eindruck von Rembrandts Grafikkunst vermehrt der Radierung zu. Auch die inhaltliche Perspektive änderte er. An die Stelle derb schwungvoller Trinkgelage trat ein gesittet geleerter Krug. Das Spöttelnde seiner früheren Werke wich zurück, sein Blick wurde intimer. Adriaen van Ostade betrachtete die einfache Bevölkerung nun mit mehr Empathie und kultiviertem Humor. So lädt das Blatt „Der leere Krug“ zum Schmunzeln ein, da der links sitzende Mann skeptisch einen leeren Weinkrug inspiziert.

Ebenso feinfühlig richtete Ostade 1647 seinen Blick auf einen „Leiermann“: Die ärmliche Gestalt eines älteren Mannes mit Stoppelbart schaut nachdenklich und melancholisch hinab. In seinen Familieninterieurs in bescheidener und genügsamer Umgebung schilderte Ostade das liebevolle Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern und wies dem Vater eine neuartige Rolle. Den damaligen gesellschaftlichen Konventionen widersprechend, ist der Hausherr in den Radierungen „Die Familie“ und „Der Familienvater“ aus den späten 1640er Jahren Teil der häuslichen und damit der weiblichen Domäne und nimmt sogar eine aktive und mitfühlende Rolle bei der Ausübung der familiären Pflichten ein.

Die Ausstellung „Adriaen van Ostade: The Simple Life“ läuft bis zum 8. November. Das Kunstmuseum Winterthur hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt für alle drei Standorte beträgt 19 Franken, ermäßigt 16 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist er kostenlos.

Kunstmuseum Winterthur – Reinhardt am Stadtgarten
Stadthausstrasse 6
CH-8400 Winterthur

Telefon: +41 (0)52 – 267 51 62
Telefax: +41 (0)52 – 267 53 17

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


30.05.2020, Adriaen van Ostade: The Simple Life

Bei:


Kunstmuseum Winterthur

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Barock

Variabilder:

Adriaen van Ostade, Der Leiermann, 1647
Adriaen van Ostade, Der Leiermann, 1647

Variabilder:

Adriaen van Ostade, Der Familienvater, 1648
Adriaen van Ostade, Der Familienvater, 1648

Variabilder:

Adriaen van Ostade, Der leere Krug
Adriaen van Ostade, Der leere Krug

Variabilder:

Adriaen van Ostade, Trinkende Bauern, um 1645
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