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Land Art von Hannsjörg Voth in Wuppertal

Hannsjörg Voth, Himmelstreppe, 1980-1987

Vergängliche Ideenkunst in unberührter Natur gehört zu den eigentlich nicht präsentierbaren Disziplinen der Kunstgeschichte. Was von der jungen Kunstsparte der Land Art bleibt, sind Zeichnungen, Modelle, Fotografien und Filme. Hinzu kommen grafische Arbeiten oder Materialbilder, mit denen Künstler ihre Projekte zu finanzieren versuchen. Genau auf diese künstlerischen Ausdrucksformen konzentrieren sich denn auch die Exponate, mit denen das Wuppertaler Von der Heydt-Museum derzeit acht realisierte Großprojekte des in München und Niederbayern lebenden Künstlers Hannsjörg Voth unter dem Titel „Zu Lande und zu Wasser“ vorstellt.

Der 1940 in Bad Harzburg geborene Künstler studierte nach einer Zimmermannslehre an der Staatlichen Kunstschule in Bremen und arbeitete zunächst als Grafikdesigner in Frankfurt, dann ab 1969 als Maler und Bildhauer in Bayern. Mit dem Außenraumprojekt „Feldzeichen“ im oberbayerischen Ingelsberg setzte 1975 Voths Schaffen in freier Natur ein. Mit vier Fichtenstämmen von 28 Metern Höhe, die er mit weißen Leinentüchern umwickelte und verschnürte, spielte Voth auf von Menschen geschaffene Wunden in der Natur an. Die weithin sichtbaren Stämme wurden schon nach zwei Monaten von Unbekannten umgesägt.

Viel Beachtung fand die drei Jahre später realisierte „Reise ins Meer“. Auf einem Floß montierte Hannsjörg Voth eine 20 Meter lange, in Leinentüchern gehüllte Figur mit Bleimaske. Ab Speyer fuhr das kleine Floß mit der an einen altägyptischen Sarkophag erinnernden Gestalt vorbei an Städten, Industrieanlagen, Brücken und gigantischen Schubverbänden rheinabwärts bis zur Nordsee, wo es verbrannt wurde. Erhalten blieb dagegen auf dem Grund des niederländischen IJsselmeers ein steinernes Boot, das Voth bis 1981 aus Dolomit-Gestein auf einem pyramidenförmigen Pfahlbau in dem See meißelte. Die Pyramide wurde dann durch das Packeis zerstört, das Boot sank. Bis heute erlebbar ist die im Auftrag des Europäischen Patentamtes in München 1993 vollendete Brunnenanlage „Zwischen Sonnentor und Mondplatz“. Durch einen Schlitz fällt zur Mittagszeit das Sonnenlicht auf eine ansteigende Meridianlinie aus Granit, die in ein Wasserbecken führt.

Neben kosmischen Abläufen und wissenschaftlich-technischen Erneuerungen bestimmen insbesondere archetypische Setzungen und Anspielungen auf Kultstätten Voths Ideen. Besonders deutlich wird dies an seinen drei wohl eindrucksvollsten Werken, allen voran der in der marokkanischen Marha-Ebene von 1985 bis 1987 gebauten und genutzten Himmelstreppe aus Lehm. Nahebei schuf er danach in Anlehnung an den Idealmaßen des goldenen Schnitts eine schneckenförmige Rampe über einem Brunnen. In beider Sichtweite entstand dann bis 2003 die nach Positionen der Sterne konzipierte „Stadt des Orion“, die das Sternbild dreidimensional als irdische Großskulptur aus Lehm nachbildete. 60 Fotografien von Ingrid Amslinger bereichern die von Anna Storm einfühlsam kuratierte Schau aus Materialbildern, Objekten und grafischen Arbeiten, die Voth ausdrücklich nicht für Massenmedien, sondern für sich selbst kreierte.

Die Ausstellung „Zu Lande und zu Wasser. Hannsjörg Voth – Ingrid Amslinger“ ist bis zum 13. September zu sehen. Das Von der Heydt-Museum hat täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Katalog kostet im Museum 20 Euro.

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8
D-42103 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 563 62 31
Telefax: +49 (0)202 – 563 80 91

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


19.05.2020, Zu Lande und zu Wasser. Hannsjörg Voth – Ingrid Amslinger

Bei:


Von der Heydt-Museum

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Land Art

Variabilder:

Hannsjörg Voth, Stadt des Orion, 2003
Hannsjörg Voth, Stadt des Orion, 2003

Variabilder:

Hannsjörg Voth, Reise ins Meer, 1977
Hannsjörg Voth, Reise ins Meer, 1977

Variabilder:

Hannsjörg Voth, Reise ins Meer, 1978
Hannsjörg Voth, Reise ins Meer, 1978

Variabilder:

Ingrid Amslinger und Hannsjörg Voth, 2018
Ingrid Amslinger und Hannsjörg Voth, 2018








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